Andreas Heldrich

Andreas Heldrich (* 20. Januar 1935 in Jena; † 31. Oktober 2007 in München) war ein deutscher Rechtswissenschaftler. Er war Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität München von 1994 bis 2002.

Leben

Andreas Heldrich wurde 1935 als Sohn des Juristen Karl Heldrich (1900–1939) in Jena geboren. Er studierte von 1953 bis 1957 Rechtswissenschaft an der LMU und an der Universität London. 1959 wurde er in München zum Dr. jur. promoviert. 1961 legte er seine Zweite Juristische Staatsprüfung ab. 1965 habilitierte er sich, nachdem er zwischenzeitlich als Assistent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg gearbeitet hatte.

Von 1965 bis 1972 war Heldrich ordentlicher Professor am Institut für ausländisches und internationales Privat- und Wirtschaftsrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

1972 wurde er auf den Lehrstuhl am Institut für internationales Recht (heute Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung) der Ludwig-Maximilians-Universität München berufen.

Von 1976 bis 1982 war er Mitglied des Wissenschaftsrates, ab 1979 dessen Vorsitzender. Ab 1987 war er zunächst Vizepräsident, von 1990 bis 1994 Prorektor und von 1994 bis 2002 Rektor der LMU München.

Wirken

Heldrich hat zahlreiche Veröffentlichungen publiziert. Er gehörte zu den Bearbeitern des Kurzkommentars zum Bürgerlichen Gesetzbuch Palandt.

Im Jahr 2000 wurde ihm der Preis „Sprachpanscher des Jahres“ des Vereins Deutsche Sprache für den Vorschlag verliehen, die Fakultäten und Fachbereiche der Universität in Departments umzubenennen.

Für seine Verdienste um die Hochschulorganisation und Hochschulpolitik wurde Heldrich im Jahr 1997 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland geehrt. 2003 wurde er mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Andreas Heldrich war Mitglied der Weiße Rose Stiftung.

Seit 2004 war er Vorsitzender der Stiftung Bayerische Gedenkstätten.

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