Anno (Computerspiel)

Anno ist der Name einer Computerspielserie der Kategorie Wirtschaftssimulation. Es besteht aus den Teilen Anno 1602, Anno 1503 und Anno 1701, die in den Jahren 1998, 2002 und 2006 erschienen sind. Auf der Games Convention 2008 in Leipzig wurde Anno 1404 angekündigt, welches frühestens im April 2009 erscheinen soll.[1] Das Grundprinzip des Spiels besteht darin, Inseln zu besiedeln und deren Einwohner mit immer hochwertigeren Gütern zu versorgen, um deren stetig steigende Bedürfnisse zu stillen. Die klimatisch verschiedenen Eilande spielen dabei die Rolle, durch geschickte Wirtschaftsverknüpfungen für eine breite Vielfalt an Produkten zu sorgen, um die mit den Bedürfnissen steigende Zivilisationsstufen der Untertanen zu gewährleisten und aufrechtzuerhalten. Die insgesamt fünf Zivilisationsstufen unterteilen sich in Pioniere, Siedler, Bürger, Kaufleute und Aristokraten.

Inhaltsverzeichnis

Anno 1602

Anno 1602
Anno 1602
Entwickler: Max Design, Sunflowers
Verleger: Sunflowers
Publikation: 31. März 1998
Plattform(en): PC
Genre: Aufbau-Strategiespiel
Spielmodi: Einzelspieler, Mehrspieler (Internet & LAN)
Steuerung: Tastatur, Maus
Systemminima: 100 MHz CPU
16 MB RAM
2 MB Grafikkarte
30 MB Festplatte
Windows 95 / 98
Medien: 1 CD
Sprache: Deutsch
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 3+


USK:
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Anno 1602 ging aus einem Gemeinschaftsprojekt der österreichischen Firma Max Design und der deutschen Firma Sunflowers hervor. Das Spiel wurde bis zum Januar 2002 über 2 Millionen Mal verkauft und war somit das meistverkaufte deutsche und österreichische Spiel.[2]

Spielweise

Der Spieler wird in das Jahr 1602 zurückgeführt, wo er die Aufgabe hat, eine bisher unerforschte Inselwelt zu entdecken und zu besiedeln. Zu Beginn des Spieles stehen dem Spieler ein Grundkapital, eine geringe Menge Rohstoffe (Holz, Werkzeuge und Nahrungsmittel) sowie ein Segelschiff zur Verfügung. Mit dem Schiff kann er durch die Inselwelt navigieren und die ihm für eine Besiedlung am geeignetsten erscheinende Insel ansteuern und besiedeln.

Im Endlosmodus ist die Inselwelt von einigen Dörfern mit „Ureinwohnern“ besiedelt und je nach eingestellter Schwierigkeitsstufe greifen Piraten den Spieler an, entstehen Brände, vernichten Dürreperioden die Ernte oder rafft die Pest die Menschen dahin. Je nach Geschick des Spielers entwickeln sich die Bewohner seiner Siedlungen von Pionieren über Siedler, Bürger, Kaufleute und letztlich zu Aristokraten hin.

Je nach erreichter Entwicklungsstufe fordern die Einwohner der Städte zusätzlich zu den Waren des Grundbedarfes verschiedene Luxusgüter wie Stoff, Alkohol, Tabak, Gewürze, Kakao, Kleidung und Schmuck. Gleichzeitig ist es zur Erreichung der nächsten Entwicklungsstufe erforderlich, bestimmte teilweise sehr kostenintensive Bauwerke wie Feuerwehr, Wirtshäuser, Schulen, Kirchen, Badehäuser, Arztpraxen, Hochschulen, Theater und Kathedralen zu errichten. Im Gegenzug kann der Spieler umso mehr Steuern einfordern, je weiter die Entwicklung der Einwohner vorangeschritten und je zufriedener die Bevölkerung ist.

