Andre Kirk Agassi
Andre Agassi
Nationalität: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 29. April 1970
Größe: 180 cm
Gewicht: 80 kg
1. Profisaison: 1986
Rücktritt: 2006
Spielhand: Rechts (beidhändige Rückhand)
Preisgeld: 31.152.975 US-Dollar
Einzel
Karrieretitel: 64
Höchste Platzierung: 1 (10. April 1995)
Wochen als Nr.1: 101 Wochen
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel: 8
Australian Open S (1995, 2000, 2001, 2003)
French Open S (1999)
Wimbledon S (1992)
US Open S (1994, 1999)
Doppel
Karrieretitel: 1
Andre Agassi bei den Australian Open 2005

Andre Kirk Agassi (* 29. April 1970 in Las Vegas, Nevada) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Tennisspieler und Olympiasieger. In seiner 21 Jahre andauernden Karriere gewann Agassi 60 Einzelturniere, darunter insgesamt 8 Grand-Slam-Turniere.

Als einer von fünf Spielern in der Tennisgeschichte konnte Agassi dabei alle vier Grand-Slam-Turniere im Verlauf seiner Karriere mindestens einmal gewinnen. Zudem errang er 1996 die olympische Goldmedaille im Einzel und führte die USA zu drei Daviscup-Siegen. Aufgrund dieser Erfolge gilt Agassi als einer der dominantesten Spieler der 90er und frühen 2000er Jahre. Oftmals wird er auch als einer der besten Tennisspieler aller Zeiten aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis

Tenniskarriere

Jugendzeit (1970–1986)

Agassi wurde bereits in seinen jungen Jahren von seinem Vater Emmanuel Agassi, der ein berühmter iranischer Boxer armenischer Abstammung war, auf eine spätere Tenniskarriere vorbereitet. So sorgte der zweifache Olympiateilnehmer (1948 und 1952 im Boxen) dafür, dass Agassi schon früh mit Tennislegenden wie Jimmy Connors und Roscoe Tanner trainieren konnte. Mit 13 Jahren wurde Agassi in die Tennisakademie von Nick Bollettieri in Florida aufgenommen. So wurde das junge Tennistalent schon früh in der Öffentlichkeit als kommender Tennisstar bekannt gemacht. Bereits in der Akademie legte sich Agassi ein Rebellenimage zu, durch das er in seinen ersten Profijahren weltbekannt wurde. So wurde er vor allem für seine langen, wilden Haare bekannt und für seine Vorliebe, bunte und schrille Spielbekleidungen bei Turnieren zu tragen. Bereits im Alter von 15 Jahren verließ Agassi 1986 schließlich die Akademie, um der Profitour beizutreten.

Rebellenimage und erste Erfolge (1986–1991)

Sein erstes Match auf der Profitour konnte Agassi im Februar 1986 gegen den Amerikaner John Austin gewinnen. Im weiteren Saisonverlauf konnte er unter anderem bei einem Turnier in Stratton Mountain das Viertelfinale erreichen. Er beendete seine erste Saison als Profi auf Platz 91 der Weltrangliste. 1987 konnte Agassi zum Abschluss der Saison seinen ersten Profititel in Itaparica in Brasilien gewinnen. Schon zuvor hatte der Amerikaner einige Viertelfinal- und Halbfinal-, sowie eine Endspielteilnahme vorweisen können. So beendete er die Saison auf Platz 25 der Weltrangliste.

In der Saison 1988 gelangen Agassi auch erstmals nennenswerte Erfolge bei wichtigen Turnieren. So konnte er bei den French Open und US Open jeweils das Turnierhalbfinale erreichen und damit den endgültigen Sprung unter die besten Spieler der Welt schaffen. Er beendete das Jahr durch insgesamt sechs Turniersiege auf Platz 3 der Weltrangliste, sorgte mit seinem ausgeprägten Rebellenimage aber weiter für Aufsehen. In der Folge verzichtete er ab der Saison 1988 für drei Jahre auf die Teilnahme am prestigeträchtigen Turnier in Wimbledon. Nach außen kritisierte er die feste Kleiderordnung des traditionsbewussten Turnieres. Es wurde aber auch offen angezweifelt, ob Agassis Spielweise für den schnellen Rasen der British Open überhaupt geeignet wäre.

