Andy Bartosh
Andy Bartosh (Wien 2008)
Bartosh mit The Slow Club (Wien 2008)

Andy Bartosh (geb. Andreas Bartosch, * 1959 in Wien) ist ein österreichischer Musiker (Jazz- und Rockgitarrist, Songwriter) und Musikproduzent

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Bartosh erhielt mit dreizehn Jahren seine erste Gitarre. Er erlernte das Gitarrespielen zunächst autodidaktisch und studierte später am Konservatorium der Stadt Wien. Er begann seine Karriere mit der Backyard Bluesband gemeinsam mit Christian Dozzler und nahm in seiner Jugend mit diversen Jazzbands, aber auch mit z.B. Peter Kraus an Tourneen teil. Engagiert wurde er auch von Musikern wie Mick Taylor, Donovan, Louisiana Red u.a. Seit 1986 gehört er zur Jazzcombo Juju (mit Stefan Pelzl, Karl Sayer, Klaus Göhr, Ilse Riedlerl), die mehrere Alben u.a. mit Idris Muhammad (1989) und Ingrid Jensen (1992) vorlegte.

Von 1997 bis 2000 bildete er mit Myriam Filz das Duo Alice in the Fields, mit dem er zahlreiche Konzerte gab, zwei Alben aufnahm und Chart-Platzierungen in Österreich, Russland und Spanien erzielte. 2000 bis 2001 war er Bandleader von F@lco – A Cyber Show, wo unter der Regie von Paulus Manker unter anderem Hansi Lang, André Eisermann, Patricia Simpson und Roman Gregory auftraten. Andy Bartosh ist seit 2002 regelmäßig Musikproduzent der ORF-Castingshows Starmania, Helden von Morgen. Seit Herbst 2005 ist er Gitarrist des Orchesters der ORF-Show Dancing Stars. Des Weiteren hat er einige Filmmusiken komponiert, etwa für Al Capone: The Untouchable Legend (RTL), When Nature Strikes Back: Landslides und Monsoon (National Geographic).

Als Gitarrist arbeitet er bis zum Tod von Hansi Lang auch mit der Gruppe The Slow Club (Hansi Lang, Thomas Rabitsch und Wolfgang Schlögl), die 2006 den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie Jazz/Folk/Blues erhielt. Als Produzent unter anderem für Künstler wie Heli Deinboek, Valerie Sajdik, Cardiac Move, Balis, Alice In The Fields tätig. 2007 veröffentlichte Bartosh das Album Andy Bartosh - ZZ74.

Seine Hauptprojekte sind derzeit Triomobü und Triomobü Quartett, in denen er Gitarre spielt, komponiert, textet und gemeinsam mit Peter Dürr (Gesang) und Markus Perschon (Perkussion) ein Programm mit dem Titel „unartig- mundartig“ präsentiert.

Bartosh betreibt das Tonstudio L.B.A.-Studio, das für Produktion, Mischung und Mastering ausgerichtet ist. Von 1990 bis 1997 leitete er die Jazzabteilung des Prayner Konservatoriums, bis 2010 die des Gustav Mahler Konservatoriums in Wien, wo er Improvisation, Jazztheorie, Stageband und Solistenensemble unterrichtete.

Seit 2011 ist er Geschäftsführer und Direktor des JAM MUSIC LAB- Conservatory for Jazz and Popular Music, ein Konservatorium, welches er gemeinsam mit Marcus Ratka und Joe Valentin leitet.[1]

Diskographische Hinweise)

(Auszug)

  • Andy Bartosh- Radio1 (1993)
  • Andy Bartosh- ZZ74 (2008)
  • Falco- a Cyber Show (2000)
  • Slow Club- Welcome to the Slow Club (2006)
  • Slow Club_ House of sleep (2008)
  • Valerie Sajdik- Picknik (2006)
  • Heli Deinboek- Kalt Warm 81997)
  • Heli deinboek- Dörty (1998)
  • Juju Feat. Idris Muhammad (1989)
  • Juju Feat. Idris Muhammad Tales Of Sysiphus (1992)
  • Juju Southern Sunrise (1996)
  • Juju Sweet Pepper (2006)
  • Paul Urbanek (Funboard (1994)
  • Harri Stojka Music For The People (1995)

Weblinks

 Commons: Andy Bartosh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Jam Music Lab

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