Andreas Lang (Politiker)

Andreas Lang (* 30. Oktober 1896 in Burggen; † 28. November 1948 ebenda) war Mitbegründer der Christlich-Sozialen Union (CSU) und Mitglied des Bayerischen Landtages

Andreas Lang wuchs auf dem elterlichen Hof auf und arbeitet dort. Zwischenzeitlich war er auch in anderen Gutsbetrieben tätig. 1924 übernahm er das väterliche Anwesen. Zwischen 1920 und 1945 war zudem bei der Raiffeisenkasse Burggen tätig. Als Vorstand einer Milchverwertungsgenossenschaft war er 1929 Bauherr einer neuen Molkerei. Er war Mitglied der Bayerischen Volkspartei (BVP) und deren letzter Bezirksvorsitzender. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 war er vorübergehend in Haft.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er von 1945 bis 1948 Bürgermeister seiner Heimat-Gemeinde. Er wurde zunächst von den Amerikanern eingesetzt, später bei den ersten freien Kommunalwahlen nach der NS-Zeit von den Burggenern gewählt. Er wurde erste Vorsitzende der CSU in Burggen, die am 1. November 1945 gegründet wurde. Sein Stellvertreter im Ortsverband wurde Franz Josef Strauß. Zudem übernahm Lang kurze Zeit später das Amt des stellvertretenden Landrates. Zu der Zeit war der Landrat von Schongau sein Parteifreund Franz Josef Strauß.

Lang war vom 16. Dezember 1946 bis 28. Dezember 1948 Landtagsabgeordneter des Bayerischen Landtages für die Stimmkreise Schongau und Starnberg. Dort war er im Zulassungsausschuss des Milch- und Fettwirtschaftsverband sowie der Vorsitzender des Torfwirtschaftsrat. Er war Mitglied beim Prüfungsausschuss zur Prüfung der Einsprüche nach Art. 6 des Gesetzes zur Siedlungs- und Bodenreform, beim Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft sowie Mitglied beim Besoldungsausschuß.

Im November 1948 starb Lang überraschend. Er wurde in Burggen beigesetzt. An der Trauerfeier nahmen neben dem Redner Franz Josef Strauß, auch der damalige Kultusminister Alois Hundhammer teil. Franz Josef Strauß schrieb als Landrat in einer Traueranzeige: „Der Landrat dankt ihm für die unermüdliche Arbeit seit dem Tag des Zusammenbruchs in einer über seine Kräfte hinausgehenden Pflichterfüllung, daß er selbstlos und tatkräftig im Neuaufbau mitgearbeitet und sich für alle Aufgaben uneigennützig zur Verfügung gestellt hat. Sein Name und sein Beispiel werden in der Geschichte des Landkreises fortleben als Vorbild eines vorbildlichen Bürgermeisters, eines pflichtbewußten Kreistagsmitgliedes, eines stellvertretenden Landrates mit unermüdlicher Hilfsbereitschaft.“[1]

Er war verheiratet und hatte 8 Kinder.

Quelle/Nachweise

Einzelnachweise

  1. Traueranzeige auf der Seite der Gemeinde Burggen (abgerufen am 7. Oktober 2008)

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