Anfutter

Das Anfüttern ist ein Begriff aus der Sportfischerei und beschreibt das Locken der anvisierten Beute an den Angelplatz. Oft wird hierfür ein Paniermehl-Gemisch verwendet, das mit Wasser angefeuchtet zu tennisballgroßen Kugeln geknetet wird. Diese sinken zu Grund und zerfallen in feinsten Staub, der die Fische zwar anlockt, aber nicht sättigt.

Daraus leitet sich auch der juristische Begriff des Anfütterns ab. Dies bezeichnet die (wiederholte) Geschenkvergabe an Politiker, ohne dass von diesen (zunächst) eine Gegenleistung erwartet wird[1]. Anfüttern soll mit dem neuen Korruptionsstrafrecht in Österreich unter Strafe gestellt werden, auch in Deutschland wird dies als Bestechung gewertet[2].

Einzelnachweise

  1. [1] Homepage des Innenministeriums Brandenburg: Glossar Antikorruption. Stand 10. Januar 2009.
  2. [2] Meyers Lexikon: Korruption. Stand 10. Januar 2009.

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  • Auffütterung — Auffütterung, 1) (Zimmerm.), die Befestigung von Bretstücken od. Holzspänen auf einer Balkenlage od. an Thürgerüste etc., damit die darauf genagelten Breter eine wag od. senkrechte Linie bilden; 2) (Seew.), beim Kielholen das Anbringen einer… …   Pierer's Universal-Lexikon

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