Anonyme Bestattung

Anonyme Bestattung steht für namenlose Bestattung.

Bei einer anonymen Bestattung wird an der Beisetzungsstelle auf Wunsch des Verstorbenen auf jeglichen Namenshinweis verzichtet. Auf Friedhöfen finden sich deshalb gelegentlich anonyme Grabfelder. Eine anonyme Bestattung ist zudem die wirtschaftlich günstigste Form der Bestattung. Durch den Wegfall des Sterbegeldes und steigender Lebenshaltungskosten sehen sich insbesondere Menschen der unteren Einkommensschicht genötigt, eine anonyme Bestattung in Anspruch zu nehmen.

Einige Kirchen äußern Bedenken gegen diese Bestattungsform, da ein fester Ort wichtig für die Angehörigen sei, um Abschied zu nehmen und zu trauern.

Literatur

  • Traute Helmers: Anonym unter grünem Rasen. Eine kulturwissenschaftliche Studie zu neuen Formen von Begräbnis- und Erinnerungspraxis auf Friedhöfen. Text- und Bildband, Online-Publikation 2005, 410 S., Dissertation. Online-Fassung
  • Norbert Fischer: Auf dem Weg zum anonymen Grab. In: Norbert Stefenelli (Hrsg.): Körper ohne Leben. Begegnung und Umgang mit Toten. Böhlau-Verlag, Wien 1998, S. 261–268

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