Angelhoch

Das Angelhoch war eine Erhebung nördlich des Dorfes Olvenstedt bei Magdeburg. Bedeutung erlangte die Erhebung durch ein dort gefundenes Megalithgrab.

Megalithanlage

Im Jahre 1836 grub der Pfarrer des benachbarten Dorfes Ebendorf das auf dem Angelhoch befindliche Megalithgrab aus. Ein von Johann Friedrich Danneil erstellter Grabungsbericht wurde 1838 veröffentlicht. Danach war die Grabkammer der Anlage 9 m lang und 1,25 m breit. Sie bestand aus 17 aufrechtstehenden Granitblöcken. Der Boden war mit Steinen gepflastert. Nach oben hin war die Grabkammer mit großen Deckensteinen abgeschlossen. Zu der Grabkammer führte ein von 8 Steinen umgrenzter Gang, der nach außen mit einem Stein verschlossen war.

Im Inneren der Anlage fanden sich 14 keramische Gefäße der sogenannten Bernburger Kultur. Eines der Gefäße wurde als Trommel bezeichnet.

Lage

Das Angelhoch befand sich nördlich des Dorfes Olvenstedt etwa an der Stelle an der heute die Landstraße von Olvenstedt nach Ebendorf die Autobahn A2 kreuzt. Geographische Lage (geschätzt): 52° 10′ 26″ N, 11° 34′ 14″ O52.1738611.57045Koordinaten: 52° 10′ 26″ N, 11° 34′ 14″ O. Der Name Angelhoch geht auf den Volksstamm der Angeln zurück, denen der Bau des Grabes zugeschrieben wurde.

Im heute zu Magdeburg gehörenden Dorf Olvenstedt war zeitweise auch eine Straße nach dem Angelhoch als Angelhochstraße benannt.

In der näheren Umgebung befinden oder befanden sich noch mehrere prähistorische Anlagen, so auch auf dem Kleinen Silberberg, dem Großen Silberberg und dem Pfahlberg.

Literatur

  • Hans-Joachim Krenzke, Magdeburger Friedhöfe und Begräbnisstätten, 1998

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