24/7 The Passion of Life
Filmdaten
Originaltitel: 24/7 The Passion of Life
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 2006
Länge: 115 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 18
Stab
Regie: Roland Reber
Drehbuch: Roland Reber
Mira Gittner
Produktion: Patricia Koch
Marina Anna Eich
Musik: Wolfgang Edelmayer
Kamera: Mira Gittner
Roland Reber
Schnitt: Mira Gittner
Besetzung
  • Marina Anna Eich: Eva
  • Mira Gittner: Lady Maria
  • Christoph Baumann: Dominik
  • Michael Burkhardt: Mike
  • Reinhard Wendt: Elfriede
  • Sabine Krappweis: Alexandra
  • Zoltan Paul: Vater von Eva
  • Jan Lebr: Jan
  • Martin Bayer: Franz
  • Lydia Hippel: Lydia
  • Patricia Koch: Stephanie Evans
  • Anja Schönleben: Esther

24/7 The Passion of Life ist ein deutscher Spielfilm von Roland Reber aus dem Jahr 2006.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die Hotelierstochter Eva (Marina Anna Eich) begegnet zufällig bei einer Motorradpanne der Soziologin Magdalena (Mira Gittner), die als Domina „Lady Maria“ in einem SM-Studio arbeitet. Fasziniert von der bizarren Welt der Lady Maria, feststellend, dass es in ihrer heilen Welt alles gibt außer Lust und Leidenschaft, begibt sich Eva auf die Suche nach ihrer Sexualität, ihrer ureigensten Identität, und beginnt eine Odyssee durch die verborgenen Orte der Lust – Orte, von denen alle so tun, als ob sie nicht existierten und die es doch überall gibt: SM-Studio, Swingerclub, Stripteasebar – eine Suche, die sie auch in Konflikt mit dem Normierungszwang und der Doppelmoral der Gesellschaft bringt.

Lady Maria setzt das Geschehen im Domina-Studio in Beziehung zu Religion – Anbetung, Beichte, Strafe als Akt der Vergebung – ebenso wie zu emotionalen Momenten wie Trösten, Geborgensein und Aussprechen. In einer scheinbar bizarren Welt entsteht eine Wärme für den Menschen mit seinen dunklen Seiten.

Der Film ist trotz des Handlungsortes weniger ein Film über BDSM als über das Ausleben alternativer Lebensvorstellungen. SM-Studio, Swingerclub und Stripteasebar wurden nicht in Filmstudios nachgestellt, sondern die betreffenden Filmszenen wurden an Originalschauplätzen gedreht, jeweils mit tatsächlich dort beteiligten Menschen in den entsprechenden „Nebenrollen“. Der Film ist seit dem 16. Februar 2006 in den deutschen Kinos. Die Macher (Regisseur und Hauptdarsteller) begleiteten den Film zu mehr als 60 Publikumsdiskussionen durch Deutschland und Österreich.[2]

Kritiken

  • „…Im Grunde ist ‚24/7‘ mit seinen Ritualen der Sehnsucht eine komplexe Studie der Einsamkeit. Rebers Film ist eine SM-Oper mit absurd-komischen Szenen und melodramatischen Sequenzen, eine wilde Melange aus Poesie und Obszönitäten, in der das Rotweinklistier neben dem Hessezitat steht und das Domina-Studio zum Mittelding zwischen Hobbykellern und Kathedrale wird. Im Showdown, angesiedelt irgendwo zwischen Jess Franco und Peter Greenaway, werden Katrierung und Ausleuchtung klar: sie gleichen ‚vaginalen‘ Fenstern für eine neue, wiedergeborene Perspektive“ Süddeutsche Zeitung[1]
  • „Der wohl erste deutsche Spielfilm, der sich die Mühe macht, SM so zu zeigen, wie es ist. Wobei es allerdings kein reiner SM-Film ist. Sondern ein Film über den Umgang der Gesellschaft mit Sexualität an sich. Ein Film über Religion, Moral und Doppelmoral. (…) So hat beispielsweise Mira Gittner, die die Domina Maria spielt, vorher eine halbe Woche im SM-Studio als Zweit-Domina assistiert. (…) Manches wirkt auch deshalb echt, weil es wirklich echt ist. So sind viele Nebenrollen mit echten SMern, Swingern und Stripperinnen besetzt, die sich selber spielen.“ schlagzeilen.com[2]
  • „…Ein sehenswerter Film, den man vielleicht nicht mögen muss, aber der einem immerhin zum Nachdenken bewegt. Allzu viele Filme, von denen man das ernsthaft behaupten könnte, gibt es nicht.“ Münchner Merkur[3]
  • „Das Skandalöse an diesem Film ist weniger sein Thema, als seine semi-professionelle Umsetzung, die dann doch wieder alles dem peinlich berührten Gelächter preisgibt.“ br-online.de
  • „In etlichen Szenen hat man den Eindruck, eher einer drittklassigen Daily Soap beizuwohnen als einem ambitionierten Kunstfilm.“ kino-zeit.de
  • „Der Film bemüht sich um einen ehrlichen Einblick in die Schattenseite der deutschen Seele ohne diese ironisch wegzubügeln.“ Dr. Andreas Rost, Förderung von Kunst und Kultur / Kulturreferat, München
  • „24/7 The Passion of Life“ ist eine lyrische Studie über Obsessionen, Einsamkeit und geheime Lust – ein philosophischer, tiefgehender Film. Neue Zeitung für Tirol[4]

Festivals

Hintergründe

  • Die Dreharbeiten fanden im September 2004 u. a. im Studio Bizarradies in München statt.

Quellen

  1. Hans Schifferle, Einsam im Traum, Süddeutsche Zeitung, Feuilleton, 23. Februar 2006
  2. Ein Film über Religion, Moral und Doppelmoral [1]
  3. Münchner Merkur, Kultur, 16. Februar 2006
  4. Neue Zeitung für Tirol, Bizarre neue Welt, Freitag 28. April 2006

Weblinks


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