Andreas Matthäus

Mathieu André, eigentlich Andreas Matthäus (* 8. Februar 1909 in Wien, Österreich; † 28. August 1979), war ein österreichisch-französischer Fußballspieler.

Karriere

Der Mittelfeldspieler André wurde 1909 als Nachfahre eines französischen Soldaten, der während der Zeit der napoleonischen Kriege in Wien ansässig geworden war, unter dem Namen Andreas Matthäus geboren und wuchs im Wiener Stadtteil Jedlersdorf auf. Fußballerisch wurde er beim SC Nord-Wien 1912 groß, seiner Zeit eine der stärksten Klubs der VAFÖ-Liga. Bereits 1932 nahm er ein Angebot des FC Metz an und ging nach Frankreich, wechselte anschließend zum FC Rouen und machte sich als naturalisierter Franzose auch für die Nationalmannschaft interessant.

In den Jahren 1936 und 1937 absolvierte der Mittelfeldspieler drei Länderspiele für die Equipe Tricolore, darunter am 24. Jänner 1937 das Heimspiel der französischen Elf gegen Österreich im Prinzenparkstadion. André vermochte sich in diesem Match als Mittelfeldmotor in Szene zu setzen und brachte mit guten Vorlagen vor allem seine Vereinskollegen von Rouen, Bernard Antoinette, Roger Rio und Jean Nicolas, mehrmals in aussichtsreiche Position. Besonders sein Zusammenspiel mit Nicolas brachte die Österreicher ein ums andere Mal in Verlegenheit, doch konnte Nicolas, der seine größte Chance bereits in den Anfangsminuten – ebenfalls nach einem Kurzpasszuspiel von André – hatte, keine der Chancen verwerten. Das Spiel endete durch Tore von Stroh und Binder bzw. Novicki mit einer 1:2-Niederlage für Frankreich.

André war der erste gebürtige Österreicher, der in die Nationalmannschaft Frankreichs berufen wurde, fand aber in den 1930er und 1940er Jahren seine "Nachfolger" in Auguste Jordan (16 Spiele zwischen 1938 und 1945), Henri Hiltl (2 Spiele 1940 und 1944), Rodolphe Hiden (1 Spiel 1940) und Edmond Weiskopf vom FC Metz (1 Spiel 1939).

Literatur

  • Fünf Franzosen aus Jedlersdorf in Sport-Zeitung für Sonntag, 28. März 1937
  • Karl Kastler: Fußballsport in Österreich; Trauner Verlag, Linz 1972, ISBN 3-85320-111-3
  • Denis Chaumier: Les Bleus. Tous les joueurs de l'équipe de France de 1904 à nos jours; Larousse, o.O. 2004, ISBN 2-03-505420-6

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Matthäus Andreas Stein — (* 12. Dezember 1776 in Augsburg; † 6. Mai 1842 in Wien) war der Sohn des Orgel und Klavierbauers Johann Andreas Stein und selbst ebenfalls Klavierbauer. Nach dem Tod seines Vaters gründete Matthäus Andreas Stein im Jahr 1794 zunächst gemeinsam… …   Deutsch Wikipedia

  • Andreas Möller — Pas d image ? Cliquez ici. Biographie Nom Andrea …   Wikipédia en Français

  • Matthäus Csák — Matthäus Csák …   Deutsch Wikipedia

  • Andreas Kopke — Andreas Köpke Andreas Köpke …   Wikipédia en Français

  • Andreas Köpke — Situa …   Wikipédia en Français

  • Andreas Brehme — Andreas Brehme …   Wikipédia en Français

  • Andreas Lebeda — (* 1. Februar 1957 in Gmunden) ist ein österreichischer Sänger (Bariton), Pianist, Dirigent und Musikpädagoge (Professor für Gesang an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz). Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Konzerttätigkeit …   Deutsch Wikipedia

  • Andreas Moller — Andreas Möller Andreas Möller Pas d image ? Cliquez ici. Situation actuelle Club actuel retraité …   Wikipédia en Français

  • Matthäus Merian der Jüngere — Matthäus Merian der Jüngere …   Deutsch Wikipedia

  • Matthäus Ratzenberger — (auch: „Ratzeberger“, „Ratzenperger“ oder „Razzeberg“; * 1501 in Ratzenberg damals Hoheitsgebiet von Wangen[1]; † 4. Januar 1559 in Erfurt) war Arzt und Reformator, Freund Luthers und anfangs auch Melanchthons, als Leibarzt mehrerer… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”