Andreas Kessler

Andreas Kesler, auch: Kessler; (* 17. Juli 1595 in Coburg; † 15. Mai 1643 in Coburg) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kessler stammte aus einfachen Verhältnissen. Sein Vater war der Bürger und Schneider Andreas Kessler und seine Mutter Katharina war eine geborenen Schmidt. Zunächst besuchte er die Schulen seiner Heimatstadt und bezog 1610 die Universität Jena. Dort wurde er 1615 Baccalaurus und 1619 Magister der Philosophie. 1619 ging er an die Universität Wittenberg, hielt Privatvorlesungen und wurde 1621 Adjunkt an der philosophischen Fakultät. 1623 kehrte er zurück in seine Vaterstadt und wurde Professor der Logik am Coburger Gymnasium Casimirianum.

1625 erhielt er einen Ruf zum Superintendenten in Eisfeld, er promovierte 1627 in Jena zum Doktor der Theologie und verlor 1632 bei einem militärischen Übergriff der Kroaten in Eisfeld seine Bibliothek bei einem Brand. Im Folgejahr wechselte er als Superintendent und war 1634 Direktor des Gymnasiums in Schweinfurt. 1635 kehrte er zurück nach Coburg und wurde Generalsuperintendent von Coburg.

In dieser Funktion erlitt er bei der Predigt einen Herzschlag und verstarb an den Folgen. Vor allem trat Kessler als Vertreter der lutherischen Orthodoxie gegen die Sozianer auf und verfasste dazu mehrere Streitschriften. Ebenso wendete er sich in der konfessionellen Auseinandersetzung gegen die Vertreter der sogenannten Papisten.

Genealogisch wäre anzumerken, dass er am 11. Januar 1631 in Eisfeld Hedwig Catharina, die Tochter des kursächsischen Rentmeisters Hieronymus Stumpf (genannt Lahr) aus Schleusingen geheiratet hatte. Seine zweite Ehe ging er in Coburg am 10. April 1638 mit Katharina Lucretia, der Tochter des Juristen Christoph Waltz ein. Beide Ehen blieben kinderlos.

Werkauswahl

  • Psychopharmacum pro Evangelicis & Pontificiis, Seelen Artzney, für die ..., 1636
  • Theologia Casuum conscientiae Hodierno cum Primis Tempori Accommodatorum ..., 1658 Online
  • LUTHERTUMB/ gründlicher Bericht/ Erstlich von Desz h.d. Lutheri s. Kirchen ..., 1630
  • Theologia Casuum conscientiae Hodierno cum Primis Tempori Accommodatorum ..., 1658
  • Methodus Häreticos Convertendi. Auszfürlicher Tractat von der Ketzer ...
  • Theologia Casuum Conscientiae Hodierno Cum Primis Tempori Accomodatorum: Das ..., 1658
  • Logicae Photimanae examen, 1621, 1663
  • Physicae Photinianorum examen, Arnstadt 1656
  • Respensio ad L. Foreri bellum ubiquisticum, Jena 1629
  • Metaphysica Photiniana …in gratiam sobrie philosophantium,
  • Prudentia christiana" 1628

Literatur

  • Wetzel: Liederhistorie T. 2, S 32
  • Karl Goedeke, Edmund Goetze: Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen. 1887
  • Leichenpredigt im evangelischen Predigerseminar Wittenberg

Weblinks


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