Angaria Hannover

Angaria ist eine studentische Rudergemeinschaft in Hannover. Kern der Gemeinschaft ist der Rudersport. Gerudert wird auf der Leine und auf der Ihme.

Inhaltsverzeichnis

Der Verein

Weddigenufer

Die Rudergemeinschaft hat ihr Vereinshaus am Weddigenufer 25 in Hannover. Neben zwei Hallen für das Bootsmaterial besteht die Möglichkeit für 12 Studentinnen oder Studenten im Vereinsheim zu wohnen.

Neben der Ruderei bietet ANGARIA eine Menge Veranstaltungen im Laufe eines Jahres. Manche sind vom gesamten Verein organisiert, andere von einigen Mitgliedern. Die Highlights sind: Der "Tanz in den Mai". Eine Party am 30. April; ursprünglich ein Fest für Vereinsmitglieder und deren Freunde; mittlerweile ist es für Hannovers Studenten "die Party" in der Nacht auf den ersten Mai. Das "Radrennen der Ruderer". Deutschlands größtes Vierer Mannschaftszeitfahren mit Schwerpunkt auf der Party bei Angaria am Abend. Der "Klimmzugcontest". Ein Wettbewerb mit Männern in knappen Kleidern und vielen begeisterten weiblichen Fans. ANGARIA ist in die Aktivitas (die Studenten) und die "Altherrenschaft" unterteilt. Diese haben bereits ein abgeschlossenes Studium und haben die Vereinbarung auf eine Lebenslange Mitgliedschaft getroffen, um Studenten während ihrer Studienzeit auch bei der Ruderei zu unterstützen. Seit Herbst 2006 steht den Vereinsportlern ein neuer Kraftraum mit Ruderergometern und Spinning Rädern zur Verfügung.

Sportbetrieb

London Achter 2005

Die Angaria bietet viele Möglichkeiten, (Ruder-) Sport zu betreiben. Neben dem Kraftraum mit Ergometern und Spinningrädern und einigen Watt Musik steht die komplette Palette der olympischen Rennboote für das Training zur Verfügung. Darüber hinaus kann eine ansehnliche Flotte Gigs und Rennboote im allgemeinen Ruderbetrieb genutzt werden. Die Organisation des Trainings geschieht in Eigenarbeit der Aktiven.

Während des ganzen Jahres werden Regatten im In- und Ausland besucht - vom 'Head'in London im Frühjahr über die Hochschulmeisterschaften im Sommer bis zur Studentenregatta in Cannes im Herbst. Zusätzlich kommen noch Starts auf den verschiedenen Studentenregatten oder Trainingslager hinzu. Der Ruderbetrieb findet auf einem sechs Kilometer langen Flußstück von Ihme und Leine statt. Entlang dieser Gewässer können mehrere Rundstrecken 'im Grünen' zum Jogging genutzt werden. Weiterhin ist die Nutzung des hannoverschen Ruderstützpunktes am Stichkanal möglich. Neben dem Rudern wird bei den Angaren noch viel Rad gefahren - nicht zuletzt deswegen findet auch alljährlich im Oktober das Radrennen der Ruderer (Vierer-Mannschaftszeitfahren) statt. Der Sportbetrieb wird von der Altherrenschaft finanziert.

Einige Angaren haben auch schon an Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen teilgenommen. Erster erfolgreicher Olympionik war Gerd Völs, der in Berlin 1936 im Achter die Bronzemedaille gewann. Momentan startet Elke Hipler international in den Farben Deutschlands und möchte nach einem Jahr Pause nochmal die Olympischen Spiele, diesmal Peking 2008, in Angriff nehmen.

Geschichte

Die Angaria Flagge

Gegründet wurde Angaria als "Verein akademischer Radfahrer" im Jahre 1886 als Sportkorporation, einer zu dieser Zeit eher seltene Vereinigung. Die Farben waren schon damals Grün-Weiß-Rot. Ziel des Vereins war es, den Radsport durch Wanderfahrten, Radrennen und gesellige Veranstaltungen zu fördern. Damals war das Fahrrad noch unter dem Namen "Veloziped" bekannt und war für viele eine Neuheit in dem weitestgehend von Pferdewagen, Droschken und Privatequipagen beherrschten Verkehr in der ruhigen Beamtenstadt Hannover.

Als das Fahrrad weitere Verbreitung fand und damit einhergehend dem Verein der Nachwuchs ausging, wurde am 1898 der "Verein akademischer Radfahrer" suspendiert und der "Akademische Fußball-Club", quasi als Nachfolgeorganisation, gegründet und noch im selben Jahr in "Akademischer Ballsportverein" umbenannt.

Im Jahre 1902 wurde der Rudersport offiziell in den Namen aufgenommen. Es erfolgte die Umbenennung in "Akademischer Ruder- und Ballsportverein", kurz ARBV Hannover. Nachdem das Rudern die ballsportlichen Aktivitäten fast völlig verdrängt hatte, wurde der Verein 1906, also 20 Jahre nach Gründung des Vereins akademischer Radfahrer, in "Akademischer Ruder-Verein" (ARV) umbenannt. Seitdem ist die spätere Angaria dem Rudersport treu geblieben.

Ein wichtiges Datum ist der 16. Juli 1927, an dem sich der ARV nach heißen und strittigen Debatten einen neuen Namen gab: Akademische Ruderverbindung "Angaria". Die Angaren als Namensgeber besiegten die Angrivarier, Langobarden und andere germanische Stämme, deren Namen ebenfalls zur Debatte standen.

Weblinks


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