26er Ring
Altes Linienschild der mittlerweile eingestellten Ringlinie

Der 26er Ring in Dresden umschließt die Stadtteile Seevorstadt, Wilsdruffer Vorstadt und Pirnaische Vorstadt des Ortsamtsbereiches Altstadt auf südlicher Elbseite und die Innere Neustadt auf der nördlichen. Er stellt die äußere Umfahrung im Innenstadtbereich dar. Sein Umfang beträgt etwa 9 Kilometer. Der Durchmesser liegt bei etwa 3 Kilometer.

Benannt ist der Stadtring nach der erstmals 1909 eingerichteten Ring-Straßenbahnlinie 26, die (mit Unterbrechungen) bis zum Jahr 2000 existierte. Der Begriff 26er Ring ist kein Eigenname, hat sich aber umgangssprachlich erhalten. Am Ring liegen die Fernbahnhöfe Hauptbahnhof und Bahnhof Dresden-Neustadt, der S- und Regionalbahnhof Dresden Mitte und seit 2004 der S-Bahnhof Freiberger Straße. Die Bahnanlagen verlaufen im südlichen und westlichen Teil des Ringes auf einer Gesamtlänge von fast 5 Kilometern parallel zu diesem. Die Elbe überquert der Ring über die Marienbrücke im Westen und die Albertbrücke im Osten. Für den Straßenverkehr wurde in den 1990er Jahren am Hauptbahnhof beziehungsweise Wiener Platz ein Tunnel errichtet, der die wichtige Ein- und Ausfallstraße B 170 niveaufrei kreuzt.

Im einzelnen umfasst der 26er Ring folgende Straßen und Plätze (im Uhrzeigersinn, ausgehend vom Bahnhof Dresden-Neustadt): Antonstraße - Bautzner Straße - Glacisstraße - Rosa-Luxemburg-Platz - Albertbrücke (Elbquerung) - Sachsenplatz - Sachsenallee - Güntzplatz - Güntzstraße - Straßburger Platz - Lennéstraße - Gellertstraße - Wiener Straße - Wiener Platz (mit Tunnel, Zufahrt in genannter Richtung über Sidonienstraße) - Ammonstraße (Tunnel), überirdisch Wiener Platz - Ammonstraße - Könneritzstraße - Marienbrücke (Elbquerung) - Antonstraße.

Die Bedeutung des 26er Rings in der heutigen Infrastruktur ist nicht mehr durchgängig so groß wie noch 1945: Die Innenstadt wird mittlerweile durch besser ausgebaute Straßen durchquert. Alle heutigen Straßenbahnlinien (siehe Dresdner Verkehrsbetriebe) befahren oder durchqueren die Ringstrecke. Diese selbst wird heute abschnittsweise durch die Linien 6 (nördlicher Teil), 13 (östlicher Teil) und 10 (östlicher und südlicher Teil) befahren. Diese Linien sind im Liniennetzplan der Dresdner Verkehrsbetriebe gelb dargestellt.

Von der ursprünglichen Ringstrecke wird nur der 1947 stillgelegte und anschließend ausgebaute Abschnitt auf der Glacisstraße zwischen Bautzner Straße und dem (heutigen) Rosa-Luxemburg-Platz nicht mehr befahren. Für deren Ersatz wurde an der Kreuzung Bautzner Straße / Rothenburger Straße ein Abzweig eingebaut, der heute von der Linie 6 genutzt wird. Der Abschnitt zwischen Hauptbahnhof (Wiener Platz) und Könneritzstraße wurde seit den 1960er Jahren völlig unabhängig vom historischen Straßenverlauf in mehreren Abschnitten auf einen eigenen Bahnkörper entlang der Eisenbahnanlagen verlegt. Der am stärksten befahrene Abschnitt befindet sich zwischen Hauptbahnhof und Lennéplatz bzw. Bahnhof Neustadt und Albertplatz mit je drei Straßenbahnlinien. Zwischen Sachsenallee und Straßburger Platz bzw. Hp. Freiberger Straße und dem Kongresszentrum verkehrt lediglich eine Linie. Auf allen anderen Strecken verkehren zwei Straßenbahnlinien.

Literatur

  • Werner Kreschnak: Geschichte der Dresdner Straßenbahn. 2. Auflage. Verlag Tribüne Berlin, Berlin 1981.

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