Antiemsaf II.
Namen von Antiemsaf II.
Eigenname
Image:Hiero_Ca1.svg
G7A G17 V18
I9
Bild:Hiero_Ca2.svg
Nemtiemsaf
Nmtj-m-s3 = f
Nemti ist sein Schutz
Königsliste von Abydos (Sethos I.) (Nr.39)
Image:Hiero_Ca1.svg
N5 U7
n
G39 G17 V16
I9
Bild:Hiero_Ca2.svg
Mer(i)-en-Re-sa-em-saf
Mrj-n-Rˁ-s3-m-s3 = f
Von Re geliebt, er ist sein Sohn
griechisch
bei Manetho

Menthusuphis

Antiemsaf II. (laut neuer Lesart wohl eher Nemtiemsaf) war ein altägyptischer König (Pharao) der 6. Dynastie, der um 2180 v. Chr.[1] regierte.

Inhaltsverzeichnis

Namen

Auf der Königstafel von Abydos trägt der König den Thronnamen Merenre. Heute gehen die meisten Ägyptologen davon aus, dass dieser Name verschrieben ist. Antiemsaf wird häufig neben Antiemsaf I. / Merenre I. als "Merenre II.," geführt, das dürfte jedoch ein Kopierfehler eines Schreibers gewesen sein [2].

Herkunft und Familie

Antiemsaf II. war ein Sohn von Pharao Pepi II. und dessen Gemahlin Neith. Ein Halbbruder war der spätere König Neferkare Nebi. Über Frauen und Kinder Antiemsafs ist nichts bekannt.

Regentschaft

Antiemsaf II. muss schon ein betagter Herr gewesen sein, als er seinem Vater Pepi II. auf den Thron folgte. Ägyptologen geben diesem König nur eine Regierungszeit von 2 Jahren. Eine erneute Festigung des sich auflösenden Alten Reiches ist diesem Pharao nicht gelungen, die Macht der Gaufürsten war wohl zu groß geworden. Bekannt ist ein Kultdekret für die Königsmütter Anchenespepi und Neith.

Tod

Der Legende nach wurde er ermordet und von seiner Ehefrau oder Schwester und Nachfolgerin Nitokris gerächt.

Literatur

Allgemeines
  • Peter A. Clayton: Die Pharaonen. Bechtermünz Verlag, Augsburg 1995, S. 67. ISBN 3-8289-0661-3
  • Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Albatros Verlag, Düsseldorf 2002, S. 79. ISBN 3-491-96053-3
Zum Namen
  • Jürgen von Beckerath: Handbuch der ägyptischen Königsnamen. Deutscher Kunstverlag, München-Berlin 1984, S. 57, 185. ISBN 3-422-00832-2
Detailfragen
  • Aidan Dodson, Dyan Hilton: The Complete Royal Families of Ancient Egypt. The American University in Cairo Press, London 2004, S. 70–78, ISBN 977-424-878-3
  • Hans Goedicke: Königliche Dokumente aus dem Alten Reich. 1967, S. 158-162
  • Zahi Hawass: Die Schätze der Pyramiden. Weltbildverlag, Augsburg 2004, S. 265, 275. ISBN 3-8289-0809-8
  • Gustave Jéquier: Les pyramides des reines Neit et Apouit Le Caire. 1933, S. 55
  • Mirsolav Verner: Die Pyramiden. Rowohlt Verlag, Reinbek 1997, S. 415. ISBN 3-499-60890-1

Einzelnachweise

  1. Jahreszahlen nach Schneider: Lexikon der Pharaonen.
  2. Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. S. 79



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