Angelo Jank

Angelo Jank (* 30. Oktober 1868 in München; † 9. Oktober 1940 in München) war ein deutscher Tiermaler, Grafiker und Mitglied der Münchner Secession.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werk

Nach dem Abitur 1888 am Wilhelmsgymnasium München studierte Angelo Jank von 1891 bis 1896 in München an der Akademie der bildenden Künste bei Ludwig von Löfftz und Paul Hoecker und stellte seit 1895 mit der Gruppe G und der Scholle im Münchner Glaspalast aus. 1898 war er erstmals auf einer Ausstellung der Münchner Secession vertreten. Im Herbst 1898 verbrachte er mit Max Feldbauer mehrere Wochen in Harburg. 1899 bis 1907 war er Lehrer an der der Damenakademie der Münchner Künstlerinnen-Vereinigung. 1907 erfolgte ebenfalls an der Damenakademie seine Ernennung zum Professor der Akademie der Bildenden Künste München als Nachfolger von Wilhelm von Diez. Nach der Emeritierung des Tiermalers und Impressionisten Professor Heinrich von Zügel im Jahr 1922 leitete Jank als dessen Nachfolger die Tiermalklasse an der eigentlichen Akademie der Bildenden Künste München. Ende der 1920er Jahre wurde Jank zum 1. Vorsitzenden des Vereins Bildender Künstler München „Secession“ gewählt. In dieser Funktion hatte er auch die Ausstellungsleitung der Münchner Kunstausstellungen im Glaspalast inne.

Er malte insbesondere Pferde und Reiter in Bewegung. Hierbei verwendete er eine flotte impressionistische Technik. Ab 1906 malte er Wandgemälde im Münchner Justizpalast sowie Historienbilder im Reichstagsgebäude. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Erma Bossi, Lothar Dietz, Josef Hengge, Erich Lasse, Franz Xaver Stahl, Karl Gatermann der Jüngere, Berta Katharina Lassen, Fritz Heinsheimer, Karl Friedrich Roth und Paul Stollreither.

Jank war Mitarbeiter an der Münchner Wochenzeitschrift Die Jugend und am Simplicissimus. Er war seit 1904 mit Freiin Anna von Thüngen verheiratet, seine Tochter Ali Jank, geboren 1916, heiratete 1939 Bertram Riedesel Freiherr zu Eisenbach. Er hatte mit der Künstlerin Marie Schnür (1869- ) einen unehelichen Sohn Klaus (* Februar 1906)[1], den Schnür nur erziehen durfte, nachdem sie 1907 eine Scheinehe mit Franz Marc eingegangen war.

Literatur

  • Hans H. Hofstätter: Jugendstil – Graphik und Druckkunst. Eltville 1985. ISBN 3-88102-062-4.
  • Robert Darmstädter: Reclams Künstlerlexikon, Philipp Reclam jun., Stuttgart 1979; ISBN 3-15-010280-4

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Brigitte Salmen, Maria Marc. Leben und Lebenswerk, S. 8 . in: Brigitte Salmen (Hrsg.): Maria Marc im Kreis des „Blauen Reiter“. Ausstellungskatalog, Schloßmuseum Murnau, 2004.

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