Andelsbach
Andelsbach
Verlauf des Andelsbachs

Verlauf des Andelsbachs

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Landkreis Sigmaringen
Flusssystem Donau
Abfluss über Ablach → Donau → Schwarzes Meer
Quelle bei Illwangen
47° 50′ 32″ N, 9° 23′ 31″ O47.8422222222229.3919444444444719
Quellhöhe 719 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Krauchenwies
48.0277777777789.2438888888889580

48° 1′ 40″ N, 9° 14′ 38″ O48.0277777777789.2438888888889580
Mündungshöhe 580 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 139 m
Länge 27 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/EINZUGSGEBIET_fehlt

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Linke Nebenflüsse Kehlbach
Durchflossene Seen Illmensee, Ruschweiler See
Gemeinden Illmensee, Pfullendorf, KrauchenwiesVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Andelsbach, früher auch als der Andel[1] und Andelnbach[2] bezeichnet, ist ein 27 Kilometer (mit Quellbächen 30 Kilometer) langer südlicher (rechter) Nebenfluss der Ablach und, über diese, ein Nebenfluss der Donau. Der Andelsbach gehört somit zum Flusssystem Donau.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Seine Quellen entspringen unmittelbar nördlich der Europäischen Hauptwasserscheide östlich des Höchsten (833 Meter ü.NN) und nördlich von Glashütten, einem Ortsteil der Gemeinde Illmensee im südlichsten Punkt des Landkreises Sigmaringen. Seine zwei Quellbäche vereinigen sich im Ortsteil Illwangen.

Auf seinem Weg Richtung Norden zur Ablach fließt der Andelsbach durch den Illmensee und die gleichnamige Ortschaft Illmensee, um danach den Ruschweiler See zu speisen. Er passiert die Weiler Gampenhof und Andelsbach sowie den Ort Denkingen. Im Anschluss fließt er östlich der Stadt Pfullendorf, vorbei an Zell am Andelsbach und Schwäblishausen nach Hausen am Andelsbach und Krauchenwies. In Krauchenwies mündet er in die Ablach.

Etymologie

Das Hydronym andal oder andel ist vermutlich keltischen Ursprungs und bedeutet vielleicht „Wasserstrudel“ oder „Wasserbewegung gegen das Ufer“. Er ist mit dem alten okzitanischen Wort andalhon „Wasserbewegung“ vergleichbar. Ein weiteres Beispiel für Hydronyme, die das Wort andel enthalten, ist die Andelle, ein 57 Kilometer langer Fluss in der Normandie.[3]

Geschichte

Der Burgstall Bittelschieß wurde auf dem Gewann „Burgstall“, das sich in den so genannten Vorderen und Hinteren Burgstall teilt, einer Anhöhe neben der heutigen Landesstraße 456 von Krauchenwies nach Pfullendorf, durch archäologische Ausgrabungen nachgewiesen. Die Burg lag oberhalb der heutigen Knaus-Mühle, die ein mittelalterliches Vorwerk hatte, und unweit eines keltischen Ringwalles in der Nordostecke des Gewanns Burgstall an der Ortsverbindungsstraße nach Ablach. Der Gewann „Burgstall“ erhebt sich zwischen 600 und 660 Meter über Normalnull linksseitig und oberhalb des Zusammenfluss von Kehlbach und Andelsbach. Die Anhöhe ist die Kiesablagerung des mittleren Rheingletschergebietes. Rechtsseitig des Andelsbaches befindet sich in der Südwestecke des Gewanns „Schlossbühl“ eine weitere keltische Ringwallanlage.

Umwelt

Wasserqualität

Am 2. Mai 2008 wurde für Fische im Andelsbach eine Verzehrwarnung durch das Landratsamt Sigmaringen, Fachbereich Verbraucherschutz und Veterinärwesen, ausgesprochen. Das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt in Freiburg beanstandete die hohe Konzentration von Malachitgrün in den Untersuchungsproben. Am 26. Januar 2009 wurden erneut Fische aus dem Andelsbach im Bereich der Gemeinde Krauchenwies entnommen und untersucht. Diese Fische sind laut Befund vom 9. Februar 2009 bezüglich Malachitgrün nicht zu beanstanden. Auf Grund dieser Untersuchungsergebnisse konnte die Verzehrwarnung aufgehoben werden.[4]

Galerie

Einzelnachweise

  1. Meyers Konversationslexikon, 4. Auflage, 1885-1892
  2. Leopold von Zedlitz-Neukirch: Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten. 1833. S. 21.
  3. François de Beaurepaire, Les noms des communes et anciennes paroisses de l’Eure, éditions Picard 1981.
  4. Aufhebung der Verzehrwarnung. In: Blättle. Mitteilungsblatt der Gemeinde Krauchenwies mit den Ortsteilen Ablach, Bittelschieß, Ettisweiler, Göggingen und Hausen. vom 6. März 2009

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