Andreas Treichl

Andreas Treichl (* 16. Juni 1952 in Wien) ist ein österreichischer Bankmanager aus der Familie Treichl.

Leben

Treichl besuchte zunächst das Wiener Schottengymnasium. Nach dem Studium der Volkswirtschaft an der Universität Wien war er von 1977 bis 1983 in verschiedenen europäischen und amerikanischen Niederlassungen der Chase Manhattan Bank tätig. Von 1983 bis 1986 war er Bereichsleiter bei der Ersten österreichischen Spar-Casse. Von 1986 bis 1993 war er Vorstandsvorsitzender der Chase Manhattan Bank Austria und von 1993 bis 1994 Vorstandsvorsitzender der Crédit Lyonnais Austria. Von 1994 bis 1997 war er Vorstandsdirektor der Erste österreichischen Spar-Casse. Seit 1997 ist er Generaldirektor der Erste Bank, seit 2008 CEO der Erste Group. Unter seiner Leitung gelang der Umbau der bis dahin rein lokal agierenden Sparkasse zu einer führenden zentraleuropäischen Privatkundenbank und, nachdem die Bank Austria verkauft wurde, zur größten österreichischen Bank.

Andreas Treichl gehörte von 1991 bis 1997 als Finanzreferent dem Bundesparteivorstand der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) an.

Der Erste Bank Generaldirektor Andreas Treichl wurde am 12. November 2007 zum WU-Manager des Jahres gekürt. Im Frühjahr 2008 wurde im Zuge der Diskussion über die Vertretbarkeit von Managergehältern insbesondere auch Treichls im Geschäftsbericht 2004 publiziertes Jahresgehalt in Höhe von € 4,55 Mio bekannt.[1]

Im Juni 2010 war Andreas Treichl Gast bei der 58.Bilderberg-Konferenz in Sitges.[2]

Treichl ist mit Desirée Treichl-Stürgkh verheiratet und hat drei Söhne. Andreas Treichl ist der Sohn von Heinrich Treichl.

Einzelnachweise

  1. Format Online über Treichl's Rekordgage Treichl Rekordgage löst eine Debatte über Managergehälter aus
  2. Rosemarie Schwaiger (5. Juni 2010): 58. "Bilderberg"- Konferenz: Das Geheimnis von Sitges. diepresse.com. Abgerufen am 24. Juli 2011.

Weblinks


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