Kathedrale Krakau
Die Wawel-Kathedrale – Südansicht
Haupteingang
Innenansicht

Die Kathedrale St. Stanislaus und Wenzel in Krakau ist die Bischofskirche des Erzbistums Krakau. Sie steht auf dem Wawel-Hügel.

An der Stelle der heutigen Kirche gab es zwei Vorgängerbauten: die St.-Wenzels-Kathedrale von 1020 (zerstört 1038 durch den tschechischen Fürsten Břetislav) und die 1142 geweihte dreischiffige romanische Kathedrale mit dem Grab des heiligen Bischofs und Märtyrers Stanislaus aus Szczepanów. Dieser Bau fiel 1305 einem Brand zum Opfer; nur die St.-Leonhards-Krypta blieb erhalten. Einige Jahre später begann Bischof Nanker den Bau einer gotischen Kathedrale. Da Krakau bis 1609 Polens Hauptstadt war und am Wawelhügel das Königsschloss stand, diente die Kathedrale zugleich als Hofkirche, und in der Gruft wurden Polens Könige bestattet.

Das Gotteshaus wurde in den folgenden Jahrhunderten mehrfach umgebaut. Rund um die Kirche entstanden Kapellen, darunter die Sigismund-Kapelle von Bartholomeo Berrecci (1533). Im Sigismund-Glockenturm, in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Teil der Befestigungsanlagen erbaut, befindet sich die ehrwürdigste Glocke Polens, „Sigismundus“ genannt. Polens heilige Königin Jadwiga (Hedwig von Polen) wurde 1399 in der Kathedrale bestattet. Im 17. Jahrhundert wurde in der Vierung das Mausoleum des hl. Stanislaus errichtet. Im 18. Jahrhundert wurden Teile des Baus und der Innenausstattung barockisiert. Von 1964 bis 1978 hatte Karol Wojtyła die Krakauer Kathedra inne, der in der Leonhardskrypta 1946 auch seine Primiz gefeiert hatte.

  1. Sigismundus-Glockenturm
  2. Schatzkammer
  3. Czartoryski-Kapelle
  4. Flur
  5. Maciejewski-Kapelle
  6. Lipski-Kapelle
  7. Skotnicki-Kapelle
  8. Zebrzydowski-Kapelle
  9. Sakristei
  10. Gamrat-Kapelle
  11. Marienkapelle
  12. Tomicki-Kapelle
  13. Załuski-Kapelle
  14. Jan-Olbracht-Kapelle
  15. Zadzik-Kapelle
  16. Konarski-Kapelle
  17. Sigismund-Kapelle
  18. Vasa-Kapelle
  19. Szafraniec-Kapelle
  20. Potocki-Kapelle
  21. Heilig-Kreuz-Kapelle
  22. Dreifaltigkeitskapelle
  23. St. Stanislaus-Mausoleum
  24. Hauptaltar

Quelle

  • Michał Rożek, Krakowska katedra na Wawelu. Wydawnictwo św. Stanisława BM Archidiecezji Krakowskiej, Kraków 1989

Weblinks

50.0546419.9354357Koordinaten: 50° 3′ 17″ N, 19° 56′ 8″ O


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