Kraftwerk Herne Baukau
Kraftwerk Herne Baukau
Fernwärmeleitungen
Rhein-Herne-Kanal
Kraftwerk Herne bei Nacht

Das Heizkraftwerk Herne ist ein Steinkohlekraftwerk der Evonik Industries, vormals STEAG. Es befindet sich in Baukau, einem Stadtteil von Herne in Nordrhein-Westfalen und beschäftigt rund 250 Mitarbeiter.

Die vier Kraftwerksblöcke haben eine elektrische Leistung von 950 Megawatt. Das Kraftwerk produziert jährlich ca. 5,2 Mrd. kWh Strom (Energiebedarf von ca. 1,3 Mio. Haushalten) und 800 Mio. kWh Fernwärme, die in die Fernwärmeverbundleitung der Fernwärmeschiene Ruhr eingespeist werden. Der jährliche Steinkohleverbrauch beträgt ca. 2,0 Mio. Tonnen. Der jährliche CO2-Ausstoß beträgt laut European Pollutant Emission Register (EPER) 4,51 Mio. Tonnen.

Die Kohlebelieferung erfolgt über den Rhein-Herne-Kanal, aus dem auch das benötigte Kühlwasser entnommen und wieder eingeleitet wird.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ersten beiden Blöcke wurden 1962/63 errichtet und lieferten jeweils 150 MW. 1966 kam Block 3 mit 300 MW hinzu (1987 zur Fernwärmekopplung umgebaut). 1988 wird das Kraftwerk mit einer Rauchgasentschwefelungsanlage nachgerüstet. Ein vierter Block mit 500 MW wurde 1989 hinzugefügt und dient ebenfalls zur Fernwärmeversorgung. Im Zusammenhang mit diesem Neubau entstand auch 1984 der 300 Meter hohe Schornstein und der große Kühlturm (130 m), die gegenwärtig das Bild des Kraftwerks prägen. Der älteste Block 1 wurde im Jahre 2000 stillgelegt, aber noch nicht abgerissen.

Neubau Block 5

Im Herbst 2006 gab der Betreiber (STEAG) bekannt, gemeinsam mit kommunalen Partnern einen fünften Kraftwerksblock mit einer Leistung von 750 MW und einem Nettowirkungsgrad von 45 % zu errichten. Der Bau des 800 Mio. € teuren Projektes sollte im Sommer 2008 beginnen, die Inbetriebnahme des Blocks war für Herbst 2011 vorgesehen. Das Projekt "Herne 5" sah den Bau eines 180 m hohen Kühlturmes vor, über den auch die Rauchgase abgeleitet werden sollten, die Errichtung eines separaten Schornsteins wäre somit nicht notwendig gewesen. Für den Betrieb von Block 5 wären 50 neue Arbeitsplätze entstanden.

Der Bau von "Herne 5" wurde aber bis auf weiteres vom Kraftwerkbetreiber verschoben. Als Grund nennt Evonik den Vorschlag der EU-Kommission, nach dem im Rahmen des Emissionsrechtehandel ab 2012 der Handel mit Kohlendioxid-Zertifikaten auf Neuanlagen ausgeweitet werden soll.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

51.5513888888897.18888888888897Koordinaten: 51° 33′ 5″ N, 7° 11′ 20″ O


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