Andy Hertzfeld

Andy Hertzfeld (* 6. April 1953) war führendes Mitglied des ursprünglichen Apple-Entwicklungsteams, manche sehen ihn als Pionier unter den Software-Entwicklern. Seit den Anfängen der Apple Computer, durch Design und Entwicklung bis hin zur Unterstützung von Open Source Software bei der Open Source Applications Foundation hat er dabei mitgewirkt, Computer einfacher und besser bedienbar gemacht.

Hertzfelds Apple-Visitenkarte führte als Berufsbezeichnung „Software Wizard“ (Software-Magier) und er schrieb große Anteile der Macintosh Systemsoftware, unter anderem den Großteil des ROM-Codes, die User Interface Toolbox, und eine Reihe innovativer Komponenten, die heute in vielen GUIs Standard sind, zum Beispiel das Kontrollfeld und Scrapbook.

Apple Silentype Thermodrucker; geöffnet mit Papierrolle

Nach seinem Abschluss 1975 an der Brown University im Fach Computer Science, besuchte Hertzfeld die graduate school in der University of California, Berkeley. 1978 kaufte er einen Apple II Computer und begann bald darauf, Software zu entwickeln. Er wurde bei Apple 1979 als System-Programmierer angestellt und entwickelte den Silentype Drucker und die erste 80-Spalten Karte für den Apple II.

Nach einer Umgestaltung des Apple-II-Teams und auf eigene Bitte wurde Hertzfeld im Februar 1981 vom Apple-Mitgründer Steve Jobs zum kurz zuvor gegründeten Macintosh-Team geholt. Dort arbeitete er für Bud Tribble und Seite an Seite mit Bill Atkinson und Burrell Smith. Hertzfeld wurde einer der führenden Software-Architekten des Mac OS, das durch die Benutzung einer grafischen Benutzeroberfläche als revolutionär angesehen wurde.

Seit er Apple 1984 verließ, hat er drei neue Firmen mitgegründet: Radius (1986), General Magic (1990) und Eazel (1999), wo er half, den Nautilus Dateimanager für die GNOME-Umgebung unter Linux zu entwickeln. Jetzt, mit der Open Source Applications Foundation, arbeitet Hertzfeld in der Richtung, Innovation und die einfache Benutzung auf der Linux-Plattform zu unterstützen.

Anfang 2004 eröffnete er folklore.org, eine Website, die Dutzende von Anekdoten über die Entwicklung des ersten Macintosh enthält. Die Geschichten wurden im Dezember 2004 in einem O'Reilly-Buch veröffentlicht, das den Titel Revolution in the Valley trägt.

Seit August 2005 arbeitet Hertzfeld für Google. Dort ist er hauptverantwortlich für das Benutzerinterface von Google+ [1]

Literatur

Andy Hertzfeld, Revolution in the Valley – The Insanely Great Story of How the Mac Was Made. O’Reilly Associates 2004. ISBN 0-596-00719-1

Weblinks

  • Differnet.com – Andy Hertzfeld’s persönliche Homepage, eine Sammlung von Websites, die er entweder designed oder hosted
  • Folklore.org – Eine Sammlung von Geschichten aus erster Hand über die Anfänge des Macintosh.
  • macnotes.de – Deutsches Interview mit Andy Hertzfeld zum 25-jährigen Jubiläum des Macintosh.

Quellen

  1. Rene Pickhardt: First Impressions of Google+ Usability Reminding of Apple. 30. Juni 2011, abgerufen am 30. Juni 2011 (englisch).

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