Annuitätsmethode

Die Annuitätenmethode ist ein Verfahren der klassischen, dynamischen Investitionsrechnung. Der Kapitalwert einer Investition wird auf die Nutzungsdauer verteilt, so dass die Zahlungsfolge aus Einzahlungen und Auszahlungen in die sogenannte Annuität umgewandelt wird. Im Gegensatz zum Kapitalwert wird also nicht der Gesamtzielwert ermittelt, sondern der Zielwert pro Periode. Der Annuitätenfaktor ist zudem der Kehrwert des Rentenbarwertfaktors.

Die Annuitätenmethode erlaubt die Beurteilung von Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen im Sinne einer Einkommensmaximierung.

Vorgehen

Die Annuität a ist das Produkt aus Kapitalwert C0 und Annuitätenfaktor ANFn,i:

a = C_0 \cdot ANF_{n,i}.

Der Annuitätenfaktor (auch Kapitalwiedergewinnungsfaktor) ist dabei der Kehrwert des Rentenbarwertfaktors (i: Zinssatz (z. B. 4,5 % = 0,045); n: Nutzungsdauer):

ANF_{n,i} = \frac{(1 + i)^n \cdot i}{(1 + i)^n-1}

Die Einheit der Annuität ist Geldeinheiten (in der für C verwendeten Währung) pro Periode.

Bei Verwendung der Annuitätenmethode ist eine Investition positiv zu beurteilen, wenn die Annuität größer oder gleich Null ist. In diesem Fall erhält man mindestens das eingesetzte Kapital, verzinst mit dem Kalkulationszinsfuß, zurück. Wertmäßig ist es dabei äquivalent, ob man heute den Kapitalwert oder über die Nutzungsdauer verteilt die Annuität erhält.

Siehe auch


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  • Annuität — 1. Tilgungsrechnung: A. sind regelmäßige Rückzahlungen einer Schuld. Die A. umfassen die zwischenzeitlich fälligen Zinsen und einen Tilgungsbetrag. Nur die Tilgungsbeträge senken die Schulden. Während einer Ratentilgung ist die Tilgungsrate… …   Lexikon der Economics

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  • Wiedergewinnungsfaktor — Annuitätsfaktor, Kapitaldienstfaktor; in der Investitionsrechnung (⇡ Annuitätsmethode) Faktor zur Umformung von Ein und Auszahlungsreihen mit verschiedenen Beträgen in den einzelnen Perioden in gleich große Glieder einer uniformen Reihe, die den… …   Lexikon der Economics

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