Anna Biryukova

Anna Birjukowa, Geburtsname Anna Derewjankina (russisch Анна Бирюкова, engl. Transkription Anna Biryukova * 27. September 1967 in Swerdlowsk) ist eine ehemalige russische Leichtathletin, die bis 1991 für die Sowjetunion antrat. Bei einer Körpergröße von 1,74 m betrug ihr Wettkampfgewicht 60 kg.

Anna Birjukowa begann ihre Karriere im Weitsprung. Sie war 1989 Dritte und 1990 Zweite der Meisterschaften der Sowjetunion. Nachdem im März 1992 ihr Sohn Aleksandr auf die Welt gekommen war, kehrte sie 1993 ins Wettkampfgeschehen zurück, jetzt als Dreispringerin.

Nachdem sie in Bratislava im Juni 1993 14,74 Meter gesprungen war, allerdings mit zu viel Rückenwind, gelang ihr bei der ersten Weltmeisterschaft im Dreisprung 1993 in Stuttgart mit 15,09 Meter ein Weltrekord und der erste Sprung einer Frau über die 15-Meter-Marke überhaupt. Sie gewann damit Gold vor der entthronten Weltrekordhalterin Jolanda Chen (RUS) und Iwa Prandschewa (BUL).

Bei der Halleneuropameisterschaft 1994 gewann Birjukowa mit 14,72 Meter Silber hinter ihrer Landsfrau Inna Lasowskaja. Im Freien gelangen ihr 1994 drei große Siege. Bei der Europameisterschaft in Helsinki gewann sie mit ihrer Saisonbestleistung von 14,89 Meter vor Inna Lasowskaja und Inessa Krawez (UKR). Außerdem gewann sie den Dreisprung beim Weltcup und bei den Goodwill Games.

1995 gelang Anna Birjukowa bei der Weltmeisterschaft mit 15,08 der zweitweiteste Sprung ihrer Karriere. Trotzdem wurde sie nur Dritte, da Inessa Krawez im dritten Versuch mit 15,50 Meter neuen Weltrekord sprang und auch Iwa Prandschewa mit 15,18 Meter der weiteste Sprung ihrer Karriere gelang.

Bei den Olympischen Spielen 1996 verpasste Anna Birjukowa mit 14,19 Meter als 13. der Qualifikation den Endkampf um einen Zentimeter. In der Qualifikation der Weltmeisterschaft 1997 verletzte sich Anna Birjukowa so schwer, dass sie nie wieder in die Weltklasse zurückfand.

Bestleistungen

  • Weitsprung 6,89 Meter (1990)
  • Dreisprung 15,09 Meter (1993)

Literatur

  • Peter Matthews (ed): Athletics 1998, Surbiton 1998 ISBN 1-899807-03-9

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