Anna Wladimirowna Tschitscherowa
Anna Chicherova bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu

Anna Wladimirowna Tschitscherowa (russisch Анна Владимировна Чичерова, engl. Transkription Anna Chicherova; * 22. April 1982 in Jerewan) ist eine russische Hochspringerin, die sowohl 2007 als auch 2009 Vize-Weltmeisterin und 2011 Weltmeisterin wurde.

1999 wurde sie Jugendweltmeisterin, als sie in Bydgoszcz mit 1,89 m gewann. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2000 in Santiago de Chile gewann Blanka Vlašić mit 1,91 m, Tschitscherowa wurde Vierte mit 1,85 m. 2001 bei den Junioreneuropameisterschaften in Grosseto gewann die Rumänin Ramona Pop mit 1,92 m vor Tschitscherowa mit 1,90 m.

Ihre erste Medaille in der Erwachsenenklasse gewann sie bei den Hallenweltmeisterschaften 2003 in Birmingham. Hinter Kajsa Bergqvist (SWE) und ihrer Landsfrau Jelena Jelessina erhielt sie für 1,99 m Bronze. Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2003 in Paris belegte sie mit 1,95 m den sechsten Rang. 2004 bei den Hallenweltmeisterschaften in Budapest übersprang sie 2,00 m und erhielt Silber hinter Jelena Slessarenko mit 2,04 m. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen übersprang Tschitscherowa 1,96 m und belegte den sechsten Rang.

Bei den Halleneuropameisterschaften 2005 in Madrid gelang Tschitscherowa der einzige Sprung über 2,01 m, sie gewann Gold vor der Spanierin Ruth Beitia mit 1,99 m. In Helsinki bei den Weltmeisterschaften 2005 wurde sie mit 1,96 m Vierte bei gleicher Höhe zur Bronzemedaille von Emma Green. Relativ ungefährdet gewann Tschitscherowa mit 1,90 m Gold bei der Universiade 2005 in Izmir. Daheim in Moskau fanden Anfang 2006 die Hallenweltmeisterschaften statt, aber Tschitscherowa musste wegen Verletzung pausieren. Auch bei den Europameisterschaften 2006 in Göteborg war Tschitscherowa noch nicht wieder in der Form vergangener Jahre; mit 1,95 m wurde sie Siebte.

Bei der Halleneuropameisterschaften 2007 belegte Tschitscherowa mit 1,92 m den siebten Platz. In der Freiluftsaison 2007 fand sie dann zurück zu alter Stärke. In Ōsaka bei den Weltmeisterschaften 2007 sprang sie mit 2,03 m damalige persönliche Bestleistung und gewann Silber hinter Blanka Vlašić.

2008 in Peking startete Tschitscherowa zum zweiten Mal bei Olympischen Spielen. Diesmal sprang sie als eine von vier Athletinnen über zwei Meter, auch die 2,03 m, ihre persönliche Bestleistung, übersprang sie im ersten Versuch, danach scheiterte sie allerdings drei Mal an der Sieghöhe von 2,05 m. Die Goldmedaille gewann überraschend Tia Hellebaut vor der großen Favoritin Blanka Vlašić. Dahinter errang Tschitscherowa die Bronzemedaille.

2011 bei den Weltmeisterschaften in Daegu gewann sie mit 2,03 m überraschend Gold, vor der großen Favoritin Blanka Vlašić,die die gleiche Höhe übersprang. Im selben Jahr hat sie ihre persönliche Bestleistung auf 2,07 m geschraubt, was sie auf den dritten Rang der Bestenliste aller Zeiten bringt.

Anna Tschitscherowa ist 1,80 m groß, wiegt im Wettkampf 56 kg und startet für den ZSKA Moskau.

Literatur

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