Andreas Biermann
Andreas Biermann
Andreas Biermann.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 13. September 1980
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 184 cm
Position Abwehrspieler
Vereine in der Jugend
bis 1997
1997–?
SC Schwarz Weiß Spandau
Hertha BSC
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1998–2000
2000–2001
2002–2004
2005–2006
2006–2007
2007
2008–2010
2008–2010
2011-
Hertha BSC Amateure
SC Göttingen 05
Chemnitzer FC
MSV Neuruppin
1. FC Union Berlin
Tennis Borussia Berlin
FC St. Pauli
FC St. Pauli II
FC Spandau 06
35 (2)
0
39 (1)
45 (8)
29 (2)
8 (1)
10 (0)
23 (0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 15. Dezember 2008

Andreas Biermann (* 13. September 1980 in Berlin) ist ein deutscher Fußballspieler.

Biermann begann seine Karriere beim SC Schwarz-Weiß Spandau Berlin von der F-Jugend an, bevor er als B-Jugendlicher den Weg zu Hertha BSC fand. Einer seiner Mentoren war der damalige Trainer der Hertha-Amateure, Falko Götz. Dem Sprung in den Profikader standen jedoch drei Schulterverletzungen im Weg. Das Angebot von Hertha BSC, weiterhin für die U23 zu spielen, lehnte Biermann ab und so wechselte er 2000 zum SC Göttingen 05, wo Trainer Eulberg das Team soeben in die Regionalliga Nord geführt hatte. Kurz vor dem Saisonstart verweigerte der DFB jedoch den Göttingern die Lizenz, so dass Biermann und die anderen Neuzugänge plötzlich eine Liga tiefer aktiv sein mussten.

So wechselte Biermann noch in derselben Saison zum Chemnitzer FC und war bis zur Spielzeit 2003/04 dort aktiv, ehe durch eine schwere und lange andauernde Knieverletzung zunächst eine Sportinvalidität drohte.

Biermann wechselte zum MSV Neuruppin, zunächst als Co-Trainer unter Christian Schreier und ließ sein Knie nach neuesten medizinischen Erkenntnissen erneut behandeln. Nach einer intensiven Reha-Maßnahme konnte er wieder schmerzfrei spielen und stand in Neuruppin eineinhalb Jahre lang als einer der Leistungsträger im Aufgebot.

Zur Saison 2006/07 wechselte Biermann zum 1. FC Union Berlin, spielte eine starke Serie auf der linken Außenbahn und gehörte zu den konstant auf hohem Niveau spielenden Akteuren. Nach Ablauf dieser Saison lehnte Biermann ein Vertragsangebot der Berliner ab, da schon zu diesem Zeitpunkt der FC St. Pauli Interesse an ihm bekundet hatte. Zu einer Verpflichtung kam es jedoch noch nicht.

Auf Vermittlung eines ehemaligen Jugendtrainers schloss er sich im November 2007 dem Berliner Traditionsclub Tennis Borussia Berlin an. Nachdem er ein halbes Jahr für Tennis Borussia Berlin gespielt hatte, kam das erneute Angebot vom FC St. Pauli und somit die Unterzeichnung seines ersten Vertrags in der 2. Bundesliga.

Sein Debüt als Lizenzspieler gab er am 10. März 2008 im Spiel gegen 1860 München (0:0).

Am 20. November 2009 gab Biermann bekannt, dass er sich seit dem 13. November wegen Depressionen in stationärer Behandlung befindet. Er teilte in einer Pressekonferenz mit, dass er am 20. Oktober einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Der Selbstmord des Nationaltorwarts Robert Enke habe ihn zum Schritt an die Öffentlichkeit bewegt. Nach seinem Outing, dass er unter Depressionen leidet, wurde sein Vertrag im Sommer 2010 nicht verlängert und Biermann ist seitdem vereinslos.[1] Wohl auch deswegen äußerte sich Biermann kritisch zum Outing seiner Depression: "Die Befürchtungen, die ich hatte, bevor ich meine Krankheit öffentlich gemacht habe, haben sich bestätigt. Ich würde keinem depressiven Profi empfehlen, seine Krankheit öffentlich zu machen."[2]

Im Frühjahr 2011 ist eine Biografie über sein Leben mit der Krankheit unter dem Titel "Rote Karte Depression" erschienen.[3]

Einzelnachweise

  1. Enkes Tod war Biermanns Rettung (ZDF - 7. November 2010)
  2. Kein Platz für Schwache (stern.de 10. November 2010)
  3. "Enkes Geschichte hätte meine sein können" (Hamburger Abendblatt 7. November 2010)

Weblinks


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