Antifaschistische nachrichten

Die antifaschistischen nachrichten (AN) sind eine 14-täglich in Köln erscheinende antifaschistische Zeitschrift, die von Verfassungsschutzbehörden dem linksextremistischen Spektrum zugeordnet wird.

Geschichte

Bis Februar 1993 war sie das Hausblatt der kommunistischen Volksfront gegen Reaktion, Faschismus und Krieg. Seit diesem Zeitpunkt haben die AN einen eigenen Herausgeberkreis, der aus Einzelpersonen und verschiedenen antifaschistischen Organisationen besteht. Starken Einfluss auf die AN haben unverändert die Volksfront und der ehemalige Bund Westdeutscher Kommunisten (heute als "Forum kommunistischer Arbeitsgemeinschaften" Teil der PDS bzw. Linkspartei).

In der seit 1981 erscheinenden Zeitschrift werden ausführliche Berichte und Dokumente über antifaschistische Aktionen sowie Kurzmeldungen und Hintergrundinformationen über der eigenen Einschätzung nach rechtsextreme Organisationen und ihre Publikationen in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa veröffentlicht.

Zum Herausgabekreis der Antifaschistischen Nachrichten gehören: Die Anarchistische Gruppe/Rätekommunisten (AGR), Annelie Buntenbach (Bündnis 90/Die Grünen); Rolf Burgard (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten - VVN-BdA); Jörg Detjen (Forum kommunistischer Arbeitsgemeinschaften); Martin Dietzsch (DISS Duisburg[1]); Regina Girod (VVN-BdA); Dr. Christel Hartinger (Friedenszentrum e.V., Leipzig; Linke.PDS Sachsen); Hartmut-Meyer-Archiv bei der VVN-BdA NRW; Ulla Jelpke (MdB Linke.PDS); Jochen Koeniger (Arbeitsgruppe gegen Militarismus und Repression); Marion Bentin, Edith Bergmann, Hannes Nuijen (Mitglieder des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft gegen Reaktion, Faschismus und Krieg Förderverein antifaschistische Nachrichten); Kreisvereinigung Aachen der VVN-BdA NRW; AG Antifaschismus/Antirassismus in der Linkspartei.PDS NRW; Angelo Lucifero (Landesleiter hbv in ver.di Thüringen); Kai Metzner (minuskel screen partner); Bernhard Strasdeit (Landessprecher Linke.PDS Baden-Württemberg; VVN-BdA; ehem. Mitglied der Antirassismuskommission der VSP); Volkmar Wölk (VVN-BdA). Das Bundesamt für Verfassungsschutz sowie verschiedene Landesverfassungsschutzbehörden ordnen die antifaschistischen Nachrichten und die GNN-Verlage, in denen die antifaschistische nachrichten erscheinen, dem „linksextremistischen“ Spektrum zu.[2]

Quellen

  1. Siehe Antifaschistische Nachrichten Nr. 4/1993, S. 9.
  2. Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen 1998 (PDF), Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Internet), Verfassungsschutzbericht des Landes Thüringen 2000 (Internet), Landesamt für Verfassungsschutz Hessen 2000 (PDF), Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg 2002 (PDF), Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg 2007 (Internet), Bundesministerium des Innern 2003 (PDF)

Weblinks


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