Antipatros (Makedonien)

Antipatros (griechisch Αντίπατρος; lateinisch Antipater; * 398 v. Chr. in Paliura (Makedonien); † 319 v. Chr.) war ein Feldherr unter Philipp von Makedonien und Alexander dem Großen sowie Reichsverweser in Makedonien.

Antipatros war Sohn des Iolaos und hatte zahlreiche Söhne, darunter Kassandros. Er war zunächst Reichsverweser in Makedonien von 335 bis 319 v. Chr. (sogar schon früher unter Philipp II. aufgrund kriegsbedingter Abwesenheit des Königs), nachdem Alexander der Große nach Asien aufgebrochen war. Von 332 bis 331 v. Chr. eroberte Alexander nach der Einnahme Syriens auch Ägypten. Wahrscheinlich wollte er zuerst der persischen Flotte ihre Stützpunkte entreißen, da es gleichzeitig zu Aufständen in Griechenland gekommen war (die mit persischem Geld finanziert wurden). Antipatros konnte als Alexanders Stratege diese Aufstände unterdrücken. So besiegte er die Spartaner 330 bei Megalopolis. Sein Kampf mit den Griechen ist auch als Lamischer Krieg bekannt.

Nach Alexanders Tod 323 v. Chr. war Antipatros Verwalter des europäischen Teils des Alexanderreichs (stratēgós tēs Eúrōpēs). Im Juli 321 wurde er von den Truppen bei Triparadeisos in Syrien zum Reichsverweser erhoben, nachdem der Inhaber dieses Postens, Perdikkas, ermordet worden war. Antipater starb 319 v. Chr.

Literatur

  • Helmut Berve: Das Alexanderreich auf prosopographischer Grundlage. Band 2: Prosopographie. München 1926 (Αντίπατρος: Nr. 94).

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