Kanton Freiburg


Kanton Freiburg
Staat Freiburg
État de Fribourg
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat: Schweiz
Amtssprache: Französisch (63,2 %),
Deutsch (29,2 %)
Hauptort: Freiburg
Beitritt zum Bund: 1481
Kürzel/Kontrollschild: FR
ISO 3166-2: CH-FR
Fläche: 1671 km²
Einwohner: 273'159[1] (31. Dezember 2009)
Bevölkerungsdichte: 163 Einw. pro km²
Ausländeranteil: 18,4 %[2] (April 2011)
Arbeitslosenquote: 2,3 %[3] (Juli 2011)
Website: www.fr.ch
Lage des Kantons in der Schweiz
Lage des Kantons in der Schweiz
Karte des Kantons
Karte des Kantons
Gemeinden des Kantons
Gemeinden des Kantons

Freiburg (französisch Fribourg, italienisch Friburgo, rätoromanisch Friburg), amtlich État de Fribourg[4] [eˈta də fʀiˈbuʀ] und Staat Freiburg[5], ist ein französisch- und deutschsprachiger Kanton im Westen der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Der Hauptort ist Freiburg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Freiburger Voralpen: Dent de Brenleire (2358 Meter, rechts vorne) und Vanil Noir (2389 Meter, hinten)

Der Kanton Freiburg befindet sich in der französischen Schweiz (Romandie) und ist mit 1671 Quadratkilometern der achtgrösste Kanton der Schweiz. Topografisch lässt sich Freiburg in zwei grössere Bereiche unterteilen: Der nördliche und westliche Teil gehört zum Schweizer Mittelland, der Süden zu den Schweizer Voralpen. Siehe dazu den Hauptartikel Freiburger Voralpen.

Die höchste Erhebung bildet der Vanil Noir mit 2389 Metern. Er befindet sich im Süden des Kantons im Greyerzbezirk, an der Grenze zum Kanton Waadt. Der tiefste Punkt liegt auf 430 Metern, am Neuenburgersee (Lac de Neuchâtel).

Die Nachbarkantone sind der Kanton Waadt im Westen und Süden, der Kanton Bern im Osten, und im Norden grenzt Freiburg durch den Neuenburgersee an den Kanton Neuenburg.

Wappen

Als Kantonswappen wurde der schwarz-weisse Schild erst spät genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts entstand das Wappen mit heutiger Form (zuvor getragen von einem oder zwei Löwen).

Schwarz und Weiss als Wappen wurde erstmals mit einem weissen Kreuz im schwarzen Feld verwendet. Die dadurch entstandenen vier Abtrennungen im schwarzen Feld symbolisierten die vier Stadtpanner (Au, Burg, Neustadt, Spital), welche die regierenden Häuser des Staates waren. Das Kreuz wurde im Laufe der Zeit aus dem Wappen entfernt, was zum heutigen Schwarz-Weiss führte.

Bis zum Zusammenbruch der Stadtpanner wurde das Stadtwappen in Zusammenhang mit dem Kantonalwappen verwendet, was zu den alten Kantonsfarben Schwarz und Blau führte.

Bevölkerung

Der Kanton Freiburg hat 273'159 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2009). Damit gehört er zu den mittelgrossen Kantonen der Schweiz. Die Bevölkerungsdichte ist mit 158 Bewohnern pro Quadratkilometer leicht unter dem Schweizer Durchschnitt. 85,4 Prozent der Freiburger Bevölkerung sind Schweizer Bürger, der Ausländeranteil beträgt somit 14,6 Prozent. Von der Gesamtbevölkerung sind 26 Prozent unter 20-jährig, 61 Prozent 21- bis 64-jährig und 13 Prozent sind älter als 64.

