Angelbach (Gemeinde Bad Großpertholz)
Wappen Karte
Wappen von Bad Großpertholz
Bad Großpertholz (Österreich)
DEC
Bad Großpertholz
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Niederösterreich
Politischer Bezirk Gmünd (GD)
Fläche 82,4 km²
Koordinaten 48° 38′ N, 14° 50′ O48.62916666666714.825714Koordinaten: 48° 37′ 45″ N, 14° 49′ 30″ O
Höhe 714 m ü. A.
Einwohner 1.457 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 18 Einwohner je km²
Postleitzahlen 3972 Bad Großpertholz
3973 Karlstift
3922 Watzmanns
Vorwahlen 02857 Bad Großpertholz
02816 Karlstift
02815 Watzmanns
Gemeindekennziffer 3 09 10
AT124
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Bad Großpertholz 138
3972 Bad Großpertholz
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Manfred Artner (ÖVP)
Gemeinderat (2005)
(19 Mitglieder)
13 ÖVP, 6 SPÖ
Lage der Marktgemeinde Bad Großpertholz
Karte

Bad Großpertholz ist eine Marktgemeinde mit 1.566 Einwohnern im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Bad Großpertholz liegt im nordwestlichen Waldviertel in Niederösterreich an der Grenze zu Tschechien. Die Fläche der Marktgemeinde im Freiwald umfasst 82,4 Quadratkilometer. 76,39 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Katastralgemeinden und selbständige Orte (Dörfer) sind Abschlag, Angelbach, Bad Großpertholz (mit Scheiben), Hirschenstein, Karlstift, Mühlbach, Reichenau am Freiwald, Seifritz, Steinbach, Watzmanns und Weikertschlag.

Nachbargemeinden

St. Martin Weitra
Pohorská Ves (CZ) Nachbargemeinden Großschönau
Sandl (OÖ)
Liebenau (OÖ)
Langschlag Groß Gerungs

Geschichte

Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs.

Großpertholz wurde Mitte des 12. Jahrhunderts durch Berthold von Schiefern-Arnstein gegründet, der zum Schutz der Siedlung ein Festes Haus errichtete. Dieses wurde im 17. Jahrhundert zu einem Schloss ausgebaut.

1358 wurde Großpertholz eine eigenständige Pfarre.

Ab dem 17. Jahrhundert erlebte der Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung als Umschlagplatz der in den umliegenden Glashütten erzeugten Produkte. Auch die verbreitete Hausweberei sowie die starke Ausweitung der Holzerzeugung ab dem 19. Jahrhunde sorgten für Einkommen und Beschäftigung.

1902 wurde der südliche Ast der Waldviertler Schmalspurbahnen von Gmünd bis Steinbach - Groß Pertholz eröffnet, das weitere Teilstück bis Groß Gerungs im folgenden Jahr.

Ab dem Zweiten Weltkrieg setzte ein Rückgang der Holzindustrie ein; hinzu kam die Randlage nach dem Ersten Weltkrieg und in verstärktem Maß nach dem Zweiten Weltkrieg. Die resultierende Abwanderung ist an den kontinuierlich abnehmenden Einwohnerzahlen abzulesen (siehe unten: Einwohnerentwicklung).

1965 wurde das erste Kurhaus mit Moorbad eröffnet. Seit 1983 ist die offizielle Bezeichnung der Gemeinde Bad Großpertholz.

1850 konstituierte sich Großpertholz mit den Orten Angelbach, Fischbach, Brennerhof, Holzluß, Rindlberg und Scheiben zur Gemeinde Großpertholz. Eine starke Vergrößerung erfuhr das Gemeindegebiet durch die Eingemeindung von Weikertschlag (samt Steinbach) 1967, Abschlag (samt Seifritz) und Watzmanns (samt Mühlbach) 1970 sowie Karlstift und Reichenau 1971.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1526 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1702 Einwohner, 1981 1782 und im Jahr 1971 2056 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Manfred Artner, Amtsleiter Erwin Artner.

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 6. März 2005 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 13, SPÖ 6, andere keine Sitze.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 63, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 167. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 639. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 43,05 Prozent.

Die Gemeinde liegt an der Vorrangstraße (ehemals Bundesstraße 41) von Gmünd nach Freistadt. Über Nebenstraßen besteht eine Straßenverbindung nach Zwettl.

Der Regelbetrieb auf der Waldviertler Schmalspurbahn wurde Ende Mai 2001 eingestellt; die Strecke wird noch als Museumsbahn touristisch genützt.

Weblinks


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