Andi Gross
Andreas Gross

Andreas Gross (* 21. August 1952 in Kobe, Japan) ist ein Schweizer Politiker und Nationalrat (SP).

Nach der Matura in Basel studierte er zunächst Geschichte in Zürich, dann Politikwissenschaften in Lausanne. Es folgten Tätigkeiten als Journalist, als Uni-Assistent in Bern und 1989 die Gründung des privaten wissenschaftlichen Instituts für direkte Demokratie in Zürich, seit 1998 als Atelier pour la Démocratie Directe in jurassischen St-Ursanne. Zum Thema direkte Demokratie hat er regelmässig Lehraufträge an den deutschen Universitäten Marburg, Trier, Speyer und Jena. Seit 1991 sitzt Gross für die SP im Nationalrat und seit 1995 im Europarat.

Gegenwärtig ist Andreas Gross als Lehrbeauftragter für Direkte Demokratie im europäischen Vergleich an der deutschen Universität Marburg, der Universität Trier und Speyer tätig.

Er ist geschieden und Vater zweier erwachsener Kinder.

Politik

Seine politische Karriere begann Andreas Gross 1974 in der Zürcher Studentenschaft und der SP und wurde 1979 Präsident der JungsozialistInnen Schweiz.

In den 1980er Jahren wurde er als Mitbegründer der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und als einer der Initiatoren der gescheiterten Armee-Abschaffungsinitiative von 1989 bekannt. Mittlerweile stellt Gross die Schweizer Armee jedoch nicht mehr grundsätzlich in Frage. Er befürwortet aber eine Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht und einen kleinen Truppenbestand, vornehmlich für Einsätze zu Gunsten der UNO. Gross war auch einer der Initiatoren der Volksinitiativen gegen die Beschaffung von F/A-18-Kampfflugzeugen (1992/93) und zum Beitritt der Schweiz zur UNO (1996), welche 2002 von Volk und Ständen mehrheitlich angenommen wurde und damit zum UNO-Beitritt der Schweiz geführt hat.

Von 1986 bis 1991 sass Gross im Zürcher Gemeinderat und seither im Nationalrat, wo er vor allem zu demokratie- und europapolitischen sowie aussen- und sicherheitspolitischen Themen Stellung bezieht und Mitglied der Staatspolitischen Kommission ist. 2006 und 2007 ist er Präsident der Staatspolitischen Kommission.

Seit 1995 ist er zusätzlich einer der parlamentarischen Vertreter der Schweiz im Europarat. Zwischen 2002 und 2004 war er Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung, 2004 und 2005 Präsident der schweizerischen Delegation beim Europarat und ist seit Januar 2005 Präsident des Ausschusses für das Reglement der Parlamentarischen Versammlung.

Sein Engagement im Europarat führte ihn in den letzten Jahren auch in zahlreiche Krisengebiete außerhalb Europas (beispielsweise Tschetschenien und Aserbaidschan), wo er auch als Wahlbeobachter tätig war.

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