In den letzten zehn Jahren hat die Kantonsbevölkerung um 13,1 Prozent zugenommen. Damit gehört Freiburg zu den am schnellsten wachsenden Kantonen der Schweiz. Laut Bundesamt für Statistik kann damit gerechnet werden, dass die Bevölkerungszahl im Jahre 2025 auf über 300'000 angewachsen sein wird. Auch im Jahre 2007 war Freiburg mit einem Plus von 1,9 Prozent der am stärksten wachsende Kanton der Schweiz.[6]

Jahr Einwohner
1. Januar
Geburten Todesfälle Geburten-
überschuss
Wanderungs-
saldo
Einwohner
31. Dezember
Veränderung  %
1999 232'086 2934 1888 1046 1156 234'307 2221 1,0
2000 234'307 237'044 2737 1,2
2001 237'044 2850 1846 1004 2154 240'339 3295 1,4
2002 240'339 2684 1883 801 2896 243'400 3061 1,3
2003 243'400 2812 1934 878 2602 246'656 3256 1,3
2004 246'656 2782 1918 864 2974 250'377 3721 1,5
2005 250'377 2745 1873 872 2785 253'954 3577 1,4
2006[7] 253'954 2803 856 947 2810 258'252 4298 1,7
2007[6] 258'252 2792 1810 982 4333 263'241 4989 1,9
2008[8] 263'241 2895 1762 1133

Sprachen

Der Kanton Freiburg ist ein offiziell zweisprachiger Kanton, Amtssprachen sind Französisch und Deutsch. Die Mehrheit der Bevölkerung ist französischsprachig, deutsch wird vor allem im Norden und Nordosten des Kantons gesprochen. In diesen deutschsprachigen Gebieten, es sind dies vor allem der Sense- und der Seebezirk, ist die Umgangssprache das Senslerdeutsch, im Seebezirk – entsprechend der Geschichte des Murtenbiets als Gemeine Herrschaft von Bern und Freiburg – das Berndeutsch.

  • Hauptsprache (Stand: 2000) (Quelle: Bundesamt für Statistik (www.bfs.admin.ch))
    • Französisch: 63,2 %
    • Deutsch: 29,2 %
    • Portugiesisch: 1,8 %
    • Restliche Sprachen: 5,8 %

Religionen

Konfessionen im 19. Jahrhundert

Freiburg ist ein römisch-katholisch geprägter Kanton, obwohl er von den mehrheitlich protestantischen Kantonen Waadt und Bern umgeben ist. Nur im Nordwesten des Kantons, im Broye- und Seebezirk, ist ein Teil der Bevölkerung traditionell protestantisch. Heute sind rund 70 Prozent römisch-katholisch und 15 Prozent protestantisch. 3 Prozent gehören einer anderen christlichen Religion an, die übrigen sind konfessionslos oder haben beim Zensus keine Angabe gemacht.

Politik

Verfassung

Im Jahr 2004 wurde eine neue Kantonsverfassung angenommen, die das alte, aus dem Jahr 1856 stammende und seither 40-mal überarbeitete Grundgesetz ersetzte.

Legislative

Der Grosse Rat zählt seit der neuen Verfassung noch 110 Sitze. Eine Legislaturperiode dauert fünf Jahre. Die Wahlen finden im Proporzwahlverfahren statt. Bei den Grossratswahlen am 5. November 2006 wurden sie wie folgt auf die Parteien verteilt:

Sitzverteilung Grosser Rat, 2007–2011
Partei Sitze
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 37
Sozialdemokratische Partei (SP) 25
Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) 19
Schweizerische Volkspartei (SVP) 18
Christlich-soziale Partei (CSP) 4
Grüne Partei (GPS) 3
Freie Liste (Mouvement Ouverture) 2
Indépendante – Solidarité – Ouverture 1
Evangelische Volkspartei (EVP) 1

Exekutive

Die Kantonsregierung wird durch den siebenköpfigen Staatsrat gebildet. Dieser wird alle fünf Jahre im Majorzwahlverfahren bestellt.


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