Im Spiel werden komplexe ökonomische Zusammenhänge vermittelt. So muss der Spieler ständig folgende Punkte beobachten:

  • Stand des Guthabens (Steuereinnahmen, Erlöse aus Handel, Betriebskosten der eigenen Produktionsanlagen)
  • Zufriedenheit der Bevölkerung (Versorgung mit den benötigten Bedarfs- und Luxusgütern)
  • Entwicklung der Bevölkerungszahl (Versorgung mit Baumaterial, Nahrungsmitteln, Steuerbelastung)

In weiteren Spielstufen, so genannten Kampagnen, kann zusätzlich mit Computergegnern oder Online-Gegnern Handel, Diplomatie und Krieg geführt werden. Die Kriegskomponente im Spiel ist allerdings nicht sehr umfangreich und so detailliert wie der Rest des Spiels, oder gar wie bei Strategiespielen. Das wurde aber vom Hersteller absichtlich so gemacht, da das Spiel hauptsächlich auf Handel und Diplomatie beruhen sollte.

Erweiterungen

Anno 1602 Neue Inseln, Neue Abenteuer - Add-on für Anno 1602 mit Karteneditor (Release: 12. November 1998)

Anno 1602 Im Namen des Königs - Add-on für Anno 1602 (Release: 30. November 1998)

Trivia

Die relativ einfache Codierung der Spielstanddaten führte dazu, dass das Format bereits kurz nach der Veröffentlichung geknackt und der entsprechende Algorithmus öffentlich bekannt war.[3] In Folge dessen entstand eine ganze Flut von Hobby-Editoren, noch bevor die Erweiterung mit dem offiziellen Editor überhaupt erschienen war.

Anno 1503

Anno 1503
Anno 1503
Entwickler: Max Design, Sunflowers
Verleger: Sunflowers
Publikation: 25. Oktober 2002
Plattform(en): PC
Genre: Aufbau-Strategiespiel
Spielmodi: Einzelspieler
Steuerung: Tastatur, Maus
Systemminima: 500 MHz CPU (1,5 GHz empfohlen)
128 MB RAM (256 MB empfohlen)
32 MB Grafikkarte (64 MB empfohlen)
DirectX® 8.1 oder höher
1,3 GB Festplatte
4x DVD/CD-ROM-Laufwerk
Windows 98/ 2000/ ME/ XP
Medien: 2 CDs
Sprache: Deutsch
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 3+


USK:
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Anno 1503 hat die gleiche Spielidee und den Aufbau wie der Vorgänger. Die Grafik ist detaillierter und die Wirtschaftskreisläufe sind komplexer.

Spielweise

Bei Anno 1503 gibt es keine Steuern mehr, dagegen verdient der Spieler nun unmittelbar an den Waren, die er seinen Bewohnern über Marktstände zur Verfügung stellt. Der Preis für die Bedarfsgüter an den Marktständen kann nur durch diverse Cheats festgelegt werden.

Die Piraten haben meistens feste Siedlungen, die häufig durch Türme bewacht werden. Piraten können Schutzgeld verlangen, das sich in der Höhe nach dem Vermögen des Spielers richtet. Unbewaffnete Schiffe können sich durch Hissen der weißen Flagge gegen Beschuss durch die Piraten schützen, werden im Gegenzug jedoch gelegentlich ausgeraubt.

Die fliegenden Händler, die Venezianer, können nun wie auch die Ureinwohner eine eigene Insel besitzen. Mit anderen Ureinwohnern kann man Tauschhandel treiben, indem man einen Scout zu den Markthaupthäusern der Ureinwohner schickt. Als einzige Ausnahme gelten die Venezianer und die Piraten, die auch Schiffe besitzen und Kaufhandel betreiben.

Die Spieler können untereinander Militärbündnisse schließen, was die Vertragspartner dazu verpflichtet, sich im Falle eines Krieges gegenseitig zu unterstützen; dies gilt allerdings nur, wenn man auf der eigenen Insel angegriffen wird.

Im Intro-Film des Spiels stellten die wichtigsten Entwickler sich selbst mit den Figuren dar.

