Andrův stadion
Andrův stadion
Daten
Ort TschechienTschechien Olomouc, Tschechien
Koordinaten 49° 36′ 0,3″ N, 17° 14′ 54,1″ O49.60007217.248363Koordinaten: 49° 36′ 0,3″ N, 17° 14′ 54,1″ O
Eigentümer SK Sigma Olomouc, a.s.
Eröffnung 1940
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 12.072
Spielfläche 105 × 68
Verein(e)

SK Sigma Olmütz

Das Andrův stadion ist ein Fußballstadion in der mährischen Stadt Olmütz. Der Fußballverein SK Sigma Olmütz trägt hier seit dem Jahr 1969 seine Heimspiele aus. Benannt ist das Stadion nach dem Olmützer Großhändler Josef Ander.

Geschichte

1938 gab der Großhandelskaufmann Josef Ander, Mäzen des SK Olomouc ASO (ASO stand für Ander a syn Olomouc, deutsch: Ander und Sohn, Olmütz) den Bau eines neuen Stadions in Auftrag. Nach zweijähriger Bauzeit wurde das Stadion 1940 mit dem Pokalfinale zwischen Olomouc ASO und dem SK Prostějov eröffnet. Die Kapazität betrug 20.000 Zuschauer. Besonders markant war für damalige Verhältnisse die Stahlbetontribüne. Am Ende des 2. Weltkriegs wurde das Stadion durch deutsche Truppen zerstört. Daraufhin wurde eine provisorische Holztribüne gebaut, die bis 1977 stand. Nach der Auflösung des SK Olomouc ASO im Jahre 1951 diente es der Armeemannschaft Křídla Vlasti Olomouc bis 1955 als Heimspielstätte. 1950 wurde es in Stadion Míru (deutsch: Stadion des Friedens) umbenannt. Der Bau ging in den Besitz der Stadt über und gehörte später kurzzeitig dem Verein Slavoj Zora Olomouc.

In den folgenden Jahren verfiel das Stadion zusehends und stand leer. Erst 1969 wurde es kostenlos an TJ Sigma MŽ Olomouc, den heutigen SK Sigma Olmütz verpachtet. 1974 baute der Verein ein neues Gebäude mit Umkleiden, Büro- sowie Vereinsräumen. Drei Jahre später wurde die Holztribüne abgerissen und an ihre Stelle eine neue Haupttribüne gebaut. Der Aufstieg Sigmas in die 1. Liga machte einen Ausbau notwendig. Zunächst wurde eine Stahlkonstruktion gebaut. 1985 kam eine Tribüne auf der Gegenseite hinzu, so dass das Fassungsvermögen auf 6.000 Zuschauer stieg. 1993 erhielt das inzwischen wieder Andrův stadion benannte Bauwerk eine Flutlichtanlage. 1998 wurden auf der Haupttribüne Sitzschalen installiert, gleichzeitig wurde die Haupttribüne verlängert. Zum UEFA-Pokalspiel gegen Olympique Marseille wurde die neue Südtribune eingeweiht. Die imposante, steile Nordtribüne war zum Intertotopokalfinale 2000 gegen Udinese Calcio fertig. Zuletzt wurden auch die Stehplätze auf der Gegentribüne in Sitzplätze umgewandelt. In der Sommerpause 2006 wurde eine Rasenheizung installiert. Für die nahe Zukunft ist die Überdachung der beiden Hintertortribünen geplant, die Kapazität soll auf etwa 16.000 Plätze steigen. In unmittelbarer Nachbarschaft steht das Spartakiádní stadion.

Struktur

Die Kapazität beträgt 12.072 Sitzplätze. Das Stadion ist einrangig. Die Haupt- (West) und die Gegentribüne (Ost) sind überdacht. Der Gästesektor befindet sich im Sektor O am nördlichen Rand der Gegentribüne (Ost).

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