Annette Haller

Annette Haller (* 30. März 1958 in Trier) ist eine deutsche Judaistin.

Nach dem Abitur 1977 in Trier studierte sie an der Universität zu Köln Judaistik, Geschichte und Anglistik. 1991 promovierte sie dort mit einer kommentierten Edition des Protokollbuchs der Jüdischen Gemeinde Trier von 1784 bis 1836. Von 1992 bis 1993 war sie im Verlag Ferdinand Schöningh tätig. Seit 1993 ist sie Leiterin der Bibliothek Germania Judaica in Köln. [1] Sie gehörte der Projektleitung des von 2000 bis 2006 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts Compact Memory zur Digitalisierung jüdischer Periodika an.[2]

2002 gab sie eine Neuauflage des von Bertha Gumprich verfassten Kochbuchs der jüdischen Küche aus dem Jahre 1896 heraus.[3] 2003 veröffentlichte sie eine Monographie über den Jüdischen Friedhof an der Weidegasse in Trier und die mittelalterlichen jüdischen Grabsteine im Rheinischen Landesmuseum Trier.[4]

Für ihre Verdienste um die Bewahrung der Erinnerung an jüdisches Leben erhielt sie 2007 den Hermann-Münzel-Preis des Trier-Forums. [5]

Quellen

  1. Kölner Stadtanzeiger, 18. August 2005
  2. Projektbeschreibung Compact Memory
  3. Weit mehr als „nur“ ein Kochbuch
  4. Grabsteine erzählen vom jüdischen Leben
  5. 16 vor, 4. Juli 2007

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Haller (Familienname) — Haller ist ein Familienname. Der Name geht vermutlich auf den Beruf des Hallers (Salzarbeiter, Salzfrächter; von Hall für Saline) zurück. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in Tirol und der Schweiz. Bekannte Namensträger Inhaltsverzeichnis A B C D …   Deutsch Wikipedia

  • Jüdischer Friedhof Trier — Alter Jüdischer Friedhof in Trier Von der Jüdischen Gemeinde in Trier wurden drei verschiedene Friedhöfe genutzt. Vom mittelalterlichen Friedhof sind nur wenige Grabsteine erhalten. Der Jüdische Friedhof in der Weidegasse wurde zwischen 1620 und… …   Deutsch Wikipedia

  • Jüdische Friedhöfe in Trier — Alter Jüdischer Friedhof in Trier Zwischen Mittelalter und 20. Jahrhundert wurden in Trier drei jüdische Friedhöfe errichtet. Vom mittelalterlichen Friedhof sind nur wenige Grabsteine erhalten. Zwischen 1620 und 1650 wurde der Jüdische Friedhof… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Hal — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Oppenheimsches Kinderhospital — Das Abraham von Oppenheim´sche Kinderhospital in der Buschgasse, Ecke An der Eiche, im Severinsviertel war das erste Kölner Kinderhospital.[1] Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Ende der sozialen Einrichtung 3 …   Deutsch Wikipedia

  • Gumprich — Bertha Gumprich (* 28. Juli 1832 in Nickenich; † 4. August 1901 in Trier) war eine jüdische Köchin und Kochbuchautorin. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werk 3 Literatur 4 …   Deutsch Wikipedia

  • Bertha Gumprich — (* 28. Juli 1832 in Nickenich; † 4. August 1901 in Trier) war eine jüdische Köchin und Kochbuchautorin. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werk 3 Literatur …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Persönlichkeiten der Stadt Trier — Wappen der Stadt Trier Diese Liste enthält die in Trier geborenen Persönlichkeiten sowie solche, die in Trier ihren Wirkungskreis hatten, ohne dort geboren zu sein. Beide Abschnitte sind jeweils chronologisch nach dem Geburtsjahr sortiert. Die… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste berühmter Begräbnisstätten — Inhaltsverzeichnis 1 Ägypten 2 Argentinien 3 Australien 4 Belgien 5 Brasilien 6 Chile 7 …   Deutsch Wikipedia

  • Liste berühmter Friedhöfe — Inhaltsverzeichnis 1 Ägypten 2 Argentinien 3 Australien 4 Belgien 5 Brasilien 6 Chile 7 …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”