In der Saison 1989 wurde Agassis Aufstieg an die Spitze des Welttennis' erstmals gebremst. So konnte der Amerikaner erst im Oktober des Jahres seinen ersten Saisontitel gewinnen und scheiterte bei den French Open im gleichen Jahr bereits in der dritten Runde. Bei den US Open spielte sich Agassi dagegen erneut ins Halbfinale vor, wo er wieder Ivan Lendl unterlegen war. In der Weltrangliste rutschte Agassi auf Platz 7 ab. Die Saison 1990 brachte den Amerikaner wieder weiter nach vorne: So konnte er bei den French Open erstmals das Finale bei einem Grand-Slam-Turnier in Paris erreichen. Im Endspiel musste er sich allerdings Andrés Gómez geschlagen geben. Auch bei den US Open spielte sich Agassi ins Endspiel vor, diesmal war er seinem jungen Landsmann Pete Sampras unterlegen. Die Niederlage bildete den Auftakt für die jahrelange medienwirksame Rivalität, die sich Agassi und Sampras auf und neben den Tennisplätzen bieten würden. Zu Saisonende gelangen Agassi noch einmal zwei große Erfolge, der Gewinn des Davis Cup mit der amerikanischen Mannschaft, sowie der Sieg bei der saisonabschließenden Weltmeisterschaft im Finale gegen Stefan Edberg. Diese Erfolge sorgten dafür, dass Agassi die Saison 1990 mit insgesamt vier Titeln auf Platz 4 der Weltrangliste beendete.

In der Saison 1991 musste Agassi seine dritte Niederlage in einem Grand-Slam-Finale hinnehmen: In seinem zweiten French-Open-Finale war er diesmal Jim Courier unterlegen. In der Folge entschied sich Agassi dazu, erstmals seit drei Jahren auch beim Turnier in Wimbledon anzutreten. In traditioneller weißer Spielbekleidung spielte sich Agassi bis in die Viertelfinalphase des Turniers vor. Die zweite Saisonhälfte verlief weniger erfolgreich für den Amerikaner, der dabei im Daviscup-Finale diesmal unterlegen war und auch bei der Weltmeisterschaft im Halbfinale scheiterte. Zwei Saisonsiege reichten nur knapp für das Verbleiben in der Top-Ten der Weltrangliste auf Platz 10.

Durchbruch und Etablierung in der Weltspitze (1992–1996)

Die Saison 1992 sollte den endgültigen Durchbruch für den mittlerweile 21-jährigen Agassi bringen. Nach mäßigem ersten Saisondrittel scheiterte Agassi bei den French Open diesmal im Halbfinale an Courier. In Wimbledon dagegen spielte sich Agassi mit Siegen gegen ehemalige Titelträger wie Boris Becker und John McEnroe ins Finale des Turnieres vor. Dort konnte er den Kroaten Goran Ivanisevic in fünf Sätzen für den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere bezwingen. Bei den US Open war Agassi dagegen im Viertelfinale wieder einmal seinem Landsmann Courier unterlegen. Im Dezember gelang Agassi allerdings der zweite Daviscup-Sieg mit der amerikanischen Mannschaft. In der Weltrangliste konnte sich Agassi durch insgesamt drei Saisontitel um einen Platz auf Position 9 zum Saisonende verbessern.

Statt der erwarteten weiteren Steigerung brachte die Saison 1993 für Agassi vor allem Verletzungssorgen und relativ frühe Niederlagen bei den wichtigen Turnieren. So konnte Agassi in diesem Jahr nicht an den French Open teilnehmen und scheiterte in Wimbledon im Viertelfinale an Pete Sampras. Bei den US Open verlor Agassi bereits in der ersten Runde, bevor er sich im Winter einer Handgelenksoperation unterziehen musste. Zwei Saisontitel im Frühjahr sorgten dafür, dass der Amerikaner die Saison noch unter den besten dreißig Spielern auf Platz 24 der Weltrangliste beendete.

Nach einem guten Saisonstart im Jahr 1994 mit seinem ersten Turniersieg seit einem Jahr in Scottsdale und einer Finalteilnahme in Miami musste sich Agassi sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon in der ersten Turnierwoche geschlagen geben. In der Hardcourtsommersaison gelang ihm allerdings ein gelungenes Comeback mit seinem zweiten Saisontitel in Toronto. Bei den US Open trat er dennoch als ungesetzter Spieler an und konnte im Finale des Turnieres den Deutschen Michael Stich bezwingen. Bei seinem zweiten Grand-Slam-Titel war Agassi der erste Spieler, der die US Open als ungesetzter Teilnehmer gewinnen konnte. Seine Saisontitel vier und fünf brachten Agassi zum Saisonende auf Platz 2 der Weltrangliste, seiner bisher höchsten Position in der Wertung.