Anno 1503 Schätze, Monster und Piraten (Erweiterung)

Erweiterung von Anno 1503, bei der weitere Gebäude, unter anderem ein Kanonenturm und ein Amtsgericht, sowie weitere Grafikeffekte, Tiere und Naturkatastrophen hinzugekommen sind. Weiter wurden zwölf neue Einzelspielerszenarien in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und drei neue Endlosspiele mit neuen Spielelementen hinzugefügt. Das Entern von gegnerischen Schiffen wird möglich gemacht und ab sofort tauchen Räuber in der Siedlung auf, die die Bewohner berauben und mit dem Bau eines Galgens abgeschreckt werden. Es kann zu Aufständen kommen. Eine weitere Funktion ist der Statistikscreen, der den Spieler informiert, ob seine Stadt langfristig mit genügend Verbrauchsgütern versorgt wird. Zur Enttäuschung der Fans wurden keine neuen Produktionsketten geschaffen und auch im Allgemeinen wurde das Add-on als ziemlich dürftig empfunden, was einige Fans zu der Aussage verleitete, es sei nichts anderes als ein teuer bezahlter Patch.

Anno 1503 und der Mehrspieler-Modus

Anno 1503 sollte einen Mehrspieler-Modus haben, der aufgrund umfangreicher Designfehler und daraus resultierenden technischen Problemen allerdings niemals offiziell verfügbar war. Herbe Kritik mussten die Entwickler diesbezüglich vor allem deshalb einstecken, weil unmittelbar nach Erscheinen des Spieles das kostenlose Nachrüsten eines funktionsfähigen Mehrspieler-Modus zugesichert wurde. Nach über einem Jahr Entwicklungsarbeit wurden die Arbeiten am Mehrspieler-Modus dann aber eingestellt. Ursprünglich gaben die Entwickler der Mehrspieler-API von DirectX, DirectPlay, die Schuld. Diese sei angeblich dem hohen Datenaufkommen von Anno 1503 nicht gewachsen. Daraufhin wurde eine eigene Multiplayer-Engine entwickelt, doch auch dies scheiterte. Ein Entwicklungsstand des Mehrspieler-Modus ist allerdings im Add-On „Monster, Schätze und Piraten“ enthalten, ein weiterer in der Computer-Bild-Spiele (CBS) Fassung, und kann mit einigen Handgriffen freigeschaltet werden. Auch in der von Ubisoft neu aufgelegten Königsedition (Exclusiv Goldedition) ist der Multiplayer enthalten und kann freigeschaltet werden.

Brettspiel

Hauptartikel siehe Anno 1503 (Brettspiel)

Zu dem Anno Merchandise gibt es ein Brettspiel von Klaus Teuber mit dem Namen Anno 1503 und der Erweiterung Anno 1503 - Aristokraten und Piraten. Das Spielprinzip orientiert sich dabei weitestgehend an dem seines Computer-Vorbildes.[4]

Anno 1701

Anno 1701
Anno 1701
Entwickler: Related Designs
Verleger: Sunflowers
Publikation: 26. Oktober 2006
Plattform(en): PC,Nintendo DS
Genre: Aufbau-Strategiespiel
Spielmodi: Einzelspieler, Mehrspieler (bis zu 4 Spieler; Internet & LAN)
Steuerung: Tastatur, Maus
Systemminima: Pentium®IV 2,2 GHz CPU (3+ GHz empfohlen)
512 MB RAM (1 GB empfohlen
64MB Grafikkarte(256 MB Shader2 empfohlen)
3 GB freie Festplatte
DirectX® 9.0c oder höher
4x DVD-ROM-Laufwerk
Windows XP / 2000
Medien: 1 DVD / 2 CDs
Sprache: Deutsch, Englisch, Französisch
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 3+


USK:
Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Anno 1701 wurde, im Gegensatz zu seinen Vorgängern, von der Firma Related Designs entwickelt. Als erster Teil der Serie wird das Spiel mit 3D-Grafik dargestellt, wogegen die Vorgänger nur eine zweidimensionale, isometrische Ansicht boten. Eine weitere technische Veränderung ist die Tonausgabe, die nun in Dolby-Digital-5.1-Qualität erzeugt wird. Auch ist wieder ein Multiplayermodus im Spiel integriert. Um die Qualität des Spiels zu sichern, wurde eine Umfrage gestartet, in der Anhänger des Spiels ihre Wünsche und Anregungen abgeben konnten. Die Ergebnisse trugen zur Entwicklung des Spieles bei. Anno 1701 ist am 26. Oktober 2006 erschienen. Im Gegensatz zu früheren Anno-Spielen ist keine Kampagne enthalten, stattdessen sind im Endlosspiel Ziele wählbar. Für bestimmte Leistungen, etwa den Abschluss der zehn Szenarien oder das Erreichen einer bestimmten Spielzeit, werden darüber hinaus Medaillen vergeben.[5] Zudem gibt es von Anno 1701 eine Umsetzung für den Nintendo DS, diese entspricht spielmechanisch nicht exakt der PC-Version, insbesondere wurde der Handelspart und der militärische Aspekt des Spiels leicht vereinfacht.[6]

