Anna Sophie Reventlow
Anna Sophie von Reventlow, Königin von Dänemark

Anna Sophie von Reventlow (* 16. April 1693 auf Schloss Clausholm; † 7. Januar 1743 ebenda) war Gemahlin des dänischen Königs Friedrich IV. und von 1721 bis 1730 dänische Königin.

Anna Sophie von Reventlow, eine Tochter des dänischen Kanzlers Conrad von Reventlow und Schwester von Christian Detlev von Reventlow, lernte Friedrich IV. 1711 auf einem Maskenball kennen und verliebte sich in den 22 Jahre älteren Monarchen. Ein Jahr später entführte sie der König und die beiden schlossen 1712 in Skanderborg eine morganatische Ehe. Fortan führte Anna Sophie den Titel Herzogin von Schleswig. Wenige Tage nach dem Tod der Königin Louise schloss sie am 4. April 1721 förmlich die Ehe mit Friedrich IV. und wurde zur Königin gekrönt.

Bis heute ist Anna Sophie Reventlow die einzige dänische Königin, die nicht aus fürstlicher Familie stammte. Die Familie Reventlow gehört zum dänisch-deutschen Uradel.

Die Hochzeit führte zu einem Bruch in der königlichen Familie, Kronprinz Christian verabscheute seine Stiefmutter zutiefst, Prinz Carl und Prinzessin Sophie Hedwig, Geschwister Friedrichs IV., verließen Kopenhagen. Anna Sophies Familie, bekannt unter dem Namen "die Reventlow-Bande", gewann großen politischen Einfluss. Nach dem Tode des Königs 1730 wurde Anna Sophie aus Kopenhagen vertrieben und starb auf ihren Gütern in Clausholm in der Nähe von Randers auf Jütland.



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