Anlagenintensität

Anlagenintensität (Anlagequote) ist das Verhältnis von Anlagevermögen zur Bilanzsumme eines Unternehmens.

Anlagen binden langfristig Kapital und verursachen erhebliche fixe Kosten, wie Abschreibungen, Instandhaltungskosten, Zinskosten u. a., die unabhängig von der Beschäftigungs- und Ertragslage des Unternehmens anfallen. Diese fixen Kosten zwingen das Unternehmen dauernd um volle Auslastung der Kapazität und Absatzsteigerung bestrebt zu sein, damit die festen Kosten des Anlagevermögens auf eine möglichst große Anzahl von Erzeugnissen verteilt und deshalb je Erzeugnis (Stückkosten) möglichst niedrig gehalten werden (Fixkostendegression). Es ist daher verständlich, dass eine hohe Anlagenquote auch die Anpassungsfähigkeit eines Unternehmens an Konjunkturschwankungen sowie Veränderungen in der Nachfrage vermindert. Je geringer die Anlagenquote ist, umso elastischer kann sich ein Unternehmen den veränderten Marktverhältnissen anpassen. Die Anlagenintensität ist daher zugleich ein Maßstab für die Anpassungsfähigkeit oder Flexibilität eines Unternehmens.[1]

  • \mathrm{Anlagenintensit\ddot{a}t} = \frac{\mathrm{Anlageverm\ddot{o}gen}}{\mathrm{Gesamtverm\ddot{o}gen}}
  • \mathrm{Anlagenintensit\ddot{a}t} = \frac{\mathrm{(Anlageverm\ddot{o}gen} + \mathrm{Vorr\ddot{a}te)}}{\mathrm{Gesamtverm\ddot{o}gen}}

Als Gesamtvermögen ist die Bilanzsumme anzusehen (Anlagevermögen + Umlaufvermögen + Rechnungsabgrenzungsposten).[2]

Quelle

  1. Vollmuth, Hilmar, 2002; Taschenguide Kennzahlen; Rudolf Haufe Verlag; Planegg; ISBN 3-448-04867-4
  2. http://www.finanz-lexikon.de/anlagenintensitaet_875.html

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