Legio XIV Gemina
Legionszeichen der Legio XIIII Gemina in der Notitia Dignitatum
Grabstein des Gnaeus Musius, aquilifer (Adlerträger) der 14. Legion Gemina. Fundort Zahlbach (Mainz), datiert 1. Hälfte des 1. Jahrhunderts.

Die Legio XIV Gemina war eine Legion der römischen Armee.

Sie wurde vielleicht schon von Gaius Iulius Caesar während der Eroberung Galliens aufgestellt, spätestens aber während der Bürgerkriege nach Caesars Tod, wo sie eine der Legionen Octavians, des späteren Augustus, war.

Während der Vorstöße nach Germanien unter Augustus war sie am Rhein stationiert. Sie muss eine der beiden Legionen gewesen sein, die Lucius Nonius Asprenas auf die Nachricht von der Varusschlacht im Jahr 9 n. Chr. vom Mittelrhein aus in Eilmärschen nach Castra Vetera (bei Xanten) führte. Im Jahre 14 n. Chr. wird sie in Mogontiacum (Mainz) erwähnt, als sie als einzige der vier Legionen des Mittelrheines bei der Ablegung des Eides auf Tiberius zögerte (Tacitus, Annalen 1, 37).

43 n. Chr. nahm die Legion unter Claudius an der Eroberung Britanniens teil. Für ihre Rolle bei der Niederschlagung des Boudicca-Aufstands 61/62 n. Chr. erhielt sie die ehrenden Beinamen Martia Victrix. Nach den Bürgerkriegen des Vierkaiserjahres 69 n. Chr. wurde die Legio XIIII wieder in Mainz stationiert. Sie unterstützte den nach kurzer Zeit niedergeschlagenen Aufstand des Statthalters von Germania Superior, Lucius Antonius Saturninus, der sich 89 n. Chr. gegen Domitian erhob.

Die Legion wurde 92 n. Chr. nach Pannonien verlegt, nahm an den Dakerkriegen Trajans teil und bezog danach ein Standlager in Carnuntum, wo sie für drei Jahrhunderte bleiben sollte. Sie nahm an verschiedenen Kriegen und Bürgerkriegen (z. B. auf der Seite des Septimius Severus) teil und verschwand wohl erst beim Zusammenbruch der Donaugrenze um 430 n. Chr.

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