Andor von Barsy

Andor von Barsy (* 14. März 1899 in Budapest; † 24. Dezember 1964 in München) war ein ungarischer Kameramann.

Er kam kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs nach Deutschland und arbeitete hier ab 1919 als Kameramann. Barsy spezialisierte sich auf Dokumentarfilme, besonders Reisefilme und Kulturfilme.

Dabei erwies er sich als experimentierfreudiger, ambitionierter Bildgestalter. Nur unregelmäßig drehte er auch Spielfilme. Beim Filmfestival Venedig erhielt er 1934 eine Auszeichnung für seine Kameraführung in dem niederländischen Spielfilm Totes Wasser (Dood water). Er war auch einer der zahlreichen Kameramänner, die Leni Riefenstahl bei ihrem Zweiteiler Olympia zur Verfügung standen.

Mit Rembrandt (1940) und Das Bad auf der Tenne (1943) filmte er zwei aufwändige Streifen während der Zeit des Nationalsozialismus. Für den zivilisationskritischen Spielfilm Jonas von Ottomar Domnick, bei dem Barsy in ungewöhnlichen Arrangements Nachkriegsbauten, kahle Gänge, Stromkabel, Maschinen und Autos ins Bild brachte, wurde er 1957 mit dem Filmband in Silber ausgezeichnet.

Filmografie

  • 1924: Madeira (technische Leitung; Dokumentarfilm)
  • 1925: Der Bodensee (Dokumentarfilm)
  • 1929: Welthafen (Dokumentarfilm)
  • 1929: De Maarschalkstaf
  • 1930: Rotterdam (Dokumentarfilm)
  • 1930: Zeemansvrouwen
  • 1932: Seifenblasen
  • 1932: Terra nova
  • 1934: Totes Wasser (Dood water)
  • 1936: Lentelied
  • 1938: Olympia (2 Teile)
  • 1940: Rembrandt
  • 1943: Das Bad auf der Tenne
  • 1943: Weben und Wirken (Dokumentarfilm)
  • 1950: Es war ein Mensch (Dokumentarfilm)
  • 1950: Der ewige Kreis (Kurz-Dokumentarfilm)
  • 1951: Europa ruft uns (Dokumentarfilm)
  • 1951: Loreley (Kurz-Dokumentarfilm)
  • 1953: Des Feuers Macht (Dokumentarfilm)
  • 1957: Jonas
  • 1957: De vliegende Hollander
  • 1957: Achtung, Synkope (Kurz-Dokumentarfilm)
  • 1960: Gino
  • 1965: La Malcontenta. Begegnung in den Gärten Venetiens

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