Kreis Mettmann
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Kreises Mettmann Deutschlandkarte, Position des Kreises Mettmann hervorgehoben
51.266.97
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Landschaftsverband: Rheinland
Verwaltungssitz: Mettmann
Fläche: 407,1 km²
Einwohner:

495.155 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 1216 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: ME
Kreisschlüssel: 05 1 58
Kreisgliederung: 10 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Düsseldorfer Straße 26
40822 Mettmann
Webpräsenz: www.kreis-mettmann.de
Landrat: Thomas Hendele (CDU)
Lage des Kreises Mettmann in Nordrhein-Westfalen
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
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Der Kreis Mettmann ist ein Kreis im Westen von Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Düsseldorf. Mit einer Bevölkerungsdichte von 1.239 Einwohnern pro km² ist er der am dichtesten besiedelte Kreis in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Nachbarkreise und -städte

Der Kreis Mettmann grenzt im Norden an die kreisfreien Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Essen, im Osten an den Ennepe-Ruhr-Kreis und die kreisfreien Städte Wuppertal und Solingen sowie an den Rheinisch-Bergischen-Kreis, im Süden an die kreisfreien Städte Leverkusen und Köln sowie im Westen an den Rhein-Kreis Neuss und die kreisfreie Stadt Düsseldorf.

Geschichte

In der derzeitigen Ausdehnung und Gliederung existiert der Kreis seit der kommunalen Neugliederung 1975. Seine Ursprünge gehen bis auf den 1816 und wieder 1860 eingerichteten preußischen Kreis Mettmann und davor auf das Amt Mettmann im Herzogtum Berg zurück.

Das heutige Kreisgebiet wurde im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts mehrfach neu gegliedert, war zeitweilig Bestandteil der Kreise Elberfeld, Essen, Düsseldorf, Rhein-Wupper und Düsseldorf-Mettmann und umfasste auch Gebiete im heutigen Ruhrgebiet, so die heutigen südlichen Stadtteile von Duisburg, Mülheim an der Ruhr (Mintard, ehem. Stadtteil von Kettwig) und Essen (ehem. Stadt Kettwig).

Die südlichen Städte des Kreises, Monheim am Rhein und Langenfeld (Rheinland), wurden von dem 1975 aufgelösten Rhein-Wupper-Kreis übernommen.

Städte und Gemeinden

Im Kreis Mettmann gibt es zehn kreisangehörige Gemeinden, die alle den Titel „Stadt“ führen. Die Städte Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Langenfeld (Rhld.), Mettmann, Monheim am Rhein und Wülfrath sind Mittlere kreisangehörige Städte mit 20.000 bis 60.000 Einwohnern. Die zwei Städte Ratingen und Velbert sind Große kreisangehörige Städte mit mehr als 60.000 Einwohnern.

(In Klammer die Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2010[2])

  1. Erkrath (45.963)
  2. Haan (29.149)
  3. Heiligenhaus (26.659)
  4. Hilden (55.441)
  5. Langenfeld (Rheinland) (59.160)
  6. Mettmann (39.300)
  7. Monheim am Rhein (43.063)
  8. Ratingen (91.088)
  9. Velbert (84.033)
  10. Wülfrath (21.299)
Düsseldorf Duisburg Ennepe-Ruhr-Kreis Essen Köln Leverkusen Mülheim an der Ruhr Remscheid Rhein-Erft-Kreis Rhein-Kreis Neuss Rheinisch-Bergischer Kreis Solingen Wuppertal Erkrath Haan Heiligenhaus Hilden Langenfeld (Rheinland) Mettmann Monheim am Rhein Ratingen Velbert WülfrathMunicipalities in ME.svg
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Politik

Kreistag

Der Kreistag des Kreises Mettmann setzt sich seit den Kommunalwahlen 1975 folgendermaßen zusammen:

