Annelise Löffler

Annelise Löffler (* 22. März 1914 in Münster; † 21. Juli 2000 in Köln) war eine deutsche Fotografin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend Annelise Löfflers waren von zwei tragischen Ereignissen überschattet: ihre Mutter starb sehr früh, und 1933 auch ganz überraschend ihr Vater, Prof. Dr. Klemens Löffler, der Gründungsdirektor der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek. In den 1930er Jahren arbeitete Annelise Löffler zunächst als Übersetzerin; 1946 war sie bei der „Bild- und Filmberichterstattung Walter H. Schmitt“ in Köln als Laborantin und Fotografin angestellt und fertigte in dieser Zeit zahlreiche Bühnenaufnahmen an. Später dokumentierte sie viele Jahre lang die Bauten der Kölner Fa. Bauwens.

Neben Sach- und Architekturaufnahmen (z.B. etlichen Serien von Untersichten von Spannbetonbrücken) und einer Fülle von Studien aus dem Alltagsleben liegt der Hauptschwerpunkt ihres fotografischen Schaffens im Bereich des künstlerischen Bühnentanzes. Hier erlangte Annelise Löffler überregionale Bedeutung beispielsweise durch die regelmäßige Dokumentation der jährlichen Internationalen Sommerakademie des Tanzes in Köln. Bereits eine kleine Auswahl der Namen der hier von ihr Fotografierten liest sich wie ein „who's who“ der damaligen Tanzwelt: Alwin Ailey, Sonia Arova, Gerhard Bohner, Trisha Brown, Christopher Bruce, Nina Corti, Anton Dolin, Louis Falco, Gus Giordano, Tatjana Gsovsky, Melissa Hayden, Rosella Hightower, Kurt Jooss, Henning Kronstam, Pearl Lang, Hans van Manen, Matt Mattox, Samy Molcho, George Skibine, Marjorie Tallchief, Glen Tetley, Antony Tudor, José de Udaeta, Yuriko, etc. und belegt zugleich die internationale Bedeutung der Akademie. Dazu u.a. die Choreographischen Wettbewerbe (Reinhild Hoffmann, Susanne Linke, Krisztina Horvath, Marilén Breuker, Eiko und Koma, James Saunders...). Annelise Löffler fotografierte die Aufführungen des Kölner Tanzforums, diverse Gastspiele in Köln, auf ihren Reisen in London, Den Haag, Nancy oder Basel, die jährlichen Essener Tanzpreisverleihungen, die Tagungen der Dt. Akademie des Tanzes usw. und über viele Jahre den Unterricht und die Aufführungen der Kindertanzklassen der international renommiertesten deutschen Kindertanzpädagogin, Gisela Peters-Rohse. Unzählige Abdrucke in Fachbüchern, Tanzzeitschriften und Ballettkalendern belegen ihre Arbeit.

Werke in öffentlichem Besitz

Literatur

  • Ausstellungskatalog: Pas de trois: Annelise Löffler, Anneliese Planken, Wilhelm Gorré. 22. Juni bis 12. August 2001. Deutsches Tanzarchiv Köln, SK Stiftung Kultur und Kulturamt der Stadt Köln, 2001

Weblinks


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