Anthofer

Oliver Anthofer (* 7. Mai 1967 in Hall in Tirol) ist ein österreichischer Goldmedaillengewinner bei den Sommer-Paralympics 2008 in Peking.

Er ist mit zwei jüngeren Schwestern aufgewachsen, sein Vater ist bereits verstorben. Der gelernte Schlosser ist Angestellter der österreichischen Bundesbahnen. Die von ihm ausgeübten Sportarten sind Langlaufen im Schlitten und Handbiken.

Nach einem schweren Motorradunfall im Oktober 1987 erwachte er im Spital in Innsbruck bis zum untersten Brustwirbel querschnittsgelähmt wieder auf. Nach einem längeren REHA-Aufenthalt in Bad Häring konnte er seine Tätigkeit für die österreichischen Bundesbahnen wieder aufnehmen, musste aufgrund seiner Querschnittslähmung jedoch in einem anderen Bereich eingesetzt werden. Privat musste er seine im ersten Stock gelegene Innsbrucker Wohnung aufgeben, seine Eltern wohnten im zweiten Stock und er entschied sich in ein Wohnheim in Schwaz zu ziehen.

Bei den Paralympics 1988 in Innsbruck war er als Zuschauer mit dabei und wurde angesprochen, dass er einen guten Langläufer abgeben könnte. Vor seinem Unfall hatte er viel Sport betrieben, wie Berggehen und Krafttraining und fand anfangs diese Sportart eher langweilig. Doch er bleibt dabei und trainierte hart, schließlich bis 30 Wochenstunden, war aber nebenbei voll berufstätig im Kundenservice der ÖBB. Schließlich stellen sich die ersten Erfolge ein. Im Jahr 1991 bestritt er die ersten Wettkämpfe.

Erfolge

  • achtfacher Weltmeister
  • zweifacher Weltcupsieger
  • neun Medaillen bei Paralympics.

Auszeichnungen

  • 1996 silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
  • 1998 goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
  • 2001 und 2004 Sportler des Jahres

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