Andreas Grisch

Andreas Grisch (* 5. Januar 1879 in Surlej bei Silvaplana (Schweiz); † 6. Februar 1952 in Küsnacht) war ein Schweizer Agrarwissenschaftler.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Andreas Grisch studierte Landwirtschaft am Eidgenössischen Polytechnikum in Zürich und promovierte dort 1907 mit der Dissertation „Beiträge zur Kenntnis der pflanzengeographischen Verhältnisse der Bergüner Stöcke“. Bereits seit 1902 arbeitete er als Mitarbeiter an der Zürcher Samenkontrollstation. Von 1920 bis 1944 leitete er die Abteilung Samenkontrolle der Samenuntersuchungs- und Versuchsanstalt in Zürich-Oerlikon. Zwischen den beiden Weltkriegen war er maßgebend am Aufbau des Saatgutwesens in der Schweiz beteiligt. Seine 1944 veröffentlichte Schrift „Die Herkunftsbestimmung der Klee- und Grassamen“ galt für Jahrzehnte als ein Standardwerk auf dem Gebiet der Saatgutuntersuchung.

Besondere Verdienste erwarb sich Grisch auch auf dem Gebiet des Futterbaus. Seine Beobachtungen und seine Versuchsergebnisse über den Naturfutterbau hat er in der Schrift „Die hauptsächlichsten Pflanzen und Pflanzenbestände der Naturwiesen und Weiden“ (1931) zusammengefasst. Außerdem war Grisch Autor bzw. Mitautor von praxisorientierten Lehrbüchern für den landwirtschaftlichen Unterricht.

Bücher und Schriften

  • Albert Näf und Andreas Grisch: Der Anbau der Feldfrüchte und Futterpflanzen. Leitfaden für den Unterricht an landwirtschaftlichen Schulen und Lehrbuch für den praktischen Landwirt. Verlag Wirz & Cie. Aarau 1918; 2. Aufl. 1919; 5. Aufl. 1936.
  • Die hauptsächlichsten Pflanzen und Pflanzenbestände der Naturwiesen und Weiden. Für den praktischen Landwirt bearbeitet. Landwirtschaftliche Gesellschaft des Kantons St. Gallen 1931.
  • Die Herkunftsbestimmung der Klee- und Grassamen: In: Mitteilungen der Internationalen Vereinigung für Samenkontrolle Bd. 13, 1941/43, S. 147–416. – Separatabdruck 1944.

Literatur

  • R. K. (Rudolf Koblet): Dr. A. Grisch zum 70. Geburtstag. In: Schweizerische Landwirtschaftliche Monatshefte Jg. 27, 1949, S. 1–3 (m. Bild).
  • Rudolf Koblet: Dr. A. Grisch †. In: Schweizerische Landwirtschaftliche Monatshefte Jg. 30, 1952, S. 45–47 (m. Bild).

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Grisch — Andreas Grisch (* 5. Januar 1879 in Surlej bei Silvaplana (Schweiz); † 6. Februar 1952 in Küsnacht) war ein Schweizer Agrarwissenschaftler. Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Wirken 2 Bücher und Schriften …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Gri — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Silvaplauna — Silvaplana Basisdaten Kanton: Graubünden Bezirk: Maloja …   Deutsch Wikipedia

  • Silvaplana — Basisdaten Staat: Schweiz Kanton …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der bairischen Vornamen — Viele Vornamen haben im Bairischen eine spezifische Kurzform. Vor allem in den ländlichen Regionen werden diese Kurzformen in der gesprochenen Sprache bis heute häufig verwendet. In Dokumenten dagegen findet sich in aller Regel die… …   Deutsch Wikipedia

  • Crap — Crap(s) may refer to: Crap, a slang word for feces, also used to describe something substandard Craps, a casino dice game Crap Grisch, a mountain in the Lepontine Alps, situated near Vals in the canton of Graubünden in Switzerland Crap la Pala, a …   Wikipedia

  • Bairische Namen — Viele Vornamen haben im Bairischen eine spezifische Kurzform. Vor allem in den ländlichen Regionen werden diese Kurzformen in der gesprochenen Sprache bis heute häufig verwendet. In Dokumenten dagegen findet sich in aller Regel die… …   Deutsch Wikipedia

  • Bayrische Namen — Viele Vornamen haben im Bairischen eine spezifische Kurzform. Vor allem in den ländlichen Regionen werden diese Kurzformen in der gesprochenen Sprache bis heute häufig verwendet. In Dokumenten dagegen findet sich in aller Regel die… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der bayrischen Vornamen — Viele Vornamen haben im Bairischen eine spezifische Kurzform. Vor allem in den ländlichen Regionen werden diese Kurzformen in der gesprochenen Sprache bis heute häufig verwendet. In Dokumenten dagegen findet sich in aller Regel die… …   Deutsch Wikipedia

  • Crap — bezeichnet mehrere (räto)romanische Name vieler Berge im Kanton Graubünden in der Schweiz: Crap Grisch, deutsch Grauberg, Berg in den Lepontinischen Alpen bei Vals GR Crap la Pala, Berg bei Lenzerheide Crap Masegn, Berg der Glarner Alpen bei… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”