Die Saison 1995 sollte Agassi noch weiter nach vorne bringen. Für Aufsehen sorgte seine Entscheidung sich sein bisheriges Markenzeichen, die langen Haare, abzurasieren. Zu Beginn des Jahres nahm Agassi erstmals in seiner Karriere an den Australian Open teil und konnte diese auf Anhieb im Finale gegen Pete Sampras gewinnen. Im Verlaufe der Saison erlebte die Rivalität zwischen Agassi und Sampras ihren Höhepunkt. Bei insgesamt 5 Turnierfinals traten die beiden Amerikaner gegeneinander an und Agassi konnte drei dieser Spiele für sich entscheiden. So konnte er im April 1995 erstmals die Tennis-Weltrangliste anführen. Bei den French Open und in Wimbledon musste sich Agassi dagegen zweimal überraschend vor der Finalphase geschlagen geben. Rechtzeitig zur amerikanischen Hardcourtsaison und den US Open nahm das Duell zwischen Agassi und Sampras noch einmal an Intensität zu. Agassi galt als Turnierfavorit beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres, nachdem er seine vier Vorbereitungsturniere auf die amerikanischen Meisterschaften allesamt hatte gewinnen können und mit einer Siegesserie von 20 Spielen bei den US Open antrat. Sampras dagegen hatte nach seinem Turniersieg in Wimbledon nur ein weiteres Turnierfinale erreichen können und dieses gegen Agassi in Montreal verloren. Wie von der Öffentlichkeit erhofft, spielten sich Agassi und Sampras relativ problemlos ins Finale der US Open vor. Einzig Agassi musste in seinem Zweitrundenmatch gegen den Spanier Alex Corretja über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen. In einem engen Spiel konnte Sampras schließlich mit 6:4, 6:3, 4:6 und 7:5 triumphieren. Erst im Oktober griff Agassi wieder in das Turniergeschehen ein und verlor im November auch die Weltranglistenspitze wieder an Sampras.

In der Saison 1996 konnte Agassi seinem Landsmann Sampras nicht erneut die erhoffte Konkurrenz bieten. Agassi erreichte im Saisonverlauf zwar bei den Australian Open und US Open das Halbfinale, musste sich in beiden Spielen jedoch Michael Chang geschlagen geben. Mit insgesamt 3 Saisontiteln beendete Agassi die Saison auf Platz 8 der Weltrangliste. Bei den Olympischen Spielen in Atlanta gelang dem Amerikaner sein größter Saisonerfolg mit dem Gewinn der olympischen Goldmedaille gegen den Spanier Sergi Bruguera.

Absturz und Comeback (1997–1999)

Die Saison 1997 bildete den Tiefpunkt in der Karriere von Andre Agassi. Nachdem er bei den Australian Open aufgrund einer erneuten Handgelenksverletzung nicht antreten konnte, erreichte er in San Jose das Halbfinale. Es sollte bis zu den US Open im August dauern, dass Agassi wieder drei Matches in Folge gewinnen konnte. Dazwischen lagen insgesamt sieben Erstrundenniederlagen, bei den French Open und in Wimbledon konnte Agassi dagegen nicht antreten. Mehr als sein Auftreten auf dem Tennisplatz sorgte seine turbulente Ehe mit der Schauspielerin Brooke Shields für Aufsehen. Nach einem Achtelfinalaus bei den US Open stürzte Agassi aus den Top-100 der Weltrangliste und musste im November an zwei Turnieren der unterklassigen Challenger-Kategorie teilnehmen, um sich mit einem Turniersieg und einer Finalteilnahme von Platz 141 wieder langsam nach vorne zu arbeiten.

