Andreas Blau
Hammerwerk Blauenthal (um 1840)
Hausmarke des Andreas Blau aus Nürnberg

Andreas Blau war ein frühneuzeitlicher Unternehmer im westlichen Erzgebirge.

Er stammte aus Nürnberg und handelte mit Zinn. Blau ließ sich in Sosa bei Eibenstock nieder, wo er einen Freihof erwarb, als dessen Besitzer er 1518 erwähnt wird. Nordwestlich von Sosa, im Tal der Zwickauer Mulde, betrieb er eine Mühle, in deren Nähe er um 1530[1] zwei Hammerwerke anlegte, die bald nach ihm Ober- und Unterblauenthal genannt wurden.[2] Daraus gingen die Orte Wolfsgrün und Blauenthal hervor.

Blau führte darüber hinaus die Weißblechproduktion in größerem Umfang im Erzgebirge ein und gründete die Erzgebirgische Blechcompagnie. Mit der Errichtung der Eisenhämmer werden auch die Blechzeichen entstanden sein, mit denen man die Fässer der für den Versand vorgesehenen verschiedenen Blechsorten versah. Für diesen Blechhandel hatten Andreas Blau und seine Gesellschafter eine Art Monopol im ernestinischen Kursachsen erhalten.[3] In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts lösten sich dann die Blau'schen Unternehmungen auf.[1]

Sein gleichnamiger Sohn verließ das Erzgebirge und wurde Leibarzt von Erzherzog Ferdinand in Innsbruck.

Einzelnachweise

  1. a b Erich Matthes: Alte Eisenhütten- und Waffenschmiedemarken des sächs. Erzgebirges. In: Glückauf. Zeitschrift des Erzgebirgsvereins Nr. 10/1939, S. 219–224.
  2. Johann Paul Oettel: Alte und neue Historie der Königl. Pohln. und Churfürstl. Sächß. freyen Berg-Stadt Eybenstock im Meißnischen Ober-Erz-Gebürge. S. 284f.
  3. Vertrag vom 27. Oktober 1537, Torgau

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