Anna Franziska Schwarzbach

Anna Franziska Schwarzbach geb. Brockhage (* 21. September 1949 in Rittersgrün) ist eine deutsche Architektin und Bildhauerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Die Tochter des Bildhauers und Formgestalters Hans Brockhage (1925–2009) studierte nach ihrem Abitur an der Bertolt Brecht Oberschule in Schwarzenberg/Erzgeb. Architektur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Selman Selmanagic. Ihr Studium schloss sie 1973 mit Diplom ab und war anschließend von 1973 bis 1975 als Architektin am Berliner Palast der Republik mit Arbeiten am Theatersaal beschäftigt. Von 1975 bis 1979 absolvierte sie ein Abendstudium der Portraitplastik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit 1977 ist sie als freischaffende Bildhauerin tätig.

Anna Franziska Schwarzbach ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst und gehört dem Künstlerkreis der Berliner Medailleure an.

Sie lebt und arbeitet in Berlin, sie ist verheiratet mit dem Restaurator Peter Schwarzbach.

Ihr Arbeitsgebiet reicht von der Kunst im öffentlichen Raum über Skulpturen aus Bronze, Stein, Holz und Eisenguss bis zur Kleinplastik und Medaille. Anna Franziska Schwarzbach beschäftigt sich als einer der wenigen Bildhauer mit dem Eisenguss, der sie besonders fasziniert.

Ebenso ist sie grafisch tätig, dabei pflegt sie neben anderen Drucktechniken besonders die Radierung.

Personalausstellungen

  • 1983 bis 1989: Galerie Sophienstraße 8 Berlin, Galerie Bunte Stube Ahrenshoop, Schloss Oppurg, Galerie Oben Karl-Marx-Stadt, Galerie Rotunde, Altes Museum Berlin, Galerie Silberstein Schwarzenberg mit P. Schwarzbach
  • 1990 bis 1995: Brecht-Haus-Weißensee Berlin mit E. König, Galerie Berliner Grafikpresse mit Wienkowsky, Galerie-ODER-Form Berlin mit Hans Brockhage, Schloss Rheinsberg mit E. König, Galerie NETUSCHIL Darmstadt; Galerie Hintersdorf mit H. D. Sailer, Hofgalerie Bullmann & Wunsch Chemnitz; Kunstgussmuseum Lauchhammer; Rathaus Leonberg; VBK Berlin; ARAG Düsseldorf
  • 1996 bis 1999: Havelberger Dom; Kunsthof Halberstadt; Galerie NETUSCHIL; Alte Völklinger Hütte Saarland; Böll Bibliothek Berlin; Galerie Mite Berlin mit D. Nosky; Kulturforum Villa Oppenheim Berlin; Galerie Himmelreich Magdeburg; Galerie im Kloster Ribnitz Damgarten; GEHAG-Forum Berlin
  • 2000 bis 2004: Magdeburger Dom; Schloss Wolkenburg; Rathaus Fürstenwalde; Galerie Petra Lange Berlin mit Guy Michels; Galerie d´Art du Théatre d´Esch/Alzette Luxemburg; Exhibition of contemporary art from Germany CERN Genf; Botanischer Garten Berlin; Museum der Stadt Zerbst; Galerie Rosenkranz; Schlossbergmuseum Chemnitz; Evangelische Kirche Hückelhoven; Roter Turm Jena
  • 2009/2010: Kunstgießerei Flierl, Berlin[1][2]

Preise

  • 1998 wurde Anna Franziska Schwarzbach mit dem Ernst Rietschel-Preis für Bildhauerei geehrt.
  • 2011 Hilde-Broër-Preis der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst

Werke

Medaillenkunst

  • 2010 Bischofskreuz, Silber und Gold, Evangelische Landeskirche in Mitteldeutschland[3]

Arbeiten im öffentlichen Raum

  • 2010 „Balkentragender Christus“, 2010, Plastik, Bonhoeffer-Kirche Fürstenbrunn[4]

Bildhauersymposien

Literatur/Katalogerwähnungen

  • Anna Franziska Schwarzbach. Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen, Dresden [1999], ISBN 3-930382-42-3.
  • Signifikante Signaturen 2001. 4 x junge Kunst (Jörg Jantke, Hans-Wulf Kunze, Anna Franziska Schwarzbach, Iris Thürmer). Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen, Dresden 2002, ISBN 3-930382-65-2.
  • Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland. Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst.
    • Band 1, 1992: Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland 1988–1991.
    • Band 2, 1994: Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland 1991–1993.
    • Band 4, 1996: Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Die Kunstmedaille in Deutschland 1993-1995, mit Nachträgen seit 1988. ISBN 3-7861-1926-0,
    • Band 10, 1999: Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Die Kunstmedaille in Deutschland 1995–1998. ISBN 3-7861-2329-2,
    • Band 14, 2000: Wolfgang Steguweit (Hrsg.): Die Medaille und Gedenkmünze des 20. Jahrhunderts in Deutschland. ISBN 3-88609-443-X und ISBN 3-7861-2387-X.
  • Eva Wipplinger (Katalog): Medaillenkünstlerinnen in Deutschland : Kreativität in Geschichte und Gegenwart; Staatliche Galerie Moritzburg Halle 15. November 1992 – 21. März 1993; Frauen Museum, Bonn 18. April – 30. Mai 1993. Staatliche Galerie Moritzburg, Halle 1992, ISBN 3-86105-066-8,
  • Europäische Medaillenkunst von der Renaissance bis zur Gegenwart. Wissenschaftszentrum Bonn, 28. September 1995 – 14. Januar 1996; Schlossmuseum Gotha, 24. Februar 1996 – 14. Januar 1996; Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, 24. Juni 1996 – 31. August 1996. Wolfgang Steguweit. Münzkabinett, Berlin 1995, ISBN 3-88609-379-4; Gebr. Mann, Berlin, ISBN 3-7861-1911-2
  • Ulf Dräger, Andrea Stock (Bearbeiter): Die Welt »en miniature« : Deutsche Medaillenkunst heute, 2000 – 2006. Stiftung Moritzburg, Halle 2007, ISBN 978-3-937751-54-2, S. 301–303. (Die Kunstmedaille in Deutschland. Bd. 23) (Anlässlich der Ausstellung Die Welt "en Miniature". Deutsche Medaillenkunst Heute vom 15. Juli bis 7. Oktober 2007 in der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kunstkopf: Anna Franziska Schwarzbach. In: tip Berlin vom 30. Dezember 2009. Kurzinterview.
  2. Ausstellung in der Kunstgießerei Flierl.
  3. EKMD, mit Abbildung. Abgerufen am 4. August 2011.
  4. Bonhhoefer-Haus Friedrichsbrunn, Gedenk- und Begegnungsstätte, mit Abbildungen. Abgerufen am 4. August 2011
  5. Pressemitteilung des MDC Nr. 21, 14. September 2000. Abgerufen am 4. August 2011



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