Zur Saison 1998 begann sich Agassi wieder vollständig seiner Tenniskarriere zu widmen. So begann er mit einem konsequenten Fitnessprogramm. Auch sein Verhalten auf dem Platz stellte Agassi nach und nach um und wurde so in den folgenden Jahren zu einem Vorbild für jüngere Spieler. Diese Umstellungen sollten sich relativ schnell auszahlen, bereits im Januar 1998 erreichte Agassi wieder ein Halbfinale auf der ATP-Tour und das Achtelfinale bei den Australian Open. Im Februar in San Jose gelang Agassi wieder ein Turniersieg der höchsten Kategorie. Bei den weiteren drei Grand-Slam-Turnieren blieb Agassi zwar erst einmal erfolglos, aber mit insgesamt fünf Saisontiteln spielte sich der Amerikaner in die Top-Ten der Weltrangliste zurück, wo er die Saison auf Platz 6 beendete.

Die folgende Saison 1999 sollte nicht nur das erfolgreichste Jahr in der Karriere von Andre Agassi werden, er sollte mit seinen Erfolgen in dieser Saison auch Tennisgeschichte schreiben. So gelang Agassi im Juni des Jahres bei seiner dritten Finalteilnahme sein erster Sieg bei den French Open in Paris. Im Endspiel hatte er den Ukrainer Andrei Medwedew nach einem Zweisatzrückstand noch bezwungen. Damit wurde Agassi der erst fünfte Tennisspieler der Geschichte, der alle Grand-Slam-Turniere in seiner Karriere mindestens einmal gewinnen konnte. Doch auch im Anschluss in Wimbledon konnte Agassi das Finale erreichen, wo er dem alten Rivalen Pete Sampras allerdings klar unterlegen war. Zwar eroberte Agassi mit dem Finaleinzug die Weltranglistenspitze, musste diese in der von Sampras dominierten Hardcourtsaison allerdings wieder abgeben. Doch kurz vor Beginn der US Open verletzte sich der klare Turnierfavorit Sampras und Agassi konnte im Finale des Turnieres seinen Landsmann Todd Martin bezwingen. Zum ersten Mal in seiner Karriere gelangen Agassi damit zwei Grand-Slam-Turniersiege im Laufe einer Saison. Nachdem Sampras durch seine Verletzung als Rivale ausgefallen war, konnte Agassi auch die Weltranglistenspitze relativ sicher bis zum Saisonende verteidigen. Bei der abschließenden Weltmeisterschaft war Agassi dagegen Sampras im Finale erneut klar unterlegen. So hatte Agassi die Saison zwar als bester Saisonspieler beendet, in den fünf Duellen gegen Sampras aber vier Niederlagen hinnehmen müssen.

Erfolge in Australien (2000–2003)

Agassi begann die Saison 2000 so, wie er die vorhergehende abgeschlossen hatte, mit großen Erfolgen. Gleich bei den Australian Open im Januar konnte er im Finale gegen Jewgeni Kafelnikow triumphieren und hatte damit auch vier Grand-Slam-Finals in Folge erreicht, was zuletzt 1969 Rod Laver gelungen war, allerdings nicht auf vier unterschiedlichen Bodenbelägen. In Wimbledon unterlag Agassi dagegen in einem dramatischen Halbfinale dem Australier Patrick Rafter. Zum Jahresende hatte Agassi sogar die Möglichkeit, wieder die Saison auf Platz 1 abzuschließen, doch der Finaleinzug beim Masters-Cup reichte nicht aus. 2001 folgte gleich die Titelverteidigung bei den Australian Open gegen Arnaud Clément. In einer Neuauflage des Spieles vom Vorjahr unterlag Agassi in einem ebenso knappen Halbfinale Patrick Rafter in Wimbledon. In einem sensationellen Viertelfinal-Spiel bei den US Open unterlag er Pete Sampras (7:6, 6:7, 6:7, 6:7), ohne ein einziges Aufschlagspiel abzugeben. Auch 2002 spielte Agassi wieder eine starke Saison, indem er drei Turniere der Masters Series gewann und das Jahr auf dem zweiten Platz der Weltrangliste beendete. Bei den US-Open kam es zum letzten Duell Agassi gegen Sampras, und Sampras hatte am Ende wieder die Oberhand und gewann das Turnier. Ein Jahr später sollte Sampras seine Karriere beenden, ohne jemals ein weiteres Spiel absolviert zu haben. 2003 folgte für Agassi der dritte Sieg in vier Jahren bei den Australian Open, diesmal im Finale gegen den Deutschen Rainer Schüttler. Später im Jahr eroberte Agassi noch einmal Platz 1 der Weltrangliste und hielt diese Position für weitere 13 Wochen. Am Ende reichte es immerhin noch einmal für Platz 4 in der Abschlussrangliste.

