Annie Schmidt-Endres

Annie Schmidt-Endres (* 29. Dezember 1903 in Csatád/Lenauheim, Ungarn, heute Rumänien; † 17. Mai 1977 in Kelheim, Niederbayern) war eine deutsche Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Annie Endres besuchte von 1910 bis 1914 die Volksschule in Lenauheim/Banat und von 1914 bis 1917 eine Klosterschule in Szeged. In dieser Zeit unternahm sie erste dichterische Versuche in ungarischer Sprache. Von 1917 bis 1918 besuchte sie die Schule der Notre-Dame-Schwestern in Temeswar, dann die Handelsschule. Annie Endres verließ die Schule auf Wunsch der Eltern und kehrte nach Lenauheim zurück, wo sie sich der Dichtung und Musik widmete.

1933 begann sie unter dem Pseudonym Lea Walden mit regelmäßigen Veröffentlichungen in den Banater Monatsheften, im Schwäbischen Volkskalender, im Deutschen Genossenschaftskalender und im Hatzfelder Volkskalender. 1935 erschien die erste selbständige Veröffentlichung: „Lieder im Volkston" aus dem Schwäbischen Volksstück „Banater Leben“. 1936 war sie Gründungsmitglied der Werkgemeinschaft Schwäbischer Künstler und Kunstfreunde und las aus ihren Werken bei verschiedenen Veranstaltungen dieses Vereins.

Die Dichterin arbeitete als Bibliothekarin, Beamtin, Pressereferentin des Gesundheitsamtes und vertrat zeitweilig einen Kollegen bei der Banater Deutschen Zeitung in Temesvar. 1940 wurde sie wegen ihrer pazifistischen Haltung aus der Beamtenstelle in Hatzfeld entlassen.

1944 wurde sie in einem Lager in Linz, später in Schwäbisch Gmünd interniert, doch nahm sie nach dem Krieg ihr Werk wieder auf. Der 70. Geburtstag im Jahr 1973 wurde in der schwäbischen Presse mit vielen Grußworten und Gratulationen gefeiert.

Am 17. Mai 1977 starb die Dichterin Annie Schmidt-Endres im Krankenhaus in Kelheim. Sie wurde im Waldfriedhof zur Ruhe gebettet.

Privat

Im Sommer 1927 heiratete Annie Endres den Arzt Dr. Josef Schmidt aus Großjetscha und am 9. Oktober 1928 wurde der gemeinsame Sohn Edwin Günther Schmidt-Endres geboren.

Auszeichnungen und Ehrungen

  • 1929- 1. Preis beim literarischen Wettbewerb Dr. Ludwig Bauers in Werschetz für die Novelle „Frühlingsopfer“.
  • 1930 - Anerkennungspreis für die Novelle „Bauernblut“
  • 1943 - Platzierung beim literarischen Wettbewerb „Volk im Osten“ in Bukarest für Erzählung „Die Magd“
  • 1949 - 1. Preis beim literarischen Wettbewerb für Bühnenstücke des Wiener Schwabenvereins für „De Vetter Matz un die Maturantin“ und 3. Preis für „Sonntag ist Kirchweihfest“
  • 1967 - Kulturpreis des Kreises „Siebenlinden“

Werke

Literatur

  • Bibliographie: Annie-Schmidt-Endres. Hrsg. Hans Vastag. Oswalt Hartmann Verlag 2007

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