Anio Vetus
Anio Vetus
Baujahr 272-269 v. Chr.
Länge 64 km
Quellgebiet Tal des Aniene
südlich von Tivoli
Höhe der Quelle
über NN
280 m
Höhe in Rom 48 m
Querschnitt im
Unterlauf (BxH in m)
0,9x2,3

Der Anio Vetus (benannt nach dem Fluss Aniene, lat. Anio) war eine römische Wasserleitung (Aquädukt) zur Versorgung des antiken Roms.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Anio Vetus auf dem Esquilin

Der Anio Vetus war die zweite Wasserleitung in Rom. Ihre Konstruktion begann 272 v. Chr. und endete 269 v. Chr. Die Censoren Manius Curius Dentatus und Lucius Papirius Praetextatus ordneten den Bau an, der aus der Beute des Sieges gegen Pyrrhus finanziert wurde. Nach dem Tod der beiden Censoren wurde die Wasserleitung von Marcus Fulvius Flaccus vollendet.

Den Namen Anio Vetus (lateinisch vetus „alt“) erhielt die Wasserleitung beim Bau des Anio Novus (novus „neu“) im Jahre 38 n. Chr.

Wasserführung

Für die Wasserversorgung wurde Wasser aus dem Fluss Anio in der Nähe von Tibur entnommen. Die rund 64 km lange Wasserleitung verlief aus strategischen Gründen fast gänzlich unterirdisch. Sie endete zwischen der Porta Esquilina und dem Viminal.

Mehrere Male musste die Wasserleitung repariert werden. Dies geschah insbesondere unter Quintus Marcius Rex im 2. Jahrhundert v. Chr., dann unter Marcus Vipsanius Agrippa im Jahr 33 v. Chr. und unter Kaiser Augustus in den Jahren 11 bis 4 v. Chr.

Nach dem Bau des Anio Novus und den Reformen des Oberaufsehers über die Aquädukte Sextus Iulius Frontinus, die die Qualität des Wassers steigerten, wurde das Wasser des Anio Vetus größtenteils zum Gießen der Gärten verwendet.

Siehe auch

Literatur

  • Samuel Ball Platner, Thomas Ashby: A Topographical Dictionary of Ancient Rome. Oxford University Press, London 1929, S. 12–13 (Online).
  • Lawrence Richardson Jr.: A New Topographical Dictionary of Ancient Rome. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1992, S. 11 (Anio Vetus).

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