Die letzten Jahre (seit 2004)

Gute Resultate in der Saison 2004 sorgten dafür, dass Agassi nie aus den Top 10 der Weltrangliste fiel, auch wenn die großen Siege langsam der Vergangenheit angehörten. In der Saison 2005 kamen immer wieder neue Gerüchte auf, dass Agassi seine lange und erfolgreiche Karriere nach den US-Open oder zum Jahresende beenden würde, die sich jedoch nicht bestätigten. Nachdem er einen Großteil der Saison durch Verletzungen beeinträchtigt wurde, gelang ihm ein Comeback mit dem 60. Turniersieg seiner Karriere in Los Angeles und einem Finaleinzug in Montreal. Durch diese Erfolge zählte Agassi zum weiteren Favoritenkreis der US Open 2005 und wurde den Erwartungen mit der Finalteilnahme gerecht. Dabei brachte er Roger Federer zwar in Bedrängnis, musste sich aber schließlich mit 3:6, 6:2, 6:7 und 1:6 geschlagen geben. Die Saison beendete Agassi auf Platz 7, nachdem er beim Tennis Masters Cup seine Teilnahme nach einem gespielten Spiel aufgrund einer Verletzung zurückziehen musste. Bei seiner letzten Teilnahme in Wimbledon 2006 erreichte Agassi mit Siegen über Boris Pashanski und Andreas Seppi die dritte Runde. Dort unterlag er dem Spanier Rafael Nadal in drei Sätzen und wurde anschließend vom Publikum gefeiert.

Am 24. Juni 2006 gab Agassi gegenüber der Presse bekannt, dass er seine Karriere nach den diesjährigen US Open beenden wird. Nach hart erkämpften Siegen über Andrei Pavel und Marcos Baghdatis verlor er dort am 3. September 2006 nach 3:03 Stunden in der dritten Runde gegen den deutschen Qualifikanten Benjamin Becker in vier Sätzen (5:7, 7:6, 4:6, 5:7) und beendete daraufhin unter stehenden Ovationen des Publikums und mit Tränen in den Augen seine mehr als zwei Jahrzehnte andauernde Karriere als Tennisprofi.

Davis Cup

Agassi spielte zwischen 1988 und 2005 36 Mal im Davis-Cup-Team der USA mit einer Bilanz von 30:6 Siegen.

Im Kader der USA stand er zudem bei den Davis-Cup-Triumphen 1990 und 1992, wobei das Davis-Cup-Team 1992 mit den Spielern Pete Sampras, Jim Courier, Andre Agassi und John McEnroe als das beste aller Zeiten gilt. 2005 musste Agassi vor heimischem Publikum eine bittere Niederlage gegen Ivan Ljubicic hinnehmen, da diese das Erstrunden-Aus der USA gegen Kroatien bedeutete.

Persönliches

Von 1997 bis 1999 war Agassi mit der Schauspielerin Brooke Shields verheiratet. Seit Oktober 2001 ist er mit der ehemaligen deutschen Tennisspielerin Steffi Graf verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder, Jaden Gil (* 26. Oktober 2001) und Jaz Elle (* 3. Oktober 2003).

Erfolge

Bilanz

Turnier 2006 2005 2004 2003 2002 2001 2000 1999 1998 1997 1996 1995 1994 1993 1992 1991 1990 1989 1988 1987 1986
Australian Open - VF HF S - S S AF AF - HF S - - - - - - - - -
French Open - 1 1 VF VF VF 2 S 1 - 2 VF 2 - HF F F 3 HF 2 -
Wimbledon 3 - - AF 2 HF HF F 2 - 1 HF AF VF S VF - - - 1 -
US Open 3 F VF HF F VF 2 S AF AF HF F S 1 VF 1 F HF HF 1 1
Turniersiege 0 1 1 4 5 4 1 5 5 0 3 7 5 2 3 2 4 1 6 1 0
Weltrangliste 19 7 8 4 2 3 6 1 6 122 8 2 2 24 9 10 4 7 3 25 91

AF = Achtelfinale, VF = Viertelfinale, HF = Halbfinale, F = Finale, S = Sieg, Ziffer = Vorrunde

Siehe auch

Weblinks


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