Angelius Johann Daniel Aepinus

Angelius Johann Daniel Aepinus (* 10. Mai 1718 in Rostock; † wohl 28. Februar 1784[1] in Rostock) war ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer.

Satzreproduktion der Dedikationsseite des Stammbuches Richertz mit den Memorabilien des Angelius Johann Daniel Aepinus

Aepinus wurde geboren als ein Sohn des Rostocker Universitätsprofessors und (späteren) Superintendenten Franz Albert Aepinus (1673-1750) und dessen Frau Agnes, geb. Dörcks (1687–1736), Tochter eines herzoglich mecklenburgischen Kammerrates. Er studierte Theologie und Rechtswissenschaften an den Universitäten Rostock und Jena. 1739 erhielt er den Grad eines Magisters. 1746 wurde er durch Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin an die Rostocker Universität berufen. 1760 wurde er mit der Gründung der Universität Bützow als Professor für Logik und Metaphysik dorthin versetzt und fungierte 1760-1763 als Herausgeber der Bützower Gelehrten Nachrichten. Im Wintersemester 1763/64 war er Rektor der Universität. Im Anschluss daran kehrte er nach Rostock zurück und wurde zum Herzoglichen Hofrat, 1775 zum Geheimen Kanzleirat ernannt.

Angelius selbst ging eine Ehe mit Anna Christiane Eschenbach (1717–1790) ein, aus der drei Kinder hervorgingen, die jedoch frühzeitig starben.[2]

Literatur

  • Günter Camenz: Die Herzoglichen. Friedrichs-Universität und Paedagogium zu Bützow in Mecklenburg 1760-1789, Bützow 2004
  • Wilhelm Lorey: Aepinus. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, S. 91.

Einzelnachweise

  1. Für Aepinus kursieren in der Literatur zahlreiche abweichende Sterbedaten (25. Februar 1784, 28. Februar 1784, 25. April 1784); die Angabe hier (28. Februar) folgt Niklot Klüßendorf In: Biographisches Lexikon für Mecklenburg (1999), S. 14-17. Aepinus' Tod ist kirchenbuchamtlich nicht belegbar. Verbürgt ist nur, dass man ihn am 10. März 1784 in Rostock (St. Jacobi) begraben hat.
  2. Andreas Hentschel: Es gibt keine elendere Stadt. Angelius Aepinus empfand Versetzung nach Bützow als Verbannung/225. Todestag. Mecklenburgmagazin der Schweriner Volkszeitung, 24. April 2009

Weblinks


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