Klostergrab

Klostergrab
Hrob
Wappen von ????
Hrob (Tschechien)
DEC
Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Ústecký kraj
Bezirk: Teplice
Fläche: 1109 ha
Geographische Lage: 50° 39′ N, 13° 44′ O50.65805555555613.725277777778356Koordinaten: 50° 39′ 29″ N, 13° 43′ 31″ O
Höhe: 356 m n.m.
Einwohner: 2.092 (2. Oktober 2006)
Postleitzahl: 417 04
Struktur
Status: Stadt
Ortsteile: 4
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeister: Zdeněk Bláha
Adresse: U Radnice 234
417 04 Hrob
Website: www.mestohrob.cz
Hrob

Hrob (deutsch Klostergrab) ist eine Stadt mit 2.020 Einwohnern (1. Januar 2004) in Tschechien. Sie liegt in 356 m ü.M. am Südhang der Erzgebirges am Fuße des Bouřňák und gehört dem Okres Teplice an. Unterhalb der Stadt befinden sich zwei künstliche Seen, entstanden nach dem Braunkohleabbau.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das erste Mal erwähnt wurde die Stadt am 6. Mai 1282. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde in der Nähe Silber abgebaut, es entstand ein typisches Bergbaustädtchen. 1458 erhielt Klostergrab das Recht, einen wöchentlichen Markt durchzuführen. 1594 wurde der Marktflecken von Kaiser Rudolf II. zur Bergstadt ernannt. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entdeckte man in der Umgebung der Stadt die Braunkohle und begann mit deren Nutzung. 1580 bestätigte der Papst die Auflösung des Klosters von Dux und Klostergrab erhielt neue Eigentümer. Zu diesem Zeitpunkt nahmen die Einwohner auch das Gedankengut Luthers an. 1609 wurde dann eine protestantische Kirche erbaut, die allerdings 1617 wieder abgerissen werden musste. Durch diesen Abriss kam es in Böhmen zu großen Unruhen, die letztendlich zum Prager Fenstersturz, dem Auslöser des 30-jährigen Krieges, führten. Erst 300 Jahre später wurde im Ort wieder eine evangelische Kirche errichtet. Die Stadt selbst zählte von Anbeginn an zu den Industrieorten. Neben Kohle wurden Steine abgebaut, im Ort gab es eine Glaserei, Bleifabrik, Spinnerei, Mühlen, Sägewerke, Brauerei, Kartonagefabrik, Kieswerke usw.

Ortsteile

Zur Stadt gehören die Ortsteile Křižanov (Krinsdorf), Verneřice (Wernsdorf) und Mlýny (Grundmühlen).

Sehenswürdigkeiten

  • Grundmauern der zerstörten protestantischen Kirche
  • Katholische Kirche der Heiligen Barbara
  • Evangelische Kirche der Auferstehung
  • Barockdenkmäler auf dem Marktplatz
  • Steinbrunnen
  • Kapelle der Jungfrau Maria in Křižanov
  • Historische Eisenbahn von Most nach Moldava
  • Eisenbahnbrücken
  • Bergbaustolln
  • Sägewerk in Mlýny

Persönlichkeiten

  • František Hradec - Chronist
  • František Kühnel-Hrobský - Historiker
  • Karel Lím - Gründer des Vereins der ErzgebirgeTouristik
  • František Höhnel - Historiker

Weblinks


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