Anette Reber

Annette Reber (* 1964 in Berlin; † 13. Januar 2008 ebenda) war eine deutsche Autorin, Regisseurin sowie Dramaturgin. Sie war unter anderem am Deutschen Theater und am Maxim-Gorki-Theater in Berlin tätig.

Die Tochter von Heinz-Florian Oertel studierte in Berlin an der Humboldt-Universität zu Berlin Theaterwissenschaften. 1987 verliess sie die Deutsche Demokratische Republik (DDR) und lebte anschließend in Wien, wo sie neben Theaterwissenschaften auch Kunstwissenschaft und Slawistik studierte. Zum Beginn der 1990er kehrte sie nach Berlin zurück und war bis 2000 unter Thomas Langhoff am Deutschen Theater. Nach dem Intendantenwechsel von Bernd Wilms (* 1940) an das Deutsche Theater ging sie an das Maxim-Gorki-Theater und wirkte dort ab dem Jahr 2001 als Chefdramaturgin. Darüber hinaus arbeitete sie auch als Gastregisseurin am Volkstheater Rostock.

Am Maxim-Gorki-Theater war sie mit Armin Petras an der erfolgreichen Erneuerung und Öffnung des Theaters für neue Formen beteiligt und gestaltete Reihen zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, unter anderem die Werkstatt-Reihe Glaube II über 40 Jahre DDR. Sie setzte sich auch mit dem deutschen Gedenkverhalten auseinander und schrieb darüber hinaus Kinderstücke, die sie in Berlin und Rostock inszenierte.

Im Jahr 2007 gab sie Erinnerungen und Texte des 2006 verstorbenen Schauspielers Eberhard Esche heraus, mit dem sie einen gemeinsamen Sohn Jonathan (* 1998) hat. In zweiter Ehe war sie mit dem Theaterregisseur und früheren Schauspieler am Deutschen Theater Alexander Lang verheiratet.

Sie starb 43jährig am 13. Januar 2008 nach schwerer Krankheit.

Schriften

  • Ein Stolz, der groß ist: letzte Worte / Eberhard Esche. [Hrsg. von Anette Reber]. Berlin : Eulenspiegel-Verlag, 2007. ISBN 978-3-359-01671-7.

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