Kreistag vom Kreis Mettmann: Wähleranteil und Sitze
Wahlperiode
CDU Nordrhein-Westfalen
SPD
Bündnis 90/Die Grünen
FDP
Sonstige Tag
Wähleranteil[3]
VIII: 1975–1984 46,8% 44,6% 8,6% k.A.
IX: 1979–1984 47,4% +0,6 Green Arrow Up.svg 43,7% -0,9 Red Arrow Down.svg 7,9% -0,7 Red Arrow Down.svg 1,0% +1 Green Arrow Up.svg k.A.
X: 1984–1989 44,3% -3,1 Red Arrow Down.svg 38,8% -4,9 Red Arrow Down.svg 9,9% +9,9 Green Arrow Up.svg 6,3% -1,6 Red Arrow Down.svg 0,7% -0,3 Red Arrow Down.svg k.A.
XI: 1989–1994 40,1% -4,2 Red Arrow Down.svg 40,0% +1,2 Green Arrow Up.svg 8,9% -1 Red Arrow Down.svg 8,4% +2,1 Green Arrow Up.svg 2,6% +1,9 Green Arrow Up.svg k.A.
Wähleranteil und Sitze[4]
XII: 1994–1999 42,9% +2,8 Green Arrow Up.svg 30 38,8% -1,2 Red Arrow Down.svg 27 10,6% +1,7 Green Arrow Up.svg 7 5,3% -3,1 Red Arrow Down.svg 3 2,4% -0,2 Red Arrow Down.svg 0 67
XIII: 1999–2004 51,9% +9 Green Arrow Up.svg 34 31,6% -7,2 Red Arrow Down.svg 21 6,9% -3,7 Red Arrow Down.svg 5 5,9% +0,6 Green Arrow Up.svg 4 3,7% +1,3 Green Arrow Up.svg 2 66
XIV: 2004–2009 46,3% -5,6 Red Arrow Down.svg 33 29,3% -2,3 Red Arrow Down.svg 21 10,1% +3,2 Green Arrow Up.svg 7 7,8% +1,9 Green Arrow Up.svg 6 6,3% +2,6 Green Arrow Up.svg 5 72
XV: 2009–2014 41,5% -4,8 Red Arrow Down.svg 33 23,3% -6 Red Arrow Down.svg 19 13,4% +3,3 Green Arrow Up.svg 11 10,6% +2,8 Green Arrow Up.svg 9 11,1% +4,8 Green Arrow Up.svg 8 80

Landräte

Bis 1999 nahm der ehrenamtliche Landrat nur repräsentative Aufgaben wahr, der Hauptverwaltungsbeamte des Kreises war der Oberkreisdirektor (OKD).

Oberkreisdirektoren (bis 1999)

  • 1. August 1959 – 31. März 1978: Günther Nothnick (SPD) (bis 1975 Kreis Düsseldorf-Mettmann)
  • 1. April 1978 – 31. März 1990: Dr. Siegfried Hentschel (CDU)
  • 1. Juni 1990 – 30. September 1999: Robert Wirtz (FDP)

Wahlkreise

Landtagswahlkreise Nordrhein-Westfalen

Vom 28. Mai 1975 bis 1980 (8. Wahlperiode) war der Kreis Mettmann in die drei Wahlkreise Düsseldorf-Mettmann I, II und III (Wahlkreise 060, 061, und 062) eingeteilt.

  • Direktmandate im Wahlkreis Düsseldorf-Mettmann I (Wahlkreis 060)
  • Direktmandate im Wahlkreis Düsseldorf-Mettmann II (Wahlkreis 061)
  • Direktmandate im Wahlkreis Düsseldorf-Mettmann III (Wahlkreis 062)

- Wilhelm Droste (CDU), (in der 9. Wahlperiode im Wahlkreis 042 Mettmann III)

Bundestag

Bis einschließlich der Bundestagswahl 1976 war der Kreis Mettmann in die Wahlkreise Düsseldorf-Mettmann I und II eingeteilt:

  • Wahlkreis 73, Düsseldorf-Mettmann I (mit Mettmann, Erkrath, Haan, Wülfrath, Hilden)
  • Wahlkreis 72, Düsseldorf-Mettmann II (mit Ratingen, Velbert, Heiligenhaus, Kettwig, Amt Angerland, Amt Hubbelrath)

Bei den Bundestagswahlen 1980 bis 1998 war der Kreis Mettmann in die Wahlkreise Mettmann I und II eingeteilt:

  • Wahlkreis 73, Mettmann I (mit Mettmann, Erkrath, Haan, Hilden, Langenfeld, Monheim)
  • Wahlkreis 72, Mettmann II (mit Ratingen, Velbert, Heiligenhaus, Wülfrath)

Bei den Bundestagswahlen seit 2002 ist der Kreis Mettmann in die Wahlkreise Mettmann I und II eingeteilt (keine Veränderungen der Gebiete):

Berufliche Bildung

Der Kreis Mettmann ist Träger von vier Berufskollegs:

Zudem betreibt der Kreis Mettmann ein staatlich anerkanntes Fachseminar für Altenpflege. Daneben gibt es diverse berufliche Bildungsmöglichkeiten einzelner Städte.

