Anglo-Österreichische Bank

Die Anglo-Österreichische Bank, kurz Anglobank, war ein 1864 mit teilweise britischem Kapital gegründetes, 1926 von der Creditanstalt übernommenes österreichisches Bankinstitut.

Die Bank nahm vor 1914 eine führende Stellung bei der Finanzierung der böhmischen Braunkohlengewinnung ein (vgl. Ignaz Petschek) und trat als Förderer bei der Gründung der Zeitschrift „Der Österreichische Volkswirt“ auf. 1913 wies das Unternehmen 43 Zweigniederlasssungen auf, nur knapp weniger als der in dieser Hinsicht führende Wiener Bankverein und beinahe doppelt so viel als die erheblich größere Creditanstalt.

Nach dem Ersten Weltkrieg sollte die Anglobank westeuropäisches Kapital ins klein gewordene Österreich bringen, das Vorhaben scheiterte jedoch, es kam zur Fusion des Instituts mit der CA[1].

Einzelnachweise

  1. Eduard März: Österreichische Bankpolitik... S 363f

Literatur

  • Eduard März: Österreichische Bankpolitik in der Zeit der grossen Wende 1913-1923. Am Beispiel der Creditanstalt für Handel und Gewerbe. Oldenbourg Verlag, München 1981, ISBN 3-486-50761-3.

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