Andy Scherrer
Andy Scherrer im Jazzclub Unterfahrt (München 2009)

Andy Scherrer (* 1946 in Brunnadern SG) ist ein Schweizer Jazz-Saxophonist (Tenor, Sopran) und -Pianist.

Leben

Scherrer erhielt mit sieben Jahren Violinunterricht und brachte sich das Saxophonspiel mit 15 Jahren autodidaktisch bei. Daneben spielt er auch weitere Instrumente, wie Klavier und Hammond-Orgel. Er spielte zunächst in Disco-Bands, bevor er am Konservatorium in Basel bei Ivan Roth (klassisches) Saxophon studierte. Im Jazz zählen John Coltrane, Wayne Shorter und Joe Henderson (dem er 2003 eine Hommage widmete auf dem Album „Serenity- Tribute to Joe Henderson“, Unit Records). Seit 1972 arbeitet er als Freelance-Musiker in eigenen Gruppen, aber auch mit dem „Slide Hampton-Joe Haider Orchester“, den „Hot Mallets“ von Isla Eckinger, „Free Bop“ von Billy Brooks, mit Renato Anselmi und den Schweizer Bands „Magog“ um Klaus Koenig und „Cojazz“ (als Pianist). Seit 1991 ist er Mitglied des „Vienna Art Orchestra“. Er spielte u.a. mit Gary Burton, Cedar Walton, Kirk Lightsey, Benny Bailey, Dexter Gordon, Kenny Clarke, Curtis Fuller, Mel Lewis, Abdullah Ibrahim und Adam Taubitz. Neben Auftritten als Saxophonist mit eigenem Quartett (mit dem Pianisten William Evans, Isla Eckinger am Bass und Dré Pallemaerts am Schlagzeug) begleitet er auch Sängerinnen am Klavier. Mit seinem Quartett nahm er neben dem Joe-Henderson-Album auch ein Tribut-Album für Mal Waldron auf („Remember Mal Waldron“, TCB) sowie „Second Step“ (TCB). Zur Zeit besteht das Quartet neben Andy Scherrer aus Oliver Tabeling am Piano, Michael Chylewski am Bass sowie Markus Neuweiler am Schlagzeug.

Seit 1975 unterrichtet er Saxophon an der „Swiss School of Jazz“ in Bern. Zu seinen Schülern zählen Roman Schwaller und Domenic Landolf, mit denen er sich auch "Tenor Battles" lieferte. Gelegentlich tritt er auch mit einem weiteren Schüler, dem Berner Saxofonisten Donat Fisch, in dessen Quartett auf. Scherrer wohnt in Basel.

Weblinks

 Commons: Andy Scherrer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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