Kultur

Auszeichnungen

Kulturpreises Kreis Mettmann

Der Kulturpreis Kreis Mettmann wird seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre in wechselnden Sparten ausgeschrieben und vergeben. Der Preisträger erhält 4.000 Euro.[5][6][7]

Preisträger
  • 2009 Zeichnung: Karin Dörre (Hilden) [8][9][10]
  • 2007: Glaskunst: Uta Majmudar (Haan)
  • 2006: Kleinformatige Steinskulptur: Antjepia Gottschalk (Ratingen)
  • 2004: Aquarell: Nicht vergeben
  • 2003: Keramik: Silvia Roth (Haan)
  • 2002: Lebenswerk: Wolfgang Niederhagen (Haan)
  • 2001: Fotografie: Christian Müller (Düsseldorf / Velbert)
  • 2000: Grafik: Anna Schriever (Mettmann), Ulla Clemens (Ratingen), Uta Clemens (Erkrath) [7]

Jüdische Friedhöfe

Für den Kreis Mettmann sind 9 Jüdische Friedhöfe dokumentiert: in Heiligenhaus (1), in Ratingen (2), in Monheim (1), in Mettmann (1), in Langenfeld (1) und in Velbert (3).[11] Es sind schützenswerte Kulturdenkmäler – steinerne Zeugen für ehemals existierende jüdische Gemeinden und eines regen jüdischen Gemeindelebens bis in die 1930er Jahre.

Wirtschaft

Auszeichnungen

Familienfreundlicher Betrieb im Kreis Mettmann

Der Wettbewerb wurde 2005 im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbes „Erfolgsfaktor Familie 2005“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit durchgeführt, dessen Teilnehmer aus dem Kreis Mettmann automatisch am regionalen Wettbewerb beteiligt waren.

Preisträger

Verkehr

Schiene

Im Schienenpersonennahverkehr verkehren die S-Bahnen S 1, S 6, S 8, S 9, S 28 und S 68 (zeitweise). Die RB 48 hält in Haan und Gruiten.

Heiligenhaus und Monheim sind nicht an den Schienen-Personen-Nahverkehr angeschlossen.

In allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Kreis Mettmann gelten die einheitlichen Preise des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr. In Langenfeld und Monheim gilt für Fahrten in das Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg der VRS-Tarif („kleiner Grenzverkehr“), von Erkrath, Haan und Hilden aus gilt der VRS-Tarif als Übergangstarif bis nach Köln („großer Grenzverkehr“).

Straße

Der Kreis Mettmann liegt verkehrsgünstig zwischen den Ballungsgebieten Ruhr, Düsseldorf und Köln.[13]

Er wird in Nord-Süd-Richtung von der A 3 und der A 59 durchzogen. In West-Ost-Richtung laufen im Norden des Kreises die A 52 und die A 44, sowie die A 535, die Velbert und Wülfrath mit der A 46 in Wuppertal verbindet. Das mittlere Kreisgebiet durchquert die A 46 als Verbindung zwischen der A 1 und der A 3. Die A 542 verbindet die A 59 mit der A 3.

Flugverkehr

Der Flughafen Düsseldorf grenzt im Nordwesten direkt an die Stadt Ratingen und somit an den Kreis Mettmann. Auch der Flughafen Köln/Bonn ist schnell und gut zu erreichen.

Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011.
  3. Ergebnisse aller Wahlen zwischen 1975 und 2004 für den Kreis Mettmann (Nordrhein-Westfalen)
  4. Ergebnisse der Kreistagswahlen 1994 und 1999 (Wähleranteile und Sitze)
  5. http://www.ratinger-news.de/betrifftratingen/weitsicht/5077-kreis-mettmann-lobt-kulturpreis-aus.html
  6. http://www.kreis-mettmann.de/content/lang1/int_478.1794.1_0_.html
  7. a b http://www.kulturpreise.de/web/preise_info.php?ptyp_id=100&preisd_id=7733&kpsid=cffee19d20137019698ad8224ac41f15
  8. http://www.derwesten.de/staedte/velbert/Zeichnungen-sind-gefragt-id352723.html
  9. http://www.kunstaspekte.de/index.php?tid=58764&action=termin
  10. http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/hilden/nachrichten/hildenerin-gewinnt-kulturpreis-1.914263
  11. KREIS METTMANN. In: Übersicht über alle Projekte zur Dokumentation jüdischer Grabinschriften auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Nordrhein-Westfalen. Bearbeiterin: Claudia Pohl.; Fassung: Dezember 2002; hier: Nordrhein - alphabetische Liste
  12. http://www.kreis-mettmann.de/content/lang1/int_413.478.1_0_.html
  13. Amtliche Kreiskarte

Weblinks

 Commons: Kreis Mettmann – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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