Related Designs konzentrierte sich in der Entwicklungsphase auch auf die Umsetzung eines Java ME-Handyspiels mit dem Namen Anno mobile. Mit diesem können in einer Reihe von Geschicklichkeitsspielen Bonus-Taler erwirtschaftet werden, die dann in das PC-Spiel geladen werden können. So können bestimmte Waren gleich zu Beginn des Spiels erworben und für den Spieler hinterlegt werden.

Spielweise

Der Anfang besteht darin, für sich eine passende Insel zu finden, auf der man sein Kontor bauen möchte. Die Stellen, an denen dies möglich ist, werden durch Sandküsten klar gekennzeichnet. Um sein Kontor herum kann man in einem bestimmten Einzugsradius Gebäude errichten.

Manche Inseln können bereits von Eingeborenen oder Piraten besiedelt sein, weshalb man auf diesen kein Kontor errichten kann. Während die Eingeborenen verschiedene einzigartige Waren (Elfenbein, Jade, Pelze, Talismane) zum Handel anbieten, sind die Piraten in der Regel weniger friedlich gestimmt. In den bisherigen Teilen der Spielreihe war es allerdings auch möglich, mit den Piraten Handel zu treiben. Im neuesten Teil ist dies nur möglich, wenn man sich durch geschicktes Verhalten einen guten Ruf bei den Freibeutern erspielt. Zwangsläufig wird dadurch der Ruf bei einigen der anderen Mitspielern schlechter.

Verschiedene Tiere, von Adlern über Füchse bis hin zu Zebras und Elefanten, bevölkern die Inselwelt. Viele Tiere können gejagt und zu Nahrung verarbeitet werden. In den Siedlungen leben Haustiere wie Katzen und Hunde. Geht es den Leuten schlecht, kann es zum Aufstand und zur Brandstiftung kommen. Außerdem kann zufallsgesteuert die Pest um sich greifen oder eine Rattenplage die Siedlung heimsuchen, falls zu viele Waren ungenutzt gelagert werden. Dies ist vor allem in späteren Spielphasen in größeren Siedlungen der Fall.

Die Grenzen des eigenen Reiches auf einer Insel werden durch das Bauen von Markthäusern erweitert. Ein neues Spielelement in Anno 1701 ist das Dorfzentrum:

  • Eine Statue in Form eines Ritters, die Rückmeldung über das Wohlbefinden des Volkes gibt. Glänzt sie golden und streckt das Schwert empor, so ist das Volk zufrieden, senkt sie dagegen das Schwert, ist das Volk unzufrieden, was es zusätzlich durch Protest und Brandstiftung ausdrückt. Das Aussehen der Statue beziehungsweise der Gemütszustand der Einwohner lässt sich auch direkt über die Steuern beeinflussen.
  • Im Spielverlauf werden besondere Staatsgäste (wie z. B. ein Musikantenzug, Erfinder oder Schmied) im Dorfzentrum verweilen. Sie nehmen direkten Einfluss auf das Spiel, indem sie z.B. die Zufriedenheit steigern, Forschungen beschleunigen oder einen wichtigen Lagervorrat auffüllen. Die Staatsgäste tauchen normalerweise nur einmal pro Spiel und Insel (mit Dorfzentrum) auf, können aber später noch einmal eingeladen werden.
  • Das Dorfzentrum ist zudem notwendig, um das Bedürfnis „Gemeinschaft“ zu decken, weswegen Wohnhäuser nur in der Nähe eines Dorfzentrums gebaut werden sollten, ansonsten werden die Bewohner unzufrieden und die Wohnhäuser verfallen zu Ruinen.

Im Gegensatz zu Anno 1503 werden wieder direkt Steuern erhoben. Der Spieler verdient nicht mehr am Verkauf der Waren durch Marktstände (wobei man den Warenwert in Anno 1503 nicht selbst definieren konnte). Ein Hilfemodus erleichtert Einsteigern den Einstieg in die Anno-Welt, fortgeschrittene Nutzer können diesen Modus allerdings auch abschalten. Bei der Zahl der Produktionsketten haben die Entwickler auf ein Mittelmaß zwischen Anno 1503 und Anno 1602 geachtet. So bietet Anno 1701 zwar neue Produktionswege und neue Waren, ist aber nicht mehr ganz so komplex wie der Vorgänger Anno 1503.

Die vorhandenen Rohstoffe einer Insel sind von Anfang an bekannt, sobald die Insel gesichtet wird oder auf der Karte verzeichnet ist. Auch die Erz-, Gesteins- und Goldvorkommen sind gleich sichtbar. Jeder Eingeborenenstamm besitzt einen Hafen, wodurch der Handel nun direkt möglich ist. Den Scout, der im Vorgänger für all diese Aufgaben verantwortlich war, gibt es in Anno 1701 nicht mehr.

Um das Stadtbild authentischer und realer zu gestalten, kann man die Weiterentwicklung für jedes Haus selbst an- oder abschalten und so etwa Armen- und Reichenviertel schaffen. Verschiedene neue Eigenschaften wurden in das Spiel integriert, um den Spielern der Vorgänger ein neues Spielerlebnis zu bieten. So gibt es jetzt ein optional zuschaltbares Subquest-System. Der freie Händler stellt somit dem Spieler im Verlauf einer Partie verschiedene Aufgaben, deren Schwierigkeitsgrade sich an den Fortschritt des Spielers anpassen und nützliche Belohnungen einbringen. Im Mehrspielerteil des Spieles werden die Aufgaben allen Spielern gestellt und nur derjenige, der die Aufgabe als Erster erfüllt, bekommt die Belohnung. Eine solche Aufgabe besteht zum Beispiel darin, eine bestimmte Anzahl Waren zu liefern oder ein bestimmtes Piratenschiff zu versenken. Der Erfüllungsort wird auf der Karte mit einem roten Kreis markiert und ist im Spiel durch eine sich drehende Schatztruhe sichtbar. Die Belohnung besteht aus einer Summe Geld und einem Bestand an Waren, von denen zwei unterschiedliche zur Auswahl bereitliegen.

Logenaktivität

Neu in Anno 1701 ist unter anderem die „Logenaktivität“, mit der man reale oder virtuelle Mitspieler ausspionieren und schädigen kann. So stehen z. B. folgende Logenaktivitäten zur Verfügung:

  • Spion: Er kann dem Gegner Daten über Vermögen, Forschung oder Unabhängigkeit verraten.
  • Saboteur: Er macht die Marktkarren von fremden Markthäusern kaputt.
  • Revoluzzer: Dieser kann im gegnerischen Dorfzentrum einen Aufstand anzetteln.
  • Taschendieb: Dieser bestiehlt die Einwohner der gegnerischen Stadt.
  • Bombenleger: Sprengt ein gegnerisches Gebäude, mit Ausnahme des Dorfzentrums.
  • Giftmischer: Vergiftet den gegnerischen Brunnen und löst dadurch die Pest aus.
  • Einschmeicheln: Kann das Ansehen bei einem Mitspieler steigern.
  • Verräter: Überredet Truppen des Gegners, zum Spieler, der ihn eingesetzt hat, überzulaufen.

Alle Logenaktivitäten, bis auf den Spion, müssen vor dem Einsatz erforscht und damit freigeschaltet werden. Weitere Spezialaktionen sind die eiserne Ration, Sprengmeister, Kreuzzug und die verschiedenen Fähigkeiten der Eingeborenen.

Trivia

Wenn man das Spiel am 24. Dezember spielt, wünscht der Sprecher dem Spieler Frohe Weihnachten und auf dem Dorfzentrum steht bis zum 1. Januar ein bunt geschmückter Weihnachtsbaum.

Erweiterung

Seit 25. Oktober 2007 ist das Add-on Der Fluch des Drachen für Anno 1701 erhältlich, in dem unter anderem eine Kampagne mit elf neuen Missionen, vier neue Computergegner, die auch in der Kampagne auftauchen, und ein Welteditor, mit dem eigene Karten erstellt werden können, enthalten sind.[7]

Adaptionen

Im Frühjahr 2007 erschien „Anno 1701 - Das Kartenspiel“ für zwei Spieler und im Herbst 2007 erschien „Anno 1701 - Das Brettspiel“, die ebenso wie das Brettspiel Anno 1503 von Klaus Teuber stammen und auf dem Prinzip des Siedler von Catan-Kartenspiels bzw. Siedler von Catan-Brettspiels aufbauen.[8][9]

Roman

Im August 2007 wurde auf der Games Convention in Leipzig der Roman Anno 1701 - Kampf um Roderrenge[10] vom Panini Verlag vorgestellt. In ihm wird die Geschichte des jungen Mannes Jon erzählt. Die Autorin Claudia Kern ging dabei sehr akribisch auf die Atmosphäre des Spieles ein. Der Roman erschien am 13. September 2007.

Unternehmensübernahme

Am 11. April 2007 wurde bekannt gegeben, dass Ubisoft den deutschen Publisher Sunflowers sowie damit die Rechte an der Anno-Reihe und die 30-Prozent-Beteiligung am Entwickler Related Designs übernehmen wird. Die Akquisition soll im ersten Quartal des Finanzjahres 2007/08 abgeschlossen werden.[11]

Auszeichnungen

Anno 1404

Anno 1404
Anno 1404
Entwickler: Related Designs
Verleger: Ubisoft
Publikation: 25. Juni 2009[12]
Plattform(en): PC, Nintendo DS
Genre: Aufbau-Strategiespiel
Sprache: Deutsch
Altersfreigabe: PEGI:
Keine
Klassifizierung


USK:
Keine
Klassifizierung
Screenshot von Anno 1404

Auf der Games Convention 2008 wurde von Ubisoft Anno 1404 angekündigt, welches am 25. Juni 2009 erscheint[13]. Die Szenerie des Spiels soll diesmal der Orient im 15. Jahrhundert bilden. Die Entwickler versprechen vor allem individuellere Gestaltungsmöglichkeiten, größere Inseln und eine nachhaltigere Interaktion mit anderen Völkern und Kulturen sowie eine Kampagne.[14]

Laut den offiziellen Foren wird es im Hauptspiel keinen Mehrspielermodus geben. Allerdings ist ein Internetportal geplant, damit Spieler Spielstände und Screenshots austauschen können. Außerdem ist es geplant, nach dem Release-Termin Editor-Funktionen zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren stehen die Chancen für ein Add-on mit erweiterten Mehrspielerfunktionen gut.[15]



Weblinks

Einzelnachweise

  1. Anno 1404 kommt frühestens im April 2009
  2. http://www.spieleflut.de/ Anno 1602 - Der Longseller schlechthin
  3. http://www.edit1602.de/ Die Entschlüsselung des Spielstandformates von ANNO 1602
  4. http://www.rebell.at/ Anno 1503 (Brettspiel) „Der Strom ist aus - was nun?“
  5. http://www.rebell.at/ Anno 1701 „MANNOMANN, das neue Anno, Mann!!“
  6. Anno 1701 DS (Test)
  7. Anno 1701 Add-on
  8. http://www.catan.com/CMS/index.php?option=com_content&task=view&id=385&Itemid=38
  9. http://www.catan.com/CMS/content/view/433/162
  10. http://www.paninicomics.de/anno-1701-s10512.html
  11. Ankündigung von Ubisoft vom 11. April 2007
  12. [http://anno.de.ubi.com/newspost.php?news_id=9404 „Inhalt der Limited Edition offiziell angekündigt“ (News auf der Seite des Herstellers)
  13. [http://anno.de.ubi.com/newspost.php?news_id=9404 „Inhalt der Limited Edition offiziell angekündigt“ (News auf der Seite des Herstellers)
  14. Anno 1404
  15. Anno 1404 Foren, Beitrag des Lead-Designers zu Editor und Multiplayer

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