Anna-Sophianeum
Anna-Sophianeum
Schulform Gymnasium
Gründung 1639
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 8′ 32,6″ N, 10° 57′ 54,6″ O52.14238055555610.965161111111Koordinaten: 52° 8′ 32,6″ N, 10° 57′ 54,6″ O
Träger Landkreis Helmstedt
Schüler 1100 (Stand: November 2010)
Lehrer 65 (Stand: Februar 2009)
Leitung Michael Kluge
Website http://www.anna-sophianeum.de/

Das Anna-Sophianeum ist ein Gymnasium in Schöningen in Niedersachsen.

Chronik des Gymnasiums Anna-Sophianeum

1638 erwarb die braunschweigische Herzoginwitwe Anna Sophia von Brandenburg (1598-1659) das Gebäude „Markt 33“, das heutige Heimatmuseum, um dort eine Lateinschule einzurichten. Ostern 1640 wurde der Schulbetrieb aufgenommen. Von 1717 bis 1747 wurde die Schule von Sigismund Andreas Cuno geleitet.

Am 5. November 1808 wurde das Gymnasium, auch „lateinische” oder „fürstliche Schule” genannt, durch ein Dekret des Königs von Westfalen, Jérôme, den Bruder Napoleons, aufgehoben. Die Schule wurde als Stadtknabenschule weitergeführt, doch eine höhere Schulbildung konnte erst 1842 wieder erreicht werden.

Ab 1842 wurden „Nebenklassen” an der Knaben- und Mädchenschule eingerichtet, in denen befähigte Schülerinnen und Schüler in mehreren Stunden in der Woche Zusatzunterricht in Latein, Englisch und Französisch erhielten. Ab 1883 wurden diese Klassen auch „Selekta” genannt. Die „Nebenklassen” bzw. „Selekta” wurden allmählich von der I. Knabenbürgerschule getrennt und zu einem selbständigen Schulzweig unter dem Namen „Progymnasium“ oder „Realgymnasium“ zusammengefasst.

An Ostern 1890 wurde ein gymnasialer Schulzweig eröffnet. Der gymnasiale Schulzweig umfasste die Klassen Sexta, Quinta, Quarta. Er sollte Schülern den Übergang in die Tertia des Helmstedter Gymnasiums ermöglichen.

Dieser Unterricht des sogenannten Progymnasiums fand von 1890 bis 1882 in den Räumen der städtischen Bürgerschulen statt. Von 1892 bis 1903 befand sich dieser Schulzweig in gemieteten Räumen im Hause Dr. Heinrich-Jasper-Str. 9, und von 1903 bis 1912 im 1. Stock des „Roten Gebäudes” Ecke Schulstraße/ Schützenbahn. 1912 erhielt die Schule ein eigenes Gebäude in der Schützenbahn, das heute als Grundschule genutzt wird. Die Schule heißt jetzt „Städtische Realschule”.

Am 1. September 1910 bekam die Schule einen eigenen Direktor, Dr.Heinrich Hamel, nachdem die Schule von dem Direktor der Bürgerschulen bis dahin mit verwaltet wurde. Am 1. Oktober 1910 wurde die Herzogliche Oberschulkommission vorgesetzte Behörde. Dies wird als das eigentliche Gründungsdatum der Schule gesehen.

Ab 1911 bis 1913 erfolgte ein schrittweiser Ausbau zu einer sechsklassigen Realschule. Die Schule umfasste ab 1913 die Klassen von der Sexta bis zur Prima.

Ostern 1914 verließen vier Schüler nach bestandener Prüfung die sechsklassige Anstalt. Ab 1926 bis 1928 erfolgte der Aufbau einer Oberstufe. Im März 1928 legten zum ersten Mal acht Jungen und ein Mädchen in Schöningen ihre Abitur-Prüfung ab.

1932 wurde die Oberstufe wieder abgebaut, 1934 erfolgte die letzte Abiturprüfung, doch 1937 wurde die Oberstufe wieder aufgebaut. Seit 1938 führte die Schule die Bezeichnung „Städtische Oberschule”. Die erste Abiturprüfung nach Wiedereinführung der Oberstufe fand im Jahr 1939 statt.

1955 wurden die Oberschulen in Gymnasien umbenannt. Zu Ehren der Gründerin der „Hohen Schule”, Markt 33, nennt sich das Schöninger Gymnasium seit 1956 Gymnasium Anna-Sophianeum.

Besonderes

  • Schon früh (ab 1976) wurde an dieser Schule ein Informatikunterricht mit eigenen Computern angeboten.
  • Das Anna-Sophianeum unterhält Kontakte zu vier Partnerschulen in Frankreich, Polen, Finnland und Bulgarien. Es kommt zu einem regelmäßigen Schüleraustausch mit den Partnerschulen.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Anna Sophia von Brandenburg — Anna Sophia von Brandenburg, Herzogin von Braunschweig Lüneburg Anna Sophia von Brandenburg (* 18. März 1598 in Berlin; † 19. Dezember 1659 ebenda) war eine Prinzessin von Brandenburg und durch Heirat Herzogin von Braunschweig Wolfenbüttel …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der ältesten Schulen im deutschsprachigen Raum — Diese Liste führt die ältesten noch bestehenden Schulen im (historischen) deutschsprachigen Raum auf, die im Mittelalter oder in der Frühen Neuzeit gegründet wurden (bis 1800). Es ist zu beachten, dass die Tradition nicht immer lückenlos zu… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum — Diese Liste führt die ältesten noch bestehenden Schulen im deutschen Sprachraum auf, die im Mittelalter oder in der Frühen Neuzeit gegründet wurden (bis 1800). Es ist zu beachten, dass die Tradition nicht immer lückenlos zu belegen ist und die… …   Deutsch Wikipedia

  • Philipp Ludwig Probst von Wendhausen — Philipp Ludwig Probst Philipp Ludwig Probst (* 25. März 1633 in Gandersheim; † 17. November 1718 in Braunschweig), auch Philipp Ludwig Probst von Wendhausen oder Probst von Wendhausen genannt, Grundgelehrter, fürstlich braunschweig lüneburgischer …   Deutsch Wikipedia

  • Probst von Wendhausen — Philipp Ludwig Probst Philipp Ludwig Probst (* 25. März 1633 in Gandersheim; † 17. November 1718 in Braunschweig), auch Philipp Ludwig Probst von Wendhausen oder Probst von Wendhausen genannt, Grundgelehrter, fürstlich braunschweig lüneburgischer …   Deutsch Wikipedia

  • Schöningen — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Schulen in Niedersachsen —  Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder …   Deutsch Wikipedia

  • Sigismund Andreas Cuno — (* 18. April 1675 in Schöningen; † 12. Oktober 1750 in Schöningen) war ein deutscher Pädagoge und Heimatforscher. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Wirken 3 Werke (Auswahl) …   Deutsch Wikipedia

  • Frederick Ulrich, Duke of Brunswick-Lüneburg — Frederick Ulrich (German Friedrich Ulrich, 5 April 1591 – 11 August 1634), Duke of Brunswick Lüneburg, was prince of Wolfenbüttel from 1613 until his death. Frederick Ulrich was a son of Henry Julius, Duke of Brunswick Lüneburg. He studied at the …   Wikipedia

  • Philipp Ludwig Probst — (auch Philipp Ludwig Probst von Wendhausen oder Probst von Wendhausen; * 25. März 1633 in Gandersheim; † 17. November 1718 in Braunschweig) war Grundgelehrter, fürstlich braunschweig lüneburgischer Premierminister, Kanzler und Landsyndikus sowie… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”