Andromeda rosmarinifolia
Rosmarinheide
Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Blüte.

Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Blüte.

Systematik
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Asternähnliche (Asterdae)
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Gattung: Andromeda
Art: Rosmarinheide
Wissenschaftlicher Name
Andromeda polifolia
L.

Die Rosmarinheide (Andromeda polifolia, Syn.: Andromeda rosmarinifolia), auch Polei-Gränke, Lavendelheide, Poleirosmarinheide und Sumpfrosmarin genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und wurde zur Blume des Jahres 1991 gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Pflanzenbeschreibung

Die Rosmarinheide ist eine verholzende, immergrüne mehrjährige Pflanze, ein Zwergstrauch, der Wuchshöhen von 15 bis 30 Zentimetern erreicht und unterirdische Ausläufer bildet.

Blattunterseite

Die kurzgestielten, lederartigen, lanzettlichen Blätter haben einen umgerollten Rand und sind auf der Unterseite weißlich. Sie ähneln somit den Blättern des Rosmarin, woher diese Pflanzenart auch ihren Namen hat.

Die Rosmarinheide bildet zwei bis fünf, seltener bis acht nickende, kugelige bis glockige Blüten in einer Schirmtraube. Die eiförmigen und rosafarben bis weißen Kronblätter sind familientypisch miteinander verwachsen. Sie bilden aufrechte, braune, fünffächerige Kapselfrüchte.

Verbreitung

Die Art ist zirkumpolar verbreitet. Die in Nordamerika vorkommende Rosmarinheide wird teilweise als Unterart abgetrennt Andromeda polifolia ssp. glaucophylla.

Die Rosmarinheide ist in Deutschland, in Bayern (besonders Bayrischer Wald, Fichtelgebirge, Rhön), Baden-Württemberg (vor allem Oberschwaben, Schwarzwald), und in norddeutschen Moorgebieten verbreitet. In anderen Gebieten ist sie entsprechend der Seltenheit des Habitats auch selten zu finden.

Standortansprüche

Die Rosmarinheide ist ein Bewohner der Heide- und Regenmoore. Sie ist kalkmeidend und benötigt offene Standorte. Die familientypische Mykorrhiza ermöglicht es Andromeda polifolia auf stark stickstoffarmen Böden, wie es Heiden und Hochmoore sind, zu wachsen. Zur Keimung benötigt sie einen Kältereiz (Kältekeimer) und Licht (Lichtkeimer).

Weiteres

Blätter und Blüten der Polei-Gränke sind giftig. Die meisten Namen der Pflanzen beziehen sich auf die Ähnlichkeit mit anderen Pflanzenarten, so auch das wissenschaftliche Epithet polifolia = „poleiblättrig“, welches mit Polei-Gamander Teucrium polium vergleicht.

Hermann Löns widmete dieser Pflanze sein Gedicht